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Was wurde aus...?

Roman Weidenfeller heute – Vom Eisbachtal auf die Weltbühne

Autor: Thomas

Zuletzt aktualisiert am

Es ist der 07. September 2018. Im Dortmunder Westfalenstadion befinden sich zahlreiche Stars auf dem Spielfeld und auf der Ersatzbank: Otto Addo, Thorsten Frings, Kevin Großkreutz, Michael Ballack, Lukas Podolski, Christoph Kramer, Tim Wiese… An der Seitenlinie stehen Jürgen Klopp und Peter Stöger. Nein, es handelt sich hierbei nicht um das Champions-League-Finale zwischen dem FC Liverpool und Borussia Dortmund, sondern es ist das Abschiedsspiel von Roman Weidenfeller. Der Torwart beendet nach 16 Jahren im Dress des BVB seine Karriere. So gilt Roman Weidenfeller heute als eines der prägenden Gesichter dieses Vereins. Deswegen lohnt sich ein Blick auf seine bedeutsame Karriere, um schließlich der Frage nachzugehen: Was wurde eigentlich aus Roman Weidenfeller?

Spielerprofil Roman Weidenfeller

Name:Roman Weidenfeller
Geburtstag:06.08.1980
Nation:
Größe:1,90 m
Gewicht:90 kg

Roman Weidenfeller Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

Der am 6. August 1980 geborene Roman Weidenfeller begann als Fünfjähriger bei den Sportfreunden Eisbachtal mit dem Fußballspielen. Als 15-Jähriger wechselte er zum 1. FC Kaiserslautern, wo er über die Amateure den Weg in die Profimannschaft fand. Zuerst war er dort nur Ersatztorhüter, aber am 04. November 2000 durfte er als 20-Jähriger bei einem 3:2-Sieg gegen den FC Schalke 04 sein Bundesliga-Debüt feiern. Einen großen Auftritt, der Roman Weidenfeller für Vereine außerhalb Kaiserslauterns interessant machte, war das Viertelfinal-Hinspiel im UEFA-Cup gegen PSV Eindhoven. Erst wenige Stunden vor Anpfiff erfuhr Weidenfeller, dass er für Stammtorhüter Georg Koch spielen musste, der sich im Abschlusstraining einen Ermüdungsbruch zugezogen hatte. Anschließend leistete er jedoch große Paraden und trug zum 1:0-Sieg der Roten Teufel bei.

Roman Weidenfeller Steckbrief

1995-1996Sportfreunde Eisbachtal
1996-19971. FC Kaiserslautern B Junioren
1997-19991. FC Kaiserslautern A Junioren
1998-20011. FC Kaiserslautern II
1999-20021. FC Kaiserslautern
2002-2004Borussia Dortmund II
2002-2018Borussia Dortmund

Sicherlich hatte auch dieses Spiel Anteil daran, dass Weidenfeller im Jahre 2002 zu Borussia Dortmund wechselte. Hier wurde er schnell Stammtorwart und gewann 2011 und 2012 die Deutsche Meisterschaft sowie 2012 und 2017 den DFB-Pokal. Außerdem stand er 2013 im Champions-League-Finale zwischen den Pfosten, welches Borussia Dortmund mit 1:2 gegen den FC Bayern München verlor. Für Lacher sorgt Weidenfeller bis heute durch seinen Spruch nach dem Gewinn seiner ersten Meisterschaft. So sagte er nach dem entscheidenden Spiel zu einem Reporter aus Dubai: „I think we have a grandios Saison gespielt“. Dieser Spruch stand bei seinem Abschiedsspiel schließlich auf seinem Abschiedsshirt.

