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1. FC Köln: El-Mala-Brüder unverkäuflich – aber Interessent lauert schon

Köln-Fans

Erstmals standen Said und Malek El Mala beim 1:1 des 1. FC Köln bei Union Berlin gemeinsam in der Bundesliga auf dem Platz, Malek traf bei seinem Debüt sogar. Sponsor Rewe erklärte die Brüder daraufhin augenzwinkernd für unverkäuflich, wie die Bild berichtet. Laut sport.de lauert jedoch weiter ein englischer Klub.

1. FC Köln: Malek El Mala trifft bei seinem Debüt

Wegen der Personalsorgen im Angriff kam der 21-Jährige, der sonst meist in der Regionalliga spielt, am Sonntag zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz und erzielte keine fünf Minuten nach seiner Einwechslung den Ausgleich. „Es fühlt sich einfach unglaublich an“, sagte Malek bei DAZN. Er wisse gar nicht, was er sagen solle.

Der 16 Monate jüngere Said freute sich mit am meisten. Sein Bruder arbeite seit Wochen extrem hart bei den Profis und in der U21, lobte er. „Dass er sich dann mit dem Bundesliga-Einsatz, seinem ersten Bundesliga-Tor und einem Punkt belohnt, freut mich sehr und hat er sich total verdient.“ Für die Familie war es ein ganz besonderer Nachmittag.

Said und Malek El Mala: Die ersten Kölner Brüder seit den Allofs

Historisch ist der Moment ebenfalls. Die El Malas sind die ersten gebürtigen Kölner Brüder seit Klaus und Thomas Allofs vor 40 Jahren, die gemeinsam in der Bundesliga spielen. Knapp 20 Minuten dauerte ihr erster gemeinsamer Auftritt, Said blickt nach eigener Aussage bereits voller Vorfreude auf die nächsten Spiele mit Malek.

Rewe reagierte ebenfalls prompt. Unter der Überschrift „Fußball in der Familienpackung“ schrieb die Supermarktkette auf Instagram: „Manche Familienpackungen passen in keinen Einkaufswagen.“ Dazu gratulierte der Klubsponsor Malek zum Premierentor. Der Post spielt bewusst mit dem Interesse anderer Vereine.

FC News: Ein Rewe-Spaß mit ernstem Hintergrund

Ernst gemeint war die Botschaft nicht, sie gilt laut des Blattes aber als frühes Signal, bevor das Werben um Said El Mala (Marktwert: 50 Millionen Euro) in kommenden Transferphasen wieder Fahrt aufnimmt. Wollen die Brüder wie zuletzt gemeinsam wechseln, verteuern Maleks Debüt und sein erstes Tor das Paket zusätzlich.

Maleks Marktwert lag bislang bei nur 250.000 Euro. Wegen wiederholter Verletzungen hatte er zuletzt lediglich in der Regionalliga auf sich aufmerksam gemacht, mit fünf Toren in elf Spielen. Nun dürften auch Zweifler erkennen, dass er das Potenzial für die Bundesliga oder sogar mehr besitzt.

Lionel Souque: Der Rewe-Boss und das Brighton-Pokerspiel

Schon im Sommer 2025 mischte Rewe-Chef Lionel Souque (55), zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des FC, in der Transfer-Saga mit. Damals wollte Brighton Said verpflichten, Klubbesitzer Anthony Bloom (56) wandte sich direkt an Souque. Den ersten Vorstoß über 20 Millionen Euro lehnte Köln ab.

Souques Antwort an Bloom fiel deutlich aus. „Ich habe ihm gesagt: Freut mich, dass wir reden, aber ich bin Obst- und Gemüse-Verkäufer, du bist anscheinend Pokerspieler – das wird nichts zwischen uns mit den Verhandlungen. Er fand das nicht so lustig“, verriet er später in einem Podcast. Köln blieb hart.

Said El Mala: Köln lehnte 50 Millionen Euro ab

Ein Jahr später ließ der Klub auch Brentford, Borussia Dortmund und RB Leipzig abblitzen, obwohl allein der BVB 50 Millionen Euro bot. Stattdessen verlängerten beide Brüder im Sommer bis 2031 ohne Ausstiegsklausel, auch weil sie stets vom gemeinsamen Spiel bei einem Bundesliga-Klub träumten. Acht Spieltage später wurde dieser Traum wahr.

Abgehakt ist das Thema damit nicht. Wie sport.de unter Berufung auf Sky meldet, beobachtet der aktuelle Premier-League-Dritte Brighton beide Angreifer weiterhin. Schon im Sommer soll der Klub bereit gewesen sein, beide Brüder zu holen. Im Winter wird demnach kein Vorstoß erwartet, 2027 könnte aber ein neuer Anlauf folgen.

René Wagner: Malek als einziger klarer Neuner

Vorerst dürfte Malek in Köln weitere Chancen erhalten. „Malek El Mala ist in unserem Kader der einzige klare Neuner. Da muss ich ihn auch bringen“, erklärte Trainer René Wagner. Ob es sein Bundesliga-Debüt sei oder nicht, spiele dabei keine Rolle. Der Engpass im Sturm wird so zur großen Chance für den Youngster.

Zufrieden ist der Coach allerdings noch nicht ganz. Er freue sich über das Tor, das Zusammenspiel mit Marius Bülter müsse aber noch besser werden. Gelingt das, könnte das Brüderpaar in Köln schon bald häufiger gemeinsam auflaufen. Für den FC wäre das sportlich ein Gewinn und wirtschaftlich ein wachsender Schatz.

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