Fußball heute: Die Suche nach einem Nachfolger für Markus Krösche nimmt bei Eintracht Frankfurt eine neue Wendung. Wunschkandidat Christoph Spycher hat abgesagt, nun gilt Joti Chatzialexiou (50) vom 1. FC Nürnberg als Favorit. Das berichten spox.com und transfermarkt.de unter Berufung auf Sky und Bild.
Eintracht Frankfurt: Spycher sagt ab – Chatzialexiou rückt nach vorn
Am Mittwochmorgen erteilte Spycher, ehemaliger Eintracht-Kapitän und aktuell Sportdirektor der Young Boys Bern, den Frankfurtern laut des Pay-TV-Senders eine Absage. Damit rückt Chatzialexiou in die Pole-Position. Mit ihm sollen bereits Gespräche stattgefunden haben, geführt von Vorstandssprecher Axel Hellmann gemeinsam mit Vertretern des Aufsichtsrats.
Ein Durchbruch soll demnach kurz bevorstehen, der Aufsichtsrat dürfte die Personalie zeitnah absegnen. Hellmann hatte bereits am Sonntag betont, dass der Klub eine „schnelle Entscheidung“ wolle, wie spox.com berichtet. Schließlich soll die Eintracht vor den anstehenden Aufgaben und Transferphasen handlungsfähig sein.
Joti Chatzialexiou: Rückkehr an alte Wirkungsstätte?
Unbekannt wäre Chatzialexiou in Frankfurt nicht. Von 2001 bis 2009 arbeitete er als Nachwuchstrainer bei der Eintracht, anschließend war er mehr als zehn Jahre in verschiedenen Funktionen beim DFB tätig. 2024 wechselte er als Sportdirektor zum 1. FC Nürnberg, wo seine Arbeitsweise und seine charmante Art auch bei der SGE Eindruck hinterließen.
Vor allem der Kaderaufbau in Nürnberg spricht für ihn. Seit seinem Amtsantritt stieg der Marktwert des Kaders laut transfermarkt.de um 76,1 Prozent von 36,28 auf 63,88 Millionen Euro. Genau diese Bilanz macht ihn für die Eintracht so interessant – zumal er den Klub aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer bestens kennt.
1. FC Nürnberg: Kein Kontakt mit der Eintracht
Kurz nach Krösches Abschied hatte der 50-Jährige die Gerüchte allerdings noch zurückgewiesen. „Es ist sicherlich eine Wertschätzung meiner Arbeit, zu diesem Kandidatenkreis zu gehören, allerdings gibt es mit Eintracht Frankfurt keinerlei Vereinbarungen und keinen Kontakt“, sagte er damals. „Der Fokus liegt auf dem FCN.“
Der FCN weiß nach eigener Aussage von keinem offiziellen Interesse. „Wir sind sehr froh, dass Joti bei uns im Verein ist“, teilte der Klub auf Nachfrage der Zeitung mit. Und weiter: „Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab es keine Kontaktaufnahme durch Eintracht Frankfurt.“ Ein Interesse anderer Klubs sei aber eine Wertschätzung seiner Arbeit.
SGE News: Ablöse im niedrigen Millionenbereich
Sollte es zu Verhandlungen kommen, müssten sich beide Vereine auf eine Ablöse im niedrigen einstelligen Millionenbereich einigen. Finanzieren könnte die Eintracht diese über Krösche selbst. Für ihn soll eine Ausstiegsklausel zwischen 3,5 und 5 Millionen Euro gelten, wenn ein Klub ihn vor Sommer 2027 verpflichtet – die AC Mailand gilt weiter als sehr interessiert.
Andere Namen spielen derweil kaum noch eine Rolle. Marcel Schäfer von RB Leipzig war zuletzt ebenfalls im Gespräch, laut Bild gab es mit ihm bislang aber keinen direkten Kontakt. Zudem wurden Andreas Schicker (Hoffenheim), Benjamin Weber (FC Augsburg) und Ex-Bayern-Funktionär Marco Neppe (Paris FC) zuletzt nur lose gehandelt.
Markus Krösche: Abschied nach fünf Jahren
Krösche (46) war Mitte Oktober auf eigenen Wunsch nach fünf Jahren freigestellt worden, sein ursprünglich bis 30. Juni 2028 laufender Vertrag besteht in veränderter Form weiter. Seine Ära begann im Sommer 2021 und wurde 2022 mit dem Gewinn der Europa League gekrönt. Bis ein Nachfolger feststeht, übernimmt Hellmann die Aufgaben interimsweise.
Zuletzt stand Krösche intern wie medial in der Kritik, vor allem wegen der Verpflichtung von Trainer Albert Riera und eines zähen Transfersommers. Sportlich zeigt die Formkurve trotz der Unruhe nach oben: Nach dem Sieg gegen Köln und der knappen Niederlage in Dortmund folgte im Pokal ein 1:3-Auswärtssieg beim HSV. Nun soll auch abseits des Platzes Klarheit herrschen.
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Bundesliga: Tipps & Quoten
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31.10.2026, 15:30 Uhr - Wohninvest WeserstadionFC Bayern - Borussia Dortmund
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