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Frank Mill heute – Was wurde eigentlich aus dem Weltmeister, der das leere Tor nicht traf?

Autor: Thomas

Wenn es um die erfolgreichen Stürmer der 1980er-Jahre geht, muss man natürlich auch über Frank Mill reden. Besonders für die Vereine in Nordrhein-Westfalen hat er beeindruckende Leistungen im Sturmzentrum abgerufen und Frank Mills Vereine wie Mönchengladbach oder Dortmund haben ihn noch heute in guter Erinnerung. Früher war Frank Mill als aggressiver Stürmer in der 1. Bundesliga bekannt. Heute gibt er sein Wissen gerne an junge Talente weiter.

Spielerprofil Frank Mill

Name:Frank Mill
Geburtstag:23.07.1958
Nation:
Größe:1,76 m
Gewicht:75 kg

Frank Mill Steckbrief – Bei diesen Vereinen war er aktiv

Während Frank Mills Trainer ihn primär wegen seiner Torgefahr geschätzt haben, entwickelte er sich bei seinen Vereinen vorwiegend durch seine Aggressivität zu einem der Publikumslieblinge. Kaum ein anderer Spieler ist mit einer solchen Energie die 90 Minuten über den Platz gelaufen. Auch die Ellenbogen wurden mal eingesetzt, wenn er sich seinen Platz auf dem Feld erkämpfen musste. Besonders bei Vereinen wie Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund wurden solche Fähigkeiten der Spieler vom Publikum geschätzt.

Frank Mill Steckbrief

1972-1981Rot-Weiss Essen (Junioren / Profis)
1981-1986Borussia Mönchengladbach
1986-1994Borussia Dortmund
1994-1996Fortuna Düsseldorf

Große nationale Erfolge konnte Mill kaum feiern. Die größte Trophäe, die Frank Mills Vereine während seiner Zeit erringen konnten, war der DFB Pokal Sieg mit Dortmund, wo er sogar den Führungstreffer zum 4:1 Sieg gegen Bremen beigesteuert hat. Ferner hat er mit seinen Toren oftmals zum Klassenerhalt beigetragen und dabei vor allem für Vereine gespielt, die überraschende Erfolge feiern konnten, so etwa das historische 5:1 mit Borussia Mönchengladbach im Achtelfinale des Europapokals über Real Madrid. Die aggressive Art, für die Frank Mill heute noch bekannt ist, hat aber auch immer wieder zu Zerwürfnissen mit seinen Trainern und Managern gesorgt, weswegen er beispielsweise bei Borussia Mönchengladbach eher im Streit gegangen ist. Wohl nie vergessen wird Frank Mill den 9. August 1986, als er in einem Spiel gegen den FC Bayern das leere Tor nicht traf und der Ball vom Pfosten zurück ins Spiel prallte.

Frank Mills Karriere in der Nationalmannschaft

Was wurde eigentlich aus Frank Mill, wenn es um die Auftritte in der Nationalmannschaft ging? Bereits 1982, im Alter von 24 Jahren, gab er gegen Brasilien sein Debüt im Nationaltrikot. Oftmals wurde er in der WM-Qualifikation Deutschlands eingesetzt, konnte sich aber erst 1988 das erste Mal einen Platz in einem Turnierkader sichern. Als Teil des Teams, die zu den WM Favoriten für die WM 1990 galten, reiste er mit der Mannschaft und war das gesamte Turnier über im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Leider war es ihm nicht vergönnt, ein WM Viertelfinale oder gar WM Finale zu spielen und trotzdem gewann er zusammen mit der Mannschaft den WM Titel von 1990. Frank Mill ist heute einer der vergessenen Spieler dieses WM Teams, was mit Sicherheit auch damit zu tun hat, dass er eben keinen Einsatz hatte. Nach seinen eigenen Aussagen fühlt er sich daher auch nicht wirklich wie ein Weltmeister.

Erfolge konnte er hingegen mit der Olympia-Auswahl des DFB feiern. Mit acht Spielen bei olympischen Turnieren ist er bis heute der erfahrenste Spieler in diesem Bereich und konnte sich 1988 mit der Bronzemedaille in Seoul die Karriere in diesem Bereich mit einer persönlichen Bestleistung krönen.

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Frank Mill nach seiner aktiven Karriere

Bereits kurz nach dem Ende seiner aktiven Karriere versuchte sich Frank Mill als Funktionär im Fußballgeschäft. Dort wurde er aber bereits nach der ersten Saison 1996 / 1997 entlassen und es sollte das letzte Mal bleiben, dass er in offizieller Funktion für einen Verein aktiv war. Frank Mill als Trainer stand für ihn nach eigenen Aussagen nie zur Debatte, weil er nur wenig mit dem Betrieb hinter dem Profifußball anfangen konnte. Stattdessen hat sich Frank Mill heute als Unternehmer etabliert und führt verschiedene Geschäfte, die allerdings nichts mehr mit dem Sport zu tun haben.

Besondere Bekanntheit dürfte sein Engagement in der Fußballschule „Kidsactive“ sein. Hier hat er, gemeinsam mit anderen Fußballern, besonders von Borussia Dortmund, mehrere Schulen im gesamten Bundesgebiet gegründet, die der Nachwuchsförderung dienen und jungen Menschen die Chance geben sollen, den Schritt in den Profifußball zu wagen. Das ist die engste Verbindung, die Frank Mill heute noch mit dem Fußball hat.

Das Gehalt von Frank Mill

Auf Frank Mills Steckbrief sind einige der traditionsreichsten Vereine Deutschlands zu finden, die allerdings zu den Zeiten, in denen er dort aktiv war, nicht unbedingt als die reichsten Clubs in Deutschland galten. Entsprechend werden sich auch die Gehälter in seinen Verträgen präsentiert haben. In seinen ersten Jahren in Gladbach soll er etwa 400.000 Mark verdient haben, später dann in Dortmund bis zu einer Million Mark und einigen guten Optionen an Prämien. Man kann also davon ausgehen, dass Frank Mills Gehalt sich im Laufe der Jahre auf etwa fünf Millionen Euro belaufen hat. Damit wäre Frank Mill heute natürlich nicht mehr zu halten, aber damals wurden einfach deutlich geringere Gehälter bezahlt.

Frank Mill privat

Frank Mills Frau Beate ist bereits im Jahr 2006 verstorben. Mit ihr hatte er zwei gemeinsame Kinder, das Paar hat sich allerdings noch während seiner aktiven Laufbahn im Fußball getrennt. Heute ist er privat als Unternehmer tätig und betreibt darüber hinaus eine Fußballschule, die verschiedene Einrichtungen überall in Deutschland hat. Hier werden junge Fußballer ausgebildet und sollen eine solche Chance im Profifußball bekommen oder einfach nur ein bisschen Spaß mit dem Ball haben. Wer Frank Mill heute noch auf dem Platz sehen möchte, kann dies bei der Traditionsmannschaft des BVB haben. Hier tritt er regelmäßig mit anderen Legenden des Vereins noch einmal an und misst sich dabei mit anderen Traditionsmannschaften von deutschen Vereinen.