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Dynamo Dresden: Klartext von Rossipal – „Fühlt sich extrem scheiße an“

Dynamo-Dresden-Fans

Fußball heute: Fünfmal hat Dynamo Dresden in den ersten zehn Saisonspielen eine Führung verspielt und dabei 13 Punkte liegen lassen. Das rechnet die Bild vor. Nach der 2:1-Niederlage in Hannover, die laut Tag24 per Elfmeter entschieden wurde, ist die SGD Tabellenletzter der 2. Bundesliga.

Dynamo Dresden: 13 Punkte nach Führungen verschenkt

Mit diesen Zählern stünde Dresden mit 21 Punkten auf Rang drei. Stattdessen ist das Team seit Sonntag mit nur acht Punkten Schlusslicht und steckt mitten im Abstiegskampf. Erklären kann sich das im Verein demnach niemand so richtig. Die Diskrepanz zwischen Leistung und Ertrag ist enorm.

Die Liste der verspielten Führungen ist lang. In Heidenheim lag Dynamo zweimal vorn und verlor am Ende 5:3, auch gegen Hertha setzte es trotz Führung eine Niederlage, ebenso zuletzt beim 2:1 in Hannover. In Osnabrück (1:1) und Braunschweig (2:2) sprang nach einem 0:1 immerhin noch ein Punkt heraus.

Niklas Hauptmann: Der Kapitän ist ratlos

„Es ist ein Fakt, dass wir zu viel hergeben und zu viel Aufwand betreiben für das, was dann am Ende punktmäßig dabei rauskommt“, gab Kapitän Niklas Hauptmann (30) zu. Hätte man direkt eine Antwort darauf, warum das so sei, hätte man es schon vor ein paar Wochen umgestellt. Ein Eingeständnis, das die Ratlosigkeit im Team offenlegt.

Auch Linksverteidiger Alexander Rossipal (30) tappt im Dunkeln. „Wir müssen das aufarbeiten und knallhart analysieren“, forderte er. Die Lösung oder die Formel habe er im Moment allerdings ebenfalls nicht. Dass selbst Führungsspieler keinen Ausweg benennen können, macht die Lage in Dresden umso bedrohlicher.

SGD News: Ist es eine Kopfsache?

Sowohl in Heidenheim als auch in Hannover beendete Dresden die Partie nach Gelb-Roten Karten gegen Keller und Müller in Unterzahl. Allein erklärt das die Misere jedoch nicht. Auf die Frage nach einem mentalen Problem sagte Rossipal, er wisse nicht, was teilweise in den Köpfen vorgehe.

Möglicherweise habe man nach Führungen das Gefühl, etwas verspielen zu können, das dürfe aber eigentlich nicht sein. „Auf jeden Fall fühlt es sich extrem scheiße an“, fügte er an. Hauptmann wiederum sieht die Ursache in der fehlenden Konsequenz nach vorne. „Es ist eine Frage von Überzeugung in unser eigenes Spiel“, betonte er.

Hannover gegen Dresden: Ein Elfmeter besiegelt den Absturz

Gegen Hannover habe man eigentlich auf das zweite Tor gehen und im Ballbesitz mutig bleiben wollen, so der Kapitän. In der zweiten Hälfte sei das nicht gelungen, die Bälle seien schnell verloren gegangen und Dresden habe tief verteidigt. In der 59. Minute folgte der entscheidende Elfmeter.

Friedrich Müller (20) kam im Strafraum gegen Flügelspieler Husseyn Chakroun (21) zu spät, Marcel Hartel (30) verwandelte sicher. Den eigentlichen Fehler beging jedoch Tobias Raschl (26), der nach einem Zuspiel von Torhüter Lennart Grill (27) unter Druck einen schwachen Pass spielte und Müller damit in Bedrängnis brachte.

Thomas Stamm: Der Trainer verteidigt den Spielaufbau

Genau dieser Aufbau von hinten ist manchen Fans ein Dorn im Auge, vor allem in schwachen Phasen. Coach Thomas Stamm (43) verteidigte seinen Ansatz nach der sechsten Saisonniederlage gegenüber Tag24. „Ich bin jetzt zweieinhalb Jahre hier, das ist das zweite Gegentor, was wir so kriegen“, erklärte der Schweizer.

In 500 Situationen habe man es wahrscheinlich 498-mal super gelöst, betonte Stamm mit Verweis auf das gefeierte Pokalspiel am Mittwoch. Es gehe vielmehr darum, den richtigen Moment zu erkennen. Vorne könnten Christoph Daferner und Vincent Vermeij die Bälle gut festmachen. „Da geht es um Entscheidungsfindung und die war in dem Moment einfach nicht gut.“

Dynamo Dresden: Erreicht Stamm die Mannschaft noch?

Damit steht die Frage im Raum, ob der Trainer seine Spieler noch von seinem Stil überzeugen kann. Gewohnt ruhig analysierte er die Lage in Hannover. „Heute hat es viel damit zu tun gehabt, wie wir verteidigen“, sagte er der Bild. Es gehe nicht nur um Mut, sondern darum, die zur Pause besprochenen Räume zu überspielen.

Gelingt Dresden diese Balance nicht bald, droht sich die Lage am Tabellenende weiter zu verschärfen. Fünf verspielte Führungen in zehn Spielen sind ein deutliches Alarmsignal. Mannschaft und Trainer müssen nun schnell eine Antwort finden, wie aus guten Phasen endlich wieder volle Punkte werden.

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