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HSV-Trainer Polzin wehrt sich: „Haben niemandem verboten, Tore zu schießen“

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Fußball heute: Sieben Tore in acht Spieltagen – die Offensive ist die größte Baustelle beim Hamburger SV. Vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Freitag (06.11.2026, 20.30 Uhr) erwägt Merlin Polzin deshalb ein Sturmduo aus Terem Moffi und Patson Daka. Das berichtet 90min unter Berufung auf die Bild.

Hamburger SV: Polzin plant offenbar mit Moffi und Daka

Als Vorbild dient dem Trainer die erste Hälfte des Pokalspiels gegen Frankfurt, das trotz allem verloren ging. „Die erste Halbzeit im DFB-Pokal gegen Frankfurt war die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben. Mit viel Zug nach vorn, mit einer Klarheit, mit viel Aktivität“, sagte Polzin. Diesmal soll am Ende aber auch ein Sieg stehen.

Personell könnte dabei Daka eine Schlüsselrolle zukommen. Nach seinem Muskelfaserriss wurde er demnach zweimal eingewechselt und könnte nun neben Moffi beginnen. Der zurückgekehrte Yussuf Poulsen würde in diesem Fall die Jokerrolle übernehmen. Mit zwei echten Angreifern in der Startelf könnte der HSV seiner Torflaute endlich etwas entgegensetzen.

Terem Moffi: HSV-Trainer sieht noch Luft nach oben

Ganz rund läuft es bei Moffi allerdings noch nicht. Polzin räumte ein, dass der Stürmer „sicherlich noch nicht bei 100 Prozent“ sei, sondern „mitten im Prozess“ und „nicht am Ende von dem, was ich mir von ihm wünsche“. Gleichwohl habe er bereits gezeigt, „dass er die Präsenz hat, Bälle abschirmen kann und im Strafraum über einen Riecher verfügt“.

Entscheidend sei nun das Erfolgserlebnis. „Als Stürmer brauchst du Tore, um das Selbstverständnis in dein Spiel zurückzubekommen. Er bringt viele Komponenten mit, die auch in Zukunft für unser Spiel wichtig sein werden.“ Gegen den Tabellenletzten bietet sich dem Angreifer dafür eine gute Gelegenheit, endlich den Knoten platzen zu lassen.

HSV-Coach Polzin: Kritik am System prallt ab

Bei der Kritik an der taktischen Ausrichtung nach der 3:1-Niederlage in Frankfurt wurde Polzin deutlich. „Wir haben niemandem verboten, Tore zu schießen“, stellte er laut MOPO klar. Es sei die Idee des Teams, mutig und zielstrebig nach vorn zu spielen. Zunächst hatte er die Systemdebatte so eingeordnet: „Ein komplexes Thema.“

Grundprinzipien, die in der vergangenen Saison den Klassenerhalt sicherten, will der Coach nicht infrage stellen. Dazu gehört auch die bei vielen Fans unbeliebte Dreierkette. „Es ist sicherlich ein Thema für außen, aber meine Aufgabe ist es, den HSV erfolgreich und stabil in der Bundesliga zu etablieren.“ Damit hat für ihn das Punktekonto klar Vorrang vor der Optik.

Merlin Polzin: Ergebnisse zählen mehr als Schönheit

Wichtiger als ansehnlicher Fußball sei für ihn, konstant gute Spiele abzuliefern und in jeder Partie die Chance auf Punkte zu haben. Mit dem Saisonstart sei man „sicherlich nicht zufrieden“ gewesen. Auf die 2:0-Niederlage in Dortmund folgten ein 0:5 gegen Mainz und eine 5:0-Niederlage in Leipzig – jeweils ohne eigenen Treffer.

Seitdem traf der HSV in fünf der letzten sechs Pflichtspiele. „Wir haben noch mal an ein paar Stellschrauben gedreht.“ Auch die beiden Niederlagen gegen Frankfurt wertet Polzin als Fortschritt, obwohl sein Team im Pokal vor der Pause mehrere Großchancen vergab und in der Liga nach dem Seitenwechsel bis kurz vor Schluss wenig zustande brachte.

Borussia Mönchengladbach: Gegen das Schlusslicht zählt nur ein Sieg

Gegen das Tabellenschlusslicht ist ein Heimsieg Pflicht, und dafür wird der HSV mehrere Tore brauchen. Polzin fordert einen klaren Plan: „Unsere Aufgabe ist es, wieder gut zu verteidigen, zielstrebig und klar nach vorn zu spielen.“ Trotz der offensiveren Aufstellung soll die Defensive also das Fundament bleiben.

Idealerweise würde der HSV „mit vielen Toren und Offensivaktionen“ gewinnen, auch für die unterhaltungshungrigen Fans. Stets müsse aber eine „gesunde Balance“ gewahrt bleiben, „damit wir am Ende der Saison sagen, dass der HSV auch weiterhin in der Bundesliga Fußball spielt“. Ein Dreier gegen Gladbach wäre dafür ein wichtiger Schritt.

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