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VfB Stuttgart: Karazor lehnte Millionen ab – und sitzt trotzdem nur auf der Bank

Stuttgart-Fans

Fußball heute: Fabian Bredlow feierte gegen den 1. FC Köln einen umjubelten Nachmittag – die Kurve begleitete ihn mit Sprechchören, Trainer Sebastian Hoeneß sprach von einem Auftritt, den der Keeper „total verdient“ habe. Doch der Mann, dem der 30-Jährige seinen Stammplatz verdankt, verfolgte das 4:1 von der Tribüne aus: Dennis Seimen ist verletzt, und beim VfB Stuttgart läuft seither vieles anders als geplant.

VfB Stuttgart: Bredlow glänzt – aber wie lange noch?

Intern war in der Vorbereitung diskutiert worden, ob man sich externe Verstärkung holen müsse – Kandidaten wie Nyland und Ortega wurden geprüft, wie Bild berichtet. Am Ende entschied sich der VfB für Bredlow. Hoeneß stellte klar, es sei nie eine Frage der Qualität seines Keepers gewesen, sondern der fehlenden Tiefe auf der Position – ein wichtiger Unterschied.

Seimen befindet sich auf dem Weg der Besserung und soll im besten Fall in der Länderspielpause Ende September ins Mannschaftstraining zurückkehren. Sobald beide Torhüter fit sind, dürfte ein offener Konkurrenzkampf entstehen – Bredlows starke Auftritte, darunter auch sein Rückhalt beim 1:5 in München, haben die Ausgangslage für dieses Duell deutlich verändert.

VfB-Kapitän Karazor: Vom Führungsspieler zur Bankrolle

Während Bredlow gerade seine beste Phase erlebt, steckt Atakan Karazor im größten Einbruch seiner VfB-Karriere. Der frühere Kapitän – der den Klub zu Vizemeisterschaft, Pokalsieg und in die Champions League geführt hatte – kam in den ersten drei Pflichtspielen kein einziges Mal zum Einsatz. Auf der Doppelsechs sind Angelo Stiller und Neuzugang Grischa Prömel gesetzt, und Hoeneß zog zuletzt sogar den 19-jährigen Yanik Spalt für sein Bundesligadebüt einem Einsatz Karazors vor.

Die Kapitänsbinde hat Karazor inzwischen verloren – Hoeneß traf diese Entscheidung allein. Neuer Kapitän ist Deniz Undav, Prömel sein Stellvertreter. Aus dem Mannschaftsrat trat Karazor nach Bild-Informationen freiwillig zurück, um sich künftig stärker auf sich selbst zu konzentrieren. Ein Schritt, der zeigt, wie tief der Einschnitt für den 29-Jährigen tatsächlich ist.

Karazor lehnte Millionen-Angebot aus Saudi-Arabien ab

Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Karazor im Sommer ein lukratives Angebot des saudi-arabischen Klubs Al-Shabab ablehnte – ein Jahresgehalt von bis zu fünf Millionen Euro wäre möglich gewesen. Seine Bindung an Stuttgart hielt ihn, und laut Bild trainiert er weiterhin mit voller Intensität. Nun richtet er seinen Blick auf den Champions-League-Auftakt gegen Viking Stavanger – und hofft auf endlich seinen ersten Einsatz in dieser Saison.

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