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Borussia Mönchengladbach: So hat Blessin Gladbach verwandelt

Gladbach-Fans Borussia Mönchengladbach

Fußball heute: Unter Alexander Blessin (53) ist Borussia Mönchengladbach kaum wiederzuerkennen. Nach dem 2:3-Auswärtssieg in Stuttgart und dem 2:0 im Pokal gegen den Karlsruher SC legt der Trainer die Messlatte vor dem Heimspiel gegen Paderborn hoch. Das berichten bild.de, kicker.de und gladbachlive.de.

Borussia Mönchengladbach: Blessin setzt die Benchmark

„Wir haben die Basics jetzt gesetzt. Das muss dann aber auch die Benchmark sein. Darunter können wir uns nicht bewegen“, sagte Blessin laut kicker.de. Was Laufleistung und Intensität betrifft, gibt es für ihn also kein Zurück mehr. Eine „Euphoriebremse“ will er trotzdem nicht ziehen, was seinen Spielern spürbar den Rücken stärkt.

Im Vergleich zum Überraschungssieg in Stuttgart wirkte das Team gegen den KSC ebenso kampfstark, aber geordneter und selbstbewusster. Robin Hacks 1:0 zeigte, was der neue Mut bewirken kann: Mit schnellen, direkten Kurzpässen ging es über den ganzen Platz, am Ende musste der Flügelspieler nur noch ins leere Tor schieben.

Rouven Schröder: Unterzahl als „eine Art Teambuilding“

Die Rote Karte gegen Philipp Sander (28) brachte die Borussia kurz ins Wanken, Ersatzkeeper Daniel Batz (35) hielt sie mit einer souveränen Leistung im Spiel. Sportdirektor Rouven Schröder lobte die Reaktion: „Widerstände angehen und Widerstände überwinden – das ist bei uns das Credo.“

„In Unterzahl wurde das Spiel für uns zu einer Art Teambuilding. Dabei haben wir es bis zum Schluss sehr diszipliniert durchgezogen“, erklärte Schröder weiter. Schon in Stuttgart hatte das Team 128 Kilometer abgespult, beide Ergebnisse stärken den Glauben an ein immer stärkeres Kollektiv.

Robin Hack: Matchwinner mit enormem Laufpensum

Eine Schlüsselfigur ist Hack (28), gegen Karlsruhe Torschütze und Vorlagengeber. Fast genauso wichtig ist seine Arbeit gegen den Ball: Mit 226 intensiven Läufen in 254 Bundesliga-Minuten hat er laut bild.de die beste Quote im Team. Nach einer verletzungsgeplagten Vorsaison mit nur acht Einsätzen hat er sich zurück in Topform gearbeitet.

Auch Shuto Machino (27), zuvor als Acht-Millionen-Flop abgestempelt, wird zum wertvollen Baustein des Aufschwungs. Mit seiner Beweglichkeit und Ausdauer zermürbt er die Gegner und gibt als erster Spieler die Richtung vor. Zudem arbeitet der Stürmer viel nach hinten und behauptet Bälle mit dem Rücken zum Tor, damit die Kollegen nachrücken können.

Zento Uno: Die „Japan-Grätsche“ als Vorbild

Den Geist der Mannschaft prägt zudem Zento Uno (22), der wegen seiner Tacklings „Japan-Grätsche“ genannt wird. In Stuttgart rissen seine Zweikämpfe die Kollegen förmlich mit. Gegen den KSC kontrollierte der 1,76 Meter große Mittelfeldspieler, der für 500.000 Euro von Shimizu S-Pulse kam, das Zentrum und war fast immer bei den zweiten Bällen zur Stelle.

Selbst eher feine Techniker wie Florian Neuhaus (29) ackern inzwischen unermüdlich mit. Das liegt auch am Beispiel, das Hack, Machino und Uno vorleben. Blessin trifft laut des Blattes zudem innerhalb und außerhalb der Kabine den richtigen Ton, seine authentische Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche kommt bei der Mannschaft an.

BMG News: Diks, Kühn und Honorat zurück im Training

Die Personallage entspannt sich derweil spürbar. Vize-Kapitän Kevin Diks, der seit vergangenem Freitag aus privaten Gründen gefehlt hatte, kehrte am Mittwoch auf den Trainingsplatz zurück und absolvierte eine Laufeinheit, wie gladbachlive.de berichtet. Auch Franck Honorat und Nicolas Kühn trainierten wieder, Kühn ist ein Kandidat fürs Wochenende.

Weniger gute Nachrichten gab es bei Ko Itakura, der gegen den KSC sein Comeback gefeiert hatte, am Mittwoch aber fehlte. Auch Stürmer Isac Lidberg war nicht dabei. Laut der Rheinischen Post sind vor dem Anpfiff noch einige Fragen offen. Blessin sieht dennoch mehr Optionen: „Das Feld lichtet sich. Das gibt mir auch weitere Möglichkeiten, wieder richtig nachzulegen.“

SC Paderborn: Blessin warnt vor dem Aufsteiger

Am Samstag (15:30 Uhr, Sky) empfängt Gladbach den Aufsteiger SC Paderborn. Mit einem Sieg könnte die Borussia zu den anderen Teams im Tabellenkeller aufschließen. Blessin warnt jedoch vor Leichtsinn: „Jetzt denken vielleicht einige, wir müssten den Aufsteiger wegfiedeln, aber so läuft es nicht.“

Der Gegner verdiene Respekt. „Das ist eine eingespielte Mannschaft, die fünf Punkte mehr hat als wir. Wir wollen gewinnen. Aber das wird wieder ein hartes Stück Arbeit“, betonte der Coach. Auch Schröder stellt klar, dass sich niemand ausruhen darf: „Es bekommt niemand eine Freikarte, um in der Bundesliga spielen zu dürfen.“

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