Roman Weidenfellers Karriere in der Nationalmannschaft

Im Gegensatz zu seiner Karriere beim BVB kann Roman Weidenfeller heute auf eine nur sehr kurze Nationalmannschaftskarriere zurückblicken. Dies liegt vor allem daran, dass er bis 2013 trotz starker Leistungen im Verein nie nominiert wurde. Hierzu traf er 2011 folgende nicht unumstrittene Aussage: „Vielleicht sollte ich mir aber die Haare schneiden oder einfach etwas zierlicher werden.“ Anscheinend schien seine kritische Aussage jedoch Wirkung zu zeigen, denn ab November 2013 wurde er regelmäßig für Freundschaftsspiele nominiert. So durfte er am 19. November 2013 bei einem 1:0-Sieg gegen England sogar zwischen den Pfosten stehen. Weil er zu dem Zeitpunkt 33 Jahre und 105 Tage alt war, ist Roman Weidenfeller bis heute der älteste Torhüter, der jemals für die deutsche Nationalmannschaft debütierte.

Auch wenn er nie in der WM-Qualifikation im Kader gestanden hatte, wurde er für das WM Team Deutschland für die WM 2014 nominiert. In Brasilien zählte diese Mannschaft dabei zu den WM Favoriten der WM Teams und wurde ihrer Rolle schließlich gerecht, indem sie Weltmeister wurde. Weil Manuel Neuer als Torwart bis einschließlich zum WM Finale gesetzt war, kam Roman Weidenfeller dabei jedoch nicht zum Einsatz. Nach dem Turnier wurde er noch für einige Freundschafts- und EM-Qualifikationsspiele nominiert. Dabei kam es beim 7:0-Sieg gegen Gibraltar am 13. Juni 2015 zum letzten Einsatz Roman Weidenfellers in der Nationalmannschaft.

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Roman Weidenfeller nach seiner aktiven Karriere

Mit zwei Vereinen ist Roman Weidenfellers Steckbrief als Spieler relativ kurz. Vielleicht wird er deshalb noch als Trainer oder Manager einige weitere Vereine diesem Steckbrief hinzufügen wollen. Bisher bekamen die Fußballfans Roman Weidenfeller, als Trainer jedoch noch nicht zu sehen. Anstatt dessen ist Roman Weidenfeller heute TV-Experte und übernimmt für den BVB repräsentative Aufgaben. Allerdings werden sich viele BVB-Nostalgiker weiterhin Roman Weidenfeller als Trainer ihres Vereins wünschen.

Das Gehalt von Roman Weidenfeller

Auf 461 Spiele kommt Roman Weidenfeller für Vereine aus der Bundesliga. Nur fünf Spiele hingegen absolvierte Roman Weidenfeller für die Nationalmannschaft. Aus diesem Anlass stellen sich viele die Frage, wie viel der Torwart in seiner Karriere wohl verdient haben könnte. Im Jahre 2012 soll Roman Weidenfellers Gehalt circa 2,5 Millionen Euro pro Jahr betragen haben. Interessant dabei ist, dass Roman Weidenfeller auf Gehalt verzichtete, als Borussia Dortmund 2003 große finanzielle Probleme hatte. Wie hoch der genaue Anteil war, auf den der Keeper verzichtete, ist jedoch unbekannt, aber es lässt sich davon ausgehen, dass es circa 20 Prozent gewesen sind. Trotzdem soll Roman Weidenfeller heute ein geschätztes Vermögen von über 20 Millionen Euro haben.

Roman Weidenfeller privat

Roman Weidenfeller ist heute mit seiner Familie in einem Haus am Phoenix-See in Dortmund zu Hause. Seine Familie besteht dabei aus Roman Weidenfellers Frau Lisa Weidenfeller und seinem 2016 geborenen Sohn Leonard Weidenfeller. Das Paar lernte sich bereits 2010 kennen, 2015 haben sie geheiratet. Im Jahr 2018 gab es in den Medien Gerüchte um das Liebes-Aus der beiden. Auch bestätigte das Paar eine einvernehmliche Trennung. Zwei Jahre später war dann zwar von einer Versöhnung die Rede, aber der genaue Beziehungsstatus ist ungewiss. Ebenso ist ungewiss, ob Lisa Weidenfeller mittlerweile wieder im Haus am Phoenix-See wohnt. Des Weiteren engagiert sich Roman Weidenfeller privat für die Initiative „roterkeil.net“. Dieses Netzwerk setzt sich für Kinderrechte und das Kindeswohl ein.