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Reals Güler lässt Gasperini schwärmen – „Nie einen Spieler gesehen, der…“

Real-Madrid-Fans

Fußball heute: Im Gastspiel bei der AS Rom saß Arda Güler (21) rund eine Stunde auf der Bank – dann drehte er das Spiel für Real Madrid. Drei seiner Ecken führten direkt zu Toren, aus einem 1:3 wurde in der Champions League noch ein 4:3. Das berichten fussballeuropa.com und ligablatt.de.

Real Madrid: Gülers Ecken drehen das Spiel in Rom

Nach dem 1:3 in der 57. Minute reagierte Trainer José Mourinho und brachte Güler sowie Sturmtalent Endrick für die enttäuschenden Vinícius Júnior und Denzel Dumfries. Zunächst brauchten die Gäste etwas Zeit, um sich neu zu sortieren. In der Schlussphase erhöhten sie jedoch den Druck – und der türkische Nationalspieler wurde zum Matchwinner.

Los ging es in der 83. Minute: Gülers Ecke von links fand den Kopf von Endrick, Roma-Keeper Pierluigi Gollini parierte, doch Carlos Espí staubte zum 2:3 ab. Nur zwei Minuten später köpfte Endrick nach einer weiteren Ecke von links zum 3:3 ein. In der 90. Minute zirkelte Güler den Ball von rechts herein, Antonio Rüdiger stocherte ihn zum Sieg über die Linie.

AS Rom: Malen-Doppelpack reicht nicht zum Sieg

Wenig hatte zuvor auf diese Wende hingedeutet. Marten de Roon brachte die Römer in der 20. Minute mit einem abgefälschten Distanzschuss in Führung, rund fünf Minuten später glich Kylian Mbappé auf fast identische Weise aus. Real wurde seiner Favoritenrolle dennoch nicht gerecht, zeigte Lücken in der Defensive und kreierte nach vorne nur wenig.

Bestraft wurde das von einem alten Bekannten aus der Bundesliga. Der frühere Dortmunder Donyell Malen erzielte in der 51. und 57. Minute seinen ersten Doppelpack in der Champions League und stellte auf 3:1. Auch Vinícius Júnior enttäuschte erneut. Dass Real trotzdem jubeln durfte, lag vor allem an der Joker-Entscheidung des Trainers.

Gian Piero Gasperini: „noch nie einen Spieler gesehen“

Selbst der Gegner war hinterher voll des Lobes. „Ich habe noch nie einen Spieler gesehen, der in seinem Alter über ein so außergewöhnliches Talent verfügt“, sagte Roma-Coach Gian Piero Gasperini laut fussballeuropa.com. „Seine Spielübersicht, seine Technik, seine Gelassenheit und sein Spielverständnis sind außergewöhnlich. Er braucht nicht viele Ballberührungen, um etwas zu bewirken.“

Gasperini zog anschließend einen bemerkenswerten Vergleich. Auf das Tempo von Mbappé könne man sich vorbereiten, gegen die Läufe von Bellingham die Abwehr organisieren, „aber wie bereitet man sich auf einen Spieler vor, der einen Pass sieht, bevor alle anderen überhaupt bemerken, dass die Gelegenheit überhaupt besteht?“, fragte der Italiener.

Arda Güler: Real Madrids effizientester Angreifer

Noch mehr Lob hatte der Roma-Coach parat. „Viele Spieler sind technisch begabt, aber Arda verbindet Technik mit einem unglaublichen Fußballverstand“, schwärmte er. „Das Beängstigendste ist, dass er schwierigen Fußball einfach aussehen lässt.“ Lasse man ihm auch nur ein bisschen Raum, bestrafe er einen.

Die Zahlen untermauern dieses Urteil. Laut ligablatt.de kommt Güler in nur 457 Minuten auf sechs Torbeteiligungen – eine alle 76 Minuten. Damit ist er Reals effizientester Offensivspieler: Mbappé braucht fast 82 Minuten pro Scorerpunkt, Jude Bellingham 133, Neuzugang Yan Diomande 152 und Vinícius Júnior knapp 183.

Real-Pläne mