Fußball heute: An seinem 18. Geburtstag setzte Denis Husser vor rund zehn Monaten die Unterschrift unter seinen ersten Profivertrag bei Hannover 96 – jetzt muss der hochveranlagte Angreifer um seine Zukunft bei den Profis kämpfen. Nach einer Aussortierung aus disziplinarischen Gründen führt sein Weg über die zweite Mannschaft. Ein neuer Coach soll ihm dabei helfen.
Hannover 96: Husser muss sich in der Regionalliga beweisen
Aus dem Zweitliga-Team von Trainer Christian Titz wurde der 1,96 Meter große Stürmer nach Bild-Informationen aus disziplinarischen Gründen gestrichen. Nun heißt es für ihn: bei der U23 in der Regionalliga Nord wieder Argumente sammeln, um sich den Rückweg zu den Profis zu erarbeiten. Dass das Potenzial da ist, steht außer Frage – wie t-online berichtet, lief der gebürtige Hesse bereits für die deutsche U19 auf und brachte es für die zweite Mannschaft auf drei Treffer.
Unterstützung erhält er dabei vor allem von Lars Barlemann. Der frühere Co-Trainer der Profis übernahm den Chefposten bei der Zweiten von Daniel Stendel, den es zum FC Barnsley zog. Barlemann nimmt den jungen Angreifer ausdrücklich in Schutz und mahnt zur Geduld.
Barlemann: „Ein ganz junger Spieler, der Zeit braucht“
„Man muss zuallererst festhalten, dass Denis ein ganz junger Kerl ist. Aufgrund seiner Erscheinung denkt man vielleicht, dass er schon älter ist“, sagte der Coach im Gespräch mit der Bild. Husser komme gerade erst aus dem Juniorenbereich, brauche Zeit, und Schwankungen seien in diesem Alter normal.
Der frühere Titz-Assistent lobt zugleich die Einstellung des Youngsters: „In der Saisonvorbereitung zeigt er sich sehr wach, hört gut zu und versucht, die Dinge umzusetzen. Er ist gewillt, hart zu arbeiten.“ Auf dem Weg zurück setzt Barlemann auch auf persönliche Gespräche: „Natürlich habe ich mit Denis unter vier Augen gesprochen“, erklärte er und zeigte sich „frohen Mutes und sehr optimistisch, dass er einen guten Weg nehmen wird“.
Positive Signale abseits des Platzes
Anzeichen für eine Reifung gibt es tatsächlich. Husser hat inzwischen sein Fachabitur abgeschlossen, das Vereinsinternat verlassen und ist in seine erste eigene Wohnung gezogen – Schritte, die für zunehmende Eigenverantwortung sprechen.
Was jetzt noch fehlt, sind Treffer und ein tadelloses Auftreten. Stimmt beides, dürfte sich die Tür zu einer zweiten Chance bei den Profis wieder öffnen. Bei Barlemann und der zweiten Mannschaft hat der 18-Jährige dafür jedenfalls die passende Umgebung gefunden.
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