Fußball heute: Sechs Neuzugänge in der Startelf, vier Positionen verändert – und am Ende eine 0:5-Niederlage in der Heimspielpremiere. Für den HSV war der Auftritt gegen Mainz ein Dämpfer auf ganzer Linie. Wie die Mopo berichtet, fehlte dem Team vor 57.000 Fans im Volksparkstadion nahezu jede Ordnung – weder im Angriff noch in der Defensive funktionierten die Abläufe.
HSV: Zwei Neue ohne vollständige Trainingswoche direkt in der Startelf
Besonders ins Auge fiel dabei die Ausgangslage zweier Neuzugänge. David Møller Wolfe und Zakaria El Ouahdi hatten vor dem Anpfiff nicht einmal eine vollständige Trainingswoche mit dem Team absolviert – standen aber dennoch direkt in der Anfangsformation. Auch Terem Moffi und Bilal Nadir feierten ihr erstes Startelf-Debüt für den Klub.
Wer nun erwartete, dass die gravierendsten Fehler bei den Unerfahrenen lagen, sah sich getäuscht. Laut Mopo unterliefen die schlimmsten Patzer ausgerechnet den erfahrenen Kräften: Jordan Torunarigha und Nicolai Remberg leisteten sich die auffälligsten Aussetzer und trugen damit erheblich zur Niederlage bei.
Hamburger SV: Heuer Fernandes sieht Kollektiv-Versagen
Torwart Daniel Heuer Fernandes suchte die Ursache nicht bei Einzelspielern. „Es lag nicht an den einzelnen Leuten, sondern am Verbund, wie wir verteidigt und wie wir angegriffen haben“, erklärte der Schlussmann nach der Partie. Eine Diagnose, die zugleich zeigt, wie weit der Weg noch ist.
Coach Merlin Polzin verteidigt seine Personalentscheidungen mit dem Verweis auf die Trainingswoche, räumt aber ein, dass Geduld gefragt sei. Zeit brauche es, um Verbindungen zu festigen und Abläufe zu verinnerlichen. Mehrere Wochen sollen vergehen, bis alle Zugänge auch körperlich bei 100 Prozent angekommen sind – ein ehrliches Eingeständnis, das die Erwartungen für die nächsten Wochen etwas zurechtrückt.
