Werder Bremen News beim Fußball heute: Nach seinem Last-Minute-Wechsel von Ajax Amsterdam stand Youri Regeer sofort dreimal in Folge in der Startelf von Werder Bremen und holte sieben Punkte. Im Interview mit der DeichStube, das auch der Weser-Kurier veröffentlicht, spricht der 23-Jährige über den Blitzstart, die Pleite im Test und die Aufgabe am Freitag in Dortmund.
Werder Bremen: Regeer fordert nach der Test-Pleite eine Reaktion
Auf die deutliche Pleite im Test in den Niederlanden angesprochen, sagte Regeer: „Das deutliche Ergebnis hätte ich sehr gerne vermieden. Es war einfach kein gutes Spiel von uns.“ Es habe „zu wenig Energie“ gegeben. Man habe das in der Kabine aufgearbeitet und müsse am Freitag in Dortmund „eine Reaktion zeigen“.
Zuversicht schöpft er aus den Spielen gegen Leipzig, Köln und Augsburg: „Wenn wir das auch dort zeigen können, dann ist auch in Dortmund etwas möglich. Wenn man nicht zuversichtlich in ein Spiel geht, kann man auch gleich nicht spielen.“ Drei Spiele in der Startelf haben ihm sieben Punkte gebracht.
Werder-Dirigent Regeer: Der Blitzstart nach drei Tagen Vorbereitung
Trainer Daniel Thioune nannte ihn einen „Dirigenten“. Regeer sieht sich nur teilweise in dieser Rolle: „Aber ich kann das nicht allein. Ich brauche die zehn anderen Jungs auf dem Platz dafür.“ Die Mitspieler geben ihm Vertrauen und spielen ihm den Ball zu.
Dabei hatte er nur drei Tage Vorbereitung auf das Leipzig-Spiel, der Sieg sei „ein großer Schub“ gewesen. Die Anpassung fiel leicht: „Mit guten Spielern auf dem Platz kann man sich leicht anpassen.“ Generell brauche er nicht lange, um irgendwo anzukommen.
Eredivisie-Vergleich: Regeer über Holland, Deutsch und Torwart-Talent
Der Unterschied zur Eredivisie: „In Holland hat man manchmal mehr Kontrolle über das Spiel. In Deutschland geht es häufig einfach hin und her.“ Körperlicher sei es zwar, aber kein Problem. Regeer kann Sechs, Acht und Zehn spielen und mag eher die Doppelsechs, wegen der Freiheit, sich offensiv einzuschalten.
Sprachlich ist noch Luft nach oben: Deutsch versteht er vieles, spricht aber noch nicht gut, ab nächster Woche nimmt er Unterricht. Als Kind wurde er mit sechs oder sieben Jahren bei einem Turnier zum besten Torhüter der Niederlande gewählt, wobei es mehr um die Füße als um die Hände ging. Heute stellt er sich nach dem Training manchmal zum Spaß ins Tor.
Senne Lynen: Regeer bleibt vor der Rückkehr gelassen
Sorgen wegen der Rückkehr von Senne Lynen macht er sich nicht: „Ich weiß, was Senne in den letzten Jahren geleistet hat, aber das ist die Entscheidung des Trainers. Ich mache mir keine Sorgen, weniger zu spielen. Wenn ich mein Niveau zeige, bin ich sehr zuversichtlich, dass ich weiterhin spielen werde.“
Wenn Lynen, Justin Njinmah, Jens Stage und Felix Agu zurück sind, hätte Werder „wirklich eine sehr gute Gruppe“. Jedes Spiel müsse man mit 100 Prozent abliefern, sonst gebe es ein Ergebnis wie in Enschede. Der Anspruch an sich selbst und an das Team ist damit klar formuliert.
Ajax-Abschied: Regeer wollte unbedingt zu Werder Bremen
Ihm war schon früh klar, dass er Ajax verlassen wollte, doch Verhandlungen mit anderen Klubs kamen nicht zustande. Mit Werder hatte er schon Wochen vorher gesprochen, das war aber noch nicht möglich. Dann verletzte sich Jens Stage, und Werder konnte mit Ajax verhandeln.
Er sagte Ajax deutlich, dass er gehen wolle, der Klub wollte ihm daraufhin bei der Karriere helfen. „Für mich war es schon nach dem ersten Treffen klar, dass ich zu Werder wollte.“ Damit war der Weg frei für den Last-Minute-Wechsel, der ihn direkt in die Startelf brachte.
Werder-Profi Regeer: Fünf Privatcoaches und ein klares Ziel
Regeer arbeitet mit fünf Privatcoaches, den Mentalcoach kennt er seit fünf Jahren: „Er geht bei mir auf ganz bestimmte Fragen ein, die ich manchmal lieber wegschieben möchte, aber er bringt mich dazu, mich damit auseinanderzusetzen.“ Auf Eigenvertrauen setzt er auch wegen einer früheren Erfahrung: Nach einem Gespräch mit einem Vereins-Mentalcoach rief eine Stunde später der Cheftrainer an.
Zur Professionalität sagt er: „Dein Körper ist wie ein Auto, und wenn dein Auto kein Benzin hat, bist du leer, und du musst dich um deinen Körper kümmern.“ Unprofessionell sei er nur in den ersten zwei Wochen des Sommerurlaubs. Sein Ziel für die Saison: „Dass ich gut und viel spiele.“ Zu einem Verbleib bei Werder sagte er: „Ich bin gerade erst angefangen, aber klar, warum nicht.“
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Bundesliga: Tipps & Quoten
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23.10.2026, 20:30 Uhr - MHPArena1. FC Köln - FC Schalke 04
24.10.2026, 15:30 Uhr - RheinEnergieStadion1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen
24.10.2026, 15:30 Uhr - Mewa ArenaFC Augsburg - Union Berlin
24.10.2026, 15:30 Uhr - WWK ArenaRB Leipzig - SV Elversberg
24.10.2026, 15:30 Uhr - Red Bull ArenaSC Paderborn - Hamburger SV
24.10.2026, 15:30 Uhr - Home Deluxe ArenaBorussia Dortmund - Eintracht Frankfurt
24.10.2026, 18:30 Uhr - Signal Iduna ParkTSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen
25.10.2026, 15:30 Uhr - PreZero ArenaSC Freiburg - FC Bayern
25.10.2026, 17:30 Uhr - Europa-Park Stadion

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