Fußball heute: Beim VfB Stuttgart bahnt sich ein Transfer-Poker um einen Publikumsliebling an: Galatasaray wirbt intensiv um Angreifer Ermedin Demirovic. Ein erstes offizielles Angebot des türkischen Meisters liegt bereits vor – den Schwaben ist es allerdings zu niedrig.
Das Werben des türkischen Meisters
Nach exklusiven Informationen von Sky steht der 28-jährige Bosnier ganz oben auf der Wunschliste der „Löwen“, die für ihre Offensive einen Stürmer suchen. Wie sport.de unter Berufung auf den Sender berichtet, ging am Mittwoch ein konkretes Angebot über etwas mehr als 15 Millionen Euro in Stuttgart ein. Dem Champions-League-Teilnehmer ist Demirovic offenbar so wichtig, dass er ihn zusätzlich mit einem über drei bis vier Jahre laufenden Vertrag und einem deutlich besseren Salär überzeugen will.
Für den VfB reicht die gebotene Summe bislang jedoch nicht. Die Verantwortlichen sehen in Demirovic einen wichtigen Spieler und dürften für einen Verkauf eine deutlich höhere Ablöse aufrufen – zumal der Marktwert des Angreifers spürbar über der ersten Offerte liegt.
Der VfB plant mit ihm – doch unverkäuflich ist er nicht
Grundsätzlich rechnet Stuttgart auch in der neuen Saison fest mit dem Nationalspieler. Ausgeschlossen ist ein Verkauf laut Sky-Transferexperte Patrick Berger aber nicht – eine endgültige Entscheidung sei in dieser Frage offenbar noch nicht gefallen. Vertraglich ist der Stürmer ohnehin langfristig gebunden: Sein Kontrakt läuft noch bis 2028.
Schon vor einigen Wochen hatte es Wechselgerüchte gegeben, denen Trainer Sebastian Hoeneß damals deutlich widersprach. „Mein Ziel ist es immer, die besten Spieler beim VfB zu haben, und Medo ist einer unserer besten Spieler“, stellte der Coach klar. Angespannter ist die Lage im Sturmzentrum zuletzt dennoch geworden – vor allem durch die Verpflichtung von Dzenan Pejcinovic, die die Konkurrenz im Angriff zusätzlich anheizt.
Demirovics klares Bekenntnis
Beim Anhang genießt Demirovic längst Kultstatus – nicht zuletzt, weil er ein beim Stuttgarter Frühlingsfest gegebenes Bier-Versprechen einlöste, nachdem sich sein Heimatland für die WM qualifiziert hatte. Sportlich rechtfertigt er die Zuneigung: In der vergangenen Spielzeit brachte er es im Schnitt auf eine direkte Torbeteiligung alle 109 Minuten, und seit seinem Wechsel kommt der 2024 für kolportierte rund 23 Millionen Euro vom FC Augsburg geholte Angreifer inzwischen auf 32 Treffer in 87 Pflichtspielen.
Er selbst hatte sich Anfang August unmissverständlich zum VfB bekannt. „Ein Abgang war für mich kein Thema“, sagte Demirovic der Bild. Er habe die Gerüchte im Urlaub mitbekommen, aber stets betont, in Stuttgart bleiben zu wollen: „Ich harmoniere sehr gut mit dem Trainer. Da hat sich in meinem Kopf nichts verändert.“ Ob dieses Bekenntnis dem finanziellen Werben aus Istanbul standhält, dürften die kommenden Tage bis zum Ende des Transferfensters zeigen.
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