Fußball heute: Der Transfersommer des FC Schalke 04 war deutlich turbulenter als bislang bekannt. Neben den gemeldeten Zugängen wie Lindström, Igor Julio und Buonanotte gab es sieben weitere konkrete Kandidaten – und auf der Abgangsseite einen Domino-Sturz, der in letzter Sekunde in sich zusammenfiel, wie Bild berichtet. Der Sommer zeigt, wie viel hinter den Kulissen in Bewegung war.
Schalke 04: Eyong-Anfrage, Hekimoğlu-Interesse – S04 mit ungewöhnlicher Risikobereitschaft
Besonders die Eyong-Anfrage verdeutlicht die Investitionsbereitschaft der Schalker Verantwortlichen. Für Karl Etta Eyong von Levante – Marktwert neun Millionen Euro – war S04 bereit, eine Leihe mit sieben Millionen Euro Kaufoption, einer Million Euro Bonus und zehn Prozent Weiterverkaufsbeteiligung zu vereinbaren. Levante lehnte ab. Bei Hekimoğlu von Besiktas fragte Schalke eine Leihe mit 5,5 Millionen Euro Kaufoption an, zog das Interesse dann aber selbst zurück.
Laut derwesten zeigt besonders die Eyong-Anfrage die ungewöhnliche Risikobereitschaft eines finanziell angeschlagenen Aufsteigers. Am Ende kamen sieben offizielle Zugänge zustande: Tanaka (1 Mio. Euro), Ebimbe (800.000 Euro), Adamu (800.000 Euro), Kevin Müller (50.000 Euro), Wöber (ablösefrei) sowie die Leihen Hwang und Gosens.
Auch auf der Abgangsseite lief nicht alles nach Plan. Anton Donkor – mit rund einer Million Euro Jahresgehalt einer der teuersten Reservisten – sollte den Klub verlassen. Ein ausgehandelter Deal mit OFI Kreta scheiterte zunächst, dann platzte am Deadline Day ein Kettengeschäft über Heidenheim und Osnabrück in letzter Sekunde. Donkor blieb. Ähnlich bitter verlief der Fall Calvin Brackelmann: Der Spieler hätte sich einen Wechsel vorstellen können, wollte aber eine Bundesliga-Garantie – die konnte Schalke zum damaligen Zeitpunkt vor dem gesicherten Aufstieg nicht geben. Heute ist Brackelmann Stammspieler beim FC Augsburg – ein Transfer, der im Rückblick schmerzt.
