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FC Schalke: Eigengewächs wird vom Hoffnungsträger zum Verkaufskandidaten

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Fußball heute: Noch vor Kurzem galt Max Grüger als eines der Gesichter der Schalker Zukunft – nun droht dem Eigengewächs der Abschied. Unter Trainer Miron Muslic spielt der Mittelfeldspieler kaum noch eine Rolle, und aus einer möglichen Leihe könnte inzwischen sogar ein fester Verkauf werden.

FC Schalke 04: Grüger passt nicht ins System

Während Schalke seinen Kader mit mehreren externen Zugängen und Vertragsverlängerungen für die Bundesliga rüstet, hat ein junger Spieler aus den eigenen Reihen das Nachsehen. Seit der Ankunft von Muslic findet Grüger kaum noch statt: Der gebürtige Gelsenkirchener, der bereits seit 2012 für den Klub spielt, passt nach Einschätzung des Trainers nicht recht zu dessen Spielidee.

Wie schalketotal unter Berufung auf WAZ-Reporter Robin Haack berichtet, zählt der 21-Jährige inzwischen zu den Verkaufskandidaten. Bereits im Trainingslager im Stubaital war seine Lage deutlich geworden: Bei beiden Tests kam er nicht zum Zug, einen Teil der Einheiten absolvierte er abseits des Teams. Seit Ende Juli läuft er nur noch für die U23 auf.

Warum die Wege sich trennen könnten

Hinter der Entwicklung stecken vor allem taktische Gründe. Am wohlsten fühlt sich Grüger mit dem Ball am Fuß – als zentraler Mittelfeldspieler, der das Spiel ordnet und die Bälle verteilt. Das Schalker Konzept zielt jedoch stärker auf Balleroberungen und schnelles Umschalten, ein Profil, das derzeit eher Spieler wie Ron Schallenberg, Soufiane El-Faouzi oder Satoshi Tanaka erfüllen.

Genau das könnte auch gegen eine bloße Leihe sprechen: Wird die Spielidee unabhängig vom Trainer fortgeführt, wäre Grügers Perspektive nach einer Rückkehr kaum besser. Lange war ein Leihgeschäft im Gespräch, zuletzt wurde er mit Fortuna Düsseldorf in Verbindung gebracht – dieser Deal ist laut derwesten jedoch vom Tisch. Nun berichtet die WAZ, dass Schalke den Mittelfeldspieler noch in diesem Sommer fest abgeben möchte.

Auch wirtschaftliche Gründe spielen mit

Neben den sportlichen dürften finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen. Schalke ist auf Einnahmen angewiesen; Sport-Boss Frank Baumann hatte zuletzt einen „großen Verkauf“ als notwendig bezeichnet. Ein solcher wäre Grüger zwar nicht – schon eine hohe sechsstellige Summe wäre aus Schalker Sicht ein Erfolg –, doch angesichts der DFL-Auflagen kann der Klub jeden Euro gebrauchen.

Für Grüger, der einst sogar in den Mannschaftsrat berufen wurde und dem viele Fans wegen seiner Verbundenheit zu Stadt und Verein eine große Zukunft in Königsblau gewünscht hatten, ist die Entwicklung bitter. Zusätzliche Bewegung bringt ein Beraterwechsel Anfang August. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2028 – ob er ihn in Gelsenkirchen erfüllt, erscheint aber zunehmend fraglich. Auch er selbst will nicht dauerhaft nur in der U23 spielen.

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