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Werder-Trainer Thioune vor Leipzig-Spiel: „Niemand war glücklich, aber…“

Werder-Bremen-Fans Marvin Ducksch

Eine Woche nach der 1:4-Pleite in Freiburg steht Werder Bremen vor der ersten Heimaufgabe der Saison – und die hat es in sich. Am Samstag kommt RB Leipzig ins Weserstadion, und Trainer Daniel Thioune deutet auf werder.de an, dass er seine Startelf umbauen wird. Gleich drei späte Neuzugänge könnten dabei eine Rolle spielen.

Werder Bremen: Thioune deutet Startelf-Änderungen an

Prominentester Kandidat ist Arthur. Thioune beschreibt den Neuzugang als dynamischen, offensivstarken Rechtsverteidiger für die Viererkette, der trotz einer guten Leistung von Mick Schmetgens direkt beginnen könnte. Für Schmetgens wäre das ein Rückschlag, obwohl er in Freiburg überzeugt hat – ein Zeichen dafür, wie sehr der Coach die neuen Optionen einbauen will.

Ebenfalls im Rennen um einen Kaderplatz sind Youri Regeer und Moussa Ndiaye. Alle drei späten Zugänge seien junge, ehrgeizige Profis ohne lange Eingewöhnungsphase, betonte Thioune. Regeer, von einem niederländischen Spitzenklub gekommen, eröffne neue Varianten im Zentrum, Ndiaye sieht der Trainer zunächst als Konkurrenten für Olivier Deman.

Thioune räumt „ein bisschen Reibung“ im Team ein

Hinter dem Umbau steckt auch die Reaktion auf einen misslungenen Auftakt. Thioune räumte gegenüber werder.de Unzufriedenheit und „ein bisschen Reibung“ im Team ein, wertete das aber positiv. Die Partie sei intensiv aufgearbeitet worden, er spüre die Bereitschaft der Mannschaft in jedem Training: „Geben Sie uns die Chance, es allen zu zeigen! Alle sind bereit und haben Bock!“

Offen bleibt die Besetzung im Mittelfeld. Chuki habe in Freiburg überzeugt, Dariusz Stalmach sei ordentlich eingewechselt worden, Senne Lynen musste dagegen ausgewechselt werden, fasste der Coach zusammen. Der Bedarf am Samstag entscheidet demnach über die Aufstellung – mit Regeer als zusätzlicher Option wird die Auswahl für Thioune eher größer als kleiner.

RB Leipzig mit über 20 Abschlüssen – so wollen die Bremer mithalten

Auf die Bremer wartet eine gewaltige Aufgabe. Die Leipziger sind laut Thioune mit über 20 Abschlüssen und einem xG-Wert von mehr als vier in die Saison gestartet, entsprechend groß ist der Respekt. Dagegenhalten will Werder über Ballsicherheit, Passspiel und hohe physische Intensität – Tugenden, die gegen einen derart abschlussstarken Gegner unverzichtbar sind.

Insgesamt ist der Coach mit dem Kader zufrieden, auch wenn er die späte Fertigstellung und einige Verletzungsausfälle als nicht ideal bezeichnete. Das Primärziel bleibt unverändert das schnellstmögliche Erreichen von 40 Punkten. Nach dem Fehlstart in Freiburg zählt am Samstag deshalb jeder Zähler doppelt, um den Rückstand auf dieses Ziel nicht früh anwachsen zu lassen.

Jens Stage nach OP: Daumen hoch für den Trainer

Abseits des Platzes gab es derweil eine Nachricht von Jens Stage. Der Däne hat sich nach seiner Verletzung operieren lassen, Thioune erhielt direkt danach ein Foto mit erhobenem Daumen. Der Trainer beschreibt eine enge Bindung zu dem Profi, der während seiner Reha nah bei der Mannschaft bleiben soll, weil er auch abseits des Platzes helfen könne.

Anstoß im Weserstadion ist am Samstag, 5. September 2026, um 15.30 Uhr, das Spiel läuft als Einzelspiel bei Sky sowie in der DAZN-Konferenz. Für Werder geht es um mehr als drei Punkte. Ein Erfolg gegen die Leipziger wäre der Beweis, dass die Reibung der vergangenen Tage genau die Energie freigesetzt hat, von der Thioune spricht.

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