Fußball heute: Beim SC Paderborn muss Eintracht Frankfurt voraussichtlich auf Mario Götze verzichten. Wie Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz erklärte, plagt den Mittelfeldspieler eine Ohrenentzündung. Zudem steht hinter dem Einsatz von Robin Koch noch ein Fragezeichen, der Coach gibt sich aber zuversichtlich.
Eintracht Frankfurt: Götze fehlt wohl, Koch kämpft um Einsatz
Götze werde auf eigenen Wunsch wahrscheinlich zu Hause bleiben, so Hütter. Koch hat sich einen Schlag aufs Knie eingefangen, für den Abwehrspieler beginne nun ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Trainer sei aber optimistisch, dass es reichen werde. Fällt neben Götze auch Koch aus, müsste Hütter gleich zwei Ausfälle kompensieren.
Abgesehen davon ist die Personallage komfortabel. Fast der gesamte Kader sei fit, die Spieler hätten im Training sichtlich Spaß, berichtete der Coach. Drei Siege aus den vergangenen vier Partien haben das Selbstvertrauen zusätzlich gestärkt. Den drohenden Ausfall des Mittelfeldspielers kann die Eintracht damit leichter auffangen.
SGE-Coach Hütter: Paderborn-Spiel als Richtungsweiser
Trotz des Aufschwungs sieht Hütter das Gastspiel als richtungsweisend an. Nach dem Umbruch im Sommer sei klar gewesen, dass die Mannschaft Zeit und Geduld brauche. Inzwischen laufe es besser, doch ein Trend könne sich schnell in beide Richtungen drehen. Ein Ausrutscher in Paderborn würde die jüngste Entwicklung gleich wieder infrage stellen.
Auch die beiden 3:1-Siege gegen den Hamburger SV seien kein Grund, nachzulassen. Wer erwarte, dass die Dinge von allein passieren, werde scheitern, warnte Hütter. Von der ersten Minute an fordere er Intensität, Zweikampfstärke und Charakter, damit die Eintracht dem Gegner ihr Spiel aufzwingen könne. Gerade nach den jüngsten Erfolgen soll so gar nicht erst Nachlässigkeit aufkommen.
SC Paderborn: Hütter erwartet einen unangenehmen Gegner
Einfach dürfte die Aufgabe dennoch nicht werden. Hütter rechnet mit einem schwierigen Kontrahenten, vor allem auf dessen eigenem Platz. Paderborn presse mutig, könne sich aber auch in einem tiefen Block verteidigen. Die Frankfurter müssen sich damit auf zwei ganz unterschiedliche Spielphasen einstellen.
Im System setzen die Gastgeber auf ein 5-3-2. Vorne bilden der erfahrene Zielspieler Steffen Tigges und der schnellere Stefan Marino das Sturmduo der Paderborner. Diese Mischung aus Wucht und Tempo dürfte die Abwehr der Eintracht besonders fordern – umso wichtiger wäre ein Einsatz von Koch.
Elias Baum: Hütter lobt die Entwicklung des Verteidigers
Lob gab es für Elias Baum. Der junge Verteidiger sei anfangs an einigen Gegentoren beteiligt gewesen, habe sich aber bemerkenswert schnell eingefunden. Inzwischen agiere er aggressiver und schalte sich häufiger in die Offensive ein. Für die Eintracht ist das nach dem Umbruch im Sommer ein echter Gewinn.
Besonders wertvoll ist für Hütter, dass Baum sowohl rechts als auch links hinten spielen kann. Gerade bei angeschlagenen Spielern wie Koch verschafft diese Vielseitigkeit dem Trainer zusätzliche Optionen. In Paderborn kann die Mannschaft nun beweisen, dass der Aufwärtstrend Bestand hat.
