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HSV-Trainer Polzin stellt klar: „Ich werde nicht zulassen, dass…“

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Drei Spiele, drei Niederlagen, zwölf Gegentore: Der Hamburger SV steht als Tabellenletzter da. Auf das 0:2 gegen Dortmund folgten zwei 0:5-Pleiten gegen Mainz und Leipzig. Trainer Merlin Polzin erhielt dennoch einen Vertrauensbeweis: Sein Arbeitspapier wurde bis 2029 verlängert. Auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln bezog er nun Stellung.

HSV-Trainer Polzin: „Darf einfach nicht vorkommen“

„Wir sind komplett unzufrieden mit der Höhe der Niederlage. Dass wir in sechs Minuten drei Gegentore bekommen, darf einfach nicht vorkommen“, sagte der Coach zum Auftritt in Leipzig. Diese Phase kippte die Partie endgültig – und erklärt, warum aus einer lange offenen Begegnung am Ende ein deutliches Ergebnis wurde.

Alles schlechtreden lassen will er die Vorstellung dennoch nicht. „Wenn du über 70 Minuten in Leipzig so ein Spiel hinlegst und gut in die Spielphasen kommst, war ein deutlich anderes Gesicht zu sehen als in der Vorwoche. Das Mainz-Spiel war desaströs. Aber ich werde nicht zulassen, dass wir die vergangene Woche in Grund und Boden reden“, betonte er.

Hamburger SV: Wertvolle Gespräche nach dem Abpfiff in Leipzig

Ausweichen will in der Kabine offenbar niemand. „Wir sind maximal unzufrieden mit den Ergebnissen. Aber es versteckt sich keiner und sucht Ausreden. Wir stehen dafür gerade und stellen uns der Kritik, solange sie sachlich ist“, erklärte der 35-Jährige. Direkt nach dem Abpfiff habe die Mannschaft sehr wertvolle Gespräche geführt.

„Es ist Fakt, dass wir eine Mannschaft haben, die in eine Richtung geht und sich keiner herausnimmt. Alle spüren die Verantwortung und haben die Reaktion von den HSV-Fans in Leipzig registriert“, so Polzin.

Polzin über die Kabine: „Die Verbundenheit ist außergewöhnlich“

Genau darauf zielte seine Antwort zum Zusammenhalt ab. „Die Verbundenheit in unserem Verein und innerhalb der Mannschaft ist außergewöhnlich. Jeder fühlt sich schlecht, weil es ihnen nicht egal ist und es für sie kein normaler Job ist“, sagte er. „Das ist der Grund, wieso ich mich immer vor sie stellen und die Verantwortung übernehmen werde. Fehler gehören dazu. Es geht darum, was danach passiert.“

Personell muss er am Samstag auf Sebastiaan Bornauw verzichten, dessen muskuläre Probleme sich immerhin bessern. Alexander Rössing-Lelesiit ist nach langer Ausfallzeit ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, für einen Einsatz reicht es allerdings noch nicht. Zwei Bausteine also, die dem Coach im Abstiegskampf vorerst weiter fehlen.

Bundesliga: HSV empfängt Köln zum Heimspiel

Vor der Brust haben die Rothosen nun einen unbequemen Gegner. „Köln ist eine Mannschaft, die sich über viel Intensität auszeichnet. Wenn der Ball auf die Zielspieler geschlagen wird, gehen sie brutal nach. Es kann unangenehm werden“, warnte Polzin. Man erwarte viele Bälle, die in die Box fliegen, und müsse sich entsprechend wehren.

Kämpferisch fällt sein Blick nach vorne dennoch aus. „Ich habe die volle Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die nächsten Schritte gehen werden. Es ist meine Aufgabe, den Prozess und nicht das Ergebnis zu sehen“, erklärte er. Gegen die Rheinländer soll endlich der erste Saisonsieg her. Ob das gelingt?

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