trending
News
TV
Fußball heute
betslip
Wett Tipps
Favorites icon
Teams

Hannover 96: Sportdirektor Becker vor dem Aus – und er schießt zurück!

Hannover-Fans

Fußball heute: Nach der Trennung von Jonas Boldt (44) wackelt bei Hannover 96 auch der Stuhl von Sportdirektor Ralf Becker (56). Wie die Bild berichtet, planen die Gesellschafter nicht mehr mit ihm. Sportlich droht dem Klub aus der 2. Bundesliga zudem der Ausfall von Husseyn Chakroun.

Hannover 96: Die Gesellschafter planen nicht mehr mit Becker

Beckers Vertrag läuft bis 2027. Gesucht wird demnach ein starker neuer Sportdirektor, eine externe Firma soll die Kandidaten bewerten. Auf der Liste steht laut des Blattes auch Sebastian Schuppan (40), aktuell Sportdirektor bei RB Leipzig. Ein Umbruch in der sportlichen Führung zeichnet sich damit immer deutlicher ab.

Einen Tag nach Boldts Aus feierte Trainer Sandro Wagner (38) mit dem 2:1 gegen Dresden endlich seinen ersten Sieg und stärkte damit seine Position. „Das war endlich der erhoffte Befreiungsschlag“, sagte Becker. Für ihn persönlich dürfte der Erfolg im Abstiegskampf jedoch wenig ändern.

Ralf Becker: Wegen Marcus Mann nach Hannover gekommen

Becker war am 1. Juni 2025 vom damaligen Sportchef Marcus Mann geholt worden. „Marcus und ich kennen uns seit 20 Jahren. Wir vertrauen uns. Ich bin seinetwegen nach Hannover gekommen“, erklärte er. Zuvor hatte er als Geschäftsführer in Kiel und Dresden sowie als Sportdirektor beim HSV gearbeitet.

Unter Mann verantwortete Becker die Mannschaft, Trainer Christian Titz und den Staff und war zudem wichtiges Bindeglied zum Nachwuchs. Um Transfers kümmerten sich Mann und Kaderplaner Max Lüftl, der inzwischen bei Schalke arbeitet. Nach Manns Abgang wurden Jörg Schmadtke und dann Boldt als Geschäftsführer über ihn gesetzt, Schmadtke blieb nur drei Monate, Boldt fünf.

H96 News: Streit um den missratenen Transfersommer

Nun wackeln auch Becker und Kaderplaner Paul Wagner (27), der erst im Mai begonnen hatte, da man sie intern für den erfolglosen Transfersommer verantwortlich macht. Laut der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung hatte Boldt die beiden kurz vor seiner Entlassung scharf kritisiert: „Der vergangene Transfer-Sommer habe mit Scouting nichts zu tun gehabt.“

Becker reagierte gegenüber der Bild mit Sarkasmus. „Erst waren Christian Titz und André Kilian schuld, jetzt Paul und ich. Irgendeinen Schuldigen muss es ja für ihn immer geben…“ Inhaltlich gab er Boldt dennoch recht: Erst sei die Scouting-Abteilung aufgelöst worden, dann habe es einen Transferstopp gegeben.

Jean Hugonet: Ohne Becker wäre der Transfer geplatzt

Dabei wäre ohne Becker demnach sogar die Verpflichtung von Jean Hugonet gescheitert. Schmadtke hatte mit Titz‘ Wunschspieler einen Vertrag ausgehandelt, der nur für die Bundesliga galt. Nach dessen Abschied nahm Becker die Gespräche mit den Beratern des Franzosen wieder auf und einigte sich auf einen Vertrag, der auch die 2. Liga abdeckte, Hugonet kam ablösefrei aus Magdeburg.

Schmadtke hatte zuvor mit einer externen Scouting-Agentur gearbeitet und Becker außen vor gelassen. Nach seinem Abgang verhängte Klubpatron Martin Kind einen Transferstopp, Boldt brachte die Planungen zwar wieder in Gang, geriet aber ständig mit Titz aneinander. Das Chaos kostete Hannover mehrere Zugänge, darunter Gustaf Nilsson, Laurin Ulrich und Luca Sirch.

Husseyn Chakroun: Einsatz in Heidenheim fraglich

Sportlich bangt der Klub derweil um Chakroun (21). Beim 2:1 gegen Dresden war er der beste Mann auf dem Platz, erzielte den Ausgleich und holte den Elfmeter heraus, den Marcel Hartel verwandelte. Für das Spiel am Sonntag (13:30 Uhr) in Heidenheim ist ausgerechnet der Matchwinner nun fraglich.

Beim Foul von Friedrich Müller, der dafür Gelb-Rot sah, landete der libanesische Nationalspieler in der 65. Minute auf der im Mai operierten rechten Schulter. „Es hat so ein bisschen geknackt hier oben am Schlüsselbein oder an der Schulter“, schilderte er. Laut Verein zog er sich „eine Blessur im rechten Schultereckgelenk“ zu, ein Einsatz ist „nicht ausgeschlossen“.

Mustapha Bundu: Comeback nach acht Wochen Pause

Fällt Chakroun aus, fehlt Wagner ein weiterer Offensivspieler. Lars Gindorf (25, Virusinfekt) und Benedikt Pichler (29, Wadenprobleme) fallen sicher aus, Karl Steinmann (20, Muskelverletzung im Oberschenkel) steht weiterhin nicht zur Verfügung. Die Personaldecke im Angriff wird damit bedenklich dünn.

Hoffnung macht Mustapha Bundu (29), der in der 68. Minute für Chakroun kam und nach acht Wochen sein Comeback feierte. Der Nationalspieler aus Sierra Leone hatte sich Anfang September beim 2:2 gegen Karlsruhe eine Muskel- und Sehnenverletzung zugezogen. Trotz fehlender Spielpraxis zeigte er sofort seinen Wert und könnte in Heidenheim sogar beginnen.

Folge uns auf Google