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Borussia Mönchengladbach: Effenberg fällt vernichtendes Urteil nach Fehlstart

Gladbach-Fans

Fußball heute: Zwei Spieltage, null Punkte, sieben Gegentore – der Start von Borussia Mönchengladbach in die neue Bundesliga-Saison ist misslungen. Wie die Rheinische Post berichtet, hat das 3:4 gegen Aufsteiger Elversberg – bei dem die Fohlen eine Zwei-Tore-Führung verspielte – eine öffentliche Debatte ausgelöst, die auch frühere Klub-Ikonen auf den Plan gerufen hat.

Borussia Mönchengladbach: Kleindienst mit Worten, die aufhorchen lassen

Mitten im Sturm steht Kapitän Tim Kleindienst. Nach der Niederlage gegen Elversberg sprach er in mehreren TV-Interviews von „Stromausfällen“, „Totalausfällen“ und einer „Schande“ – und ließ laut Express sogar einen Seitenhieb auf TikTok-Konsum fallen. Beim Gegentor in der Nachspielzeit habe der Gegner sich „eine Stunde lang aussuchen“ können, wohin er schießt – harte Worte eines Kapitäns in der Öffentlichkeit.

Moderator Florian König bezeichnete den Auftritt im Sport1-Doppelpass als „harten Tobak“ und bat Stefan Effenberg um eine Einordnung. Der frühere Gladbach-Kapitän äußerte sich skeptisch: Er hoffe, dass Kleindienst diese Worte zuvor auch intern in der Kabine gewählt habe. Wer einzelne Spieler oder Mannschaftsteile vor Publikum an den Pranger stelle, schade dem Teamgefüge – „dann funktioniert das Team nicht“, so Effenberg gegenüber der Rheinischen Post.

BMG-Analyse: Stindl nimmt Kleindienst in Schutz

Eine andere Sichtweise vertrat Lars Stindl, der per Schalte von einer DFB-Veranstaltung zugeschaltet war. Wer Kleindienst kenne, wisse, dass das seine Art zu führen sei – und diese habe ihm in der Vergangenheit gut gedient. Das Ziel sei es, die Mannschaft wachzurütteln, nicht einzelne Spieler zu beschädigen. Die drastische Ausdrucksweise sei für den Kapitän typisch und authentisch.

Den Fehlstart selbst bewertet Stindl als „absolut schwierige Situation“ – zumal er die Vorbereitung vor Ort erlebt habe und die Stimmung damals noch positiv gewesen sei. Als Hauptproblem nennt er die Häufung grober Fehler und die sieben Gegentore in nur zwei Partien. Sportboss Rouven Schröder und Trainer Eugen Polanski hatten die Vorbereitung mit neuen Impulsen und Transfers gestaltet – von dieser Aufbruchsstimmung ist nach zwei Spieltagen wenig übrig.

Effenberg vor Freiburg-Spiel: „Nicht bundesligatauglich“

Noch weiter als Stindl geht Effenberg in seiner Gesamtbewertung. Die bisherigen Leistungen seien schlicht „nicht bundesligatauglich“ – ein vernichtendes Urteil, das er vor dem nächsten Auswärtsspiel beim SC Freiburg ohne Umschweife ausspricht. Die Vorfreude aus dem Sommer sei nach zwei Spieltagen bereits verflogen, so der frühere Profi.

Ob Kleindiensts Worte intern die erhoffte Wirkung entfalten oder das Teamgefüge belasten, wird sich in Freiburg zeigen. Für Borussia Mönchengladbach ist die Partie bereits jetzt kein gewöhnliches Auswärtsspiel mehr – sondern eine erste Standortbestimmung, wie viel von dem noch steckt, was der Sommer versprochen hatte.

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