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Was wurde aus...?

Stefan Effenberg heute – Was wurde eigentlich aus „Tiger“ Stefan Effenberg?

Autor: Thomas

Der Tiger! So lautete der Spitzname von Mittelfeldspieler Stefan Effenberg, weil er sich 1994 nach einer verlorenen Wette bei der TV-Sendung „Wetten, dass…“ ein Tigergesicht in seine Haare hinein färbte. Doch nicht nur eine modische Frisur, auch eine unvergessene Fußballerkarriere kennzeichnen Stefan Effenberg heute. Vor allem mit dem FC Bayern München konnte er unvergessene Erfolge feiern. Ebenso stand er nach seiner aktiven Karriere regelmäßig in den Schlagzeilen. Zuletzt ist es jedoch ziemlich still um den gelernten Postboten geworden, was die Frage aufwirft: Was wurde eigentlich aus Stefan Effenberg?

Spielerprofil Stefan Effenberg

Name:Stefan Effenberg
Geburtstag:02.08.1968
Nation:
Größe:1,88 m
Gewicht:86 kg

Stefan Effenberg Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

Der am 02. August 1968 in Hamburg-Niendorf geborene Stefan Effenberg begann als Kind beim Bramfelder SV mit dem Fußballspielen. Sein Durchbruch gelang ihm dann bei Borussia Mönchengladbach, wo er den Sprung in die erste Herrenmannschaft schaffte. Anschließend folgte eine lange Karriere, sodass sich in Stefan Effenbergs Steckbrief gleich drei verschiedene Bundesligavereine wiederfinden. Zu Bayern München und Borussia Mönchengladbach kehrte er jeweils einmal zurück, nachdem Stefan Effenberg diese Vereine bereits verlassen hatte. Außerdem spielte er zwei Jahre beim AC Florenz in Italien, eines davon jedoch nur in der zweiten italienischen Liga. Seine Karriere ausklingen ließ der Tiger beim VfL Wolfsburg und bei Al-Arabi in der katarischen Hauptstadt Doha.

Stefan Effenberg Steckbrief

1987-1990Borussia Mönchengladbach
1990-1992FC Bayern München
1992-1994AC Florenz
1994-1998Borussia Mönchengladbach
1998-2002FC Bayern München
2002-2003VfL Wolfsburg
2003-2004Al-Arabi

Seinen ersten großen Erfolg feierte Effenberg 1995 bei Borussia Mönchengladbach, als die Mannschaft den DFB-Pokal gewann. Zudem wurde er von 1999 bis 2001 dreimal Deutscher Meister mit dem FC Bayern München. Im Jahr 2000 gewann er zusätzlich den DFB-Pokal und im Jahr 2001 die Champions League. Des Weiteren erhielt Stefan Effenberg bis heute die meisten Gelben Karten in der Bundesliga. Ganze 114-Mal zeigte der Schiedsrichter Stefan Effenberg gelb. Allerdings ist dies nicht sein einziger Karten-Rekord: Am 20. August 1991 sah er im Spiel gegen den FC Schalke 04 die erste gelb-rote Karte in der Geschichte der Bundesliga.

Ein weiterer Aspekt, für den Stefan Effenberg bis heute bekannt ist, sind seine Sprüche. So soll er in der Kabine zu Trainer Jupp Heynckes gesagt haben: „Hey Heynckes, gehen wir mal vor die Tür.“ Ein weiterer Klassiker über die gesunkenen Meisterschaftschancen des FC Bayern München: „Die Situation ist ausweglos, aber nicht kritisch.“

Stefan Effenbergs Karriere in der Nationalmannschaft

Am 05. September 1991 bestritt Stefan Effenberg im Rahmen einer 0:1-Niederlage gegen Wales in der EM-Qualifikation sein erstes Länderspiel. An diesem Tag begann eine ereignisreiche Länderspielkarriere mit fünf Toren, aber auch vielen Skandalen. Sein erstes Turnier absolvierte Stefan Effenberg für die Nationalmannschaft 1992, als die Mannschaft Vizeeuropameister in Schweden wurde. Anschließend wurde für die WM 1994 für das WM Team Deutschland nominiert. Die Mannschaft galt beim Turnier in den USA als einer der WM Favoriten aller WM Teams, zumal sie als amtierender Weltmeister keine WM-Qualifikation spielen musste. Stefan Effenberg zeigte jedoch in der Gruppenphase im Spiel gegen Südkorea unzufriedenen Zuschauern den Mittelfinger und wurde daraufhin aus dem DFB-Kader ausgeschlossen. Ohne ihn schied die Mannschaft schließlich gegen Bulgarien im WM Viertelfinale aus.

Aufgrund dieses Skandals spielte Stefan Effenberg in der Nationalmannschaft anschließend keine Rolle mehr, bis er im Jahre 1998 wieder zwei Freundschaftsspiele für Deutschland absolvierte. In der Folge entschied sich der Tiger jedoch wegen persönlicher Streitigkeiten gegen ein Comeback in der Nationalelf, sodass das 1:1-Unentschieden im Freundschaftsspiel gegen Rumänien am 05. September 1998 Stefan Effenbergs letztes Länderspiel wurde. Auch weitere Anwerbeversuche von Nationaltrainer Rudi Völler blieben erfolglos.

WM 2022 Wetten

Der Trainer Stefan Effenberg

Nach seiner aktiven Karriere erwarb der Tiger 2012 die Trainerlizenz. Am 13. Oktober wurde Stefan Effenberg dann Trainer beim Zweitligisten SC Paderborn, der sich zu dieser Zeit auf dem 15. Tabellenplatz befand. Allerdings enttäuschte einerseits die Mannschaft sportlich mit Stefan Effenberg als Trainer und kam nicht aus dem Tabellenkeller hinaus. Andererseits sorgte der Tiger wie in seinen aktiven Zeiten für viele Skandale. So wurde er mit 1,4 Promille am Steuer erwischt. Des Weiteren absolvierte er keine Verlängerung seiner Trainerlizenz. All dies führte am 03. März 2016 zur Entlassung des Tigers. Weil er danach nicht mehr als Trainer tätig war, weist Stefan Effenberg bis heute mit 0,8 Punkten pro Spiel eine durchwachsene Bilanz als Trainer auf. Zwar war Effenberg ab Oktober 2019 wieder beim Drittligisten KFC Uerdingen als Manager aktiv, aber nach nicht mal einem Jahr trat er auch von diesem Posten wieder zurück.

Das Gehalt von Stefan Effenberg

550 Pflichtspiele absolvierte Stefan Effenberg für Vereine in der ersten oder zweiten Liga und schoss dabei 111 Tore. Umso erstaunlicher ist es, dass Effenberg nur 35 Länderspiele absolvierte. Stefan Effenbergs Gehalt wird in den Hochzeiten seiner Karriere wohl im mittleren siebenstelligen Bereich pro Jahr gelegen haben. So soll Stefan Effenbergs Gehalt beim FC Bayern München im Jahr 2001 umgerechnet circa 4,75 Millionen Euro pro Jahr betragen haben, was ihn neben Oliver Kahn zum Spitzenverdiener dort machte. Nach seiner aktiven Karriere verdiente der Tiger als TV-Experte sowie bei seinen kurzen Einsätzen als Trainer und als Manager noch weiteres Geld, sodass Stefan Effenberg heute ein geschätztes Vermögen von 16 Millionen Euro besitzen soll.

Stefan Effenberg privat

Privat lebt Stefan Effenberg heute in Düsseldorf. An seiner Seite ist dabei Stefan Effenbergs Frau Claudia Effenberg, mit der er seit 2005 verheiratet ist. Die Designerin und regelmäßige Reality-TV-Teilnehmerin war vorher mit dem Fußballer Thomas Strunz zusammen und hat mit diesem zwei Kinder. Auch Stefan Effenberg hatte vorher eine andere Frau: Von 1990 bis 2003 war er mit seiner Managerin Martina Effenberg verheiratet. Aus diesem Grund sagte er einst: „Ob ich bei Bayern bleibe, entscheidet meine Frau.“ Gemeinsam mit Martina Effenberg hat er zwei Kinder: Noël-Etienne Effenberg und Ann-Kathrin Effenberg. Außerdem hatte seine erste Frau bereits eine Tochter, bevor sie mit Stefan Effenberg zusammenkam. Diese Tochter wurde von Stefan Effenberg adoptiert, sodass sie heute Nastassja Effenberg heißt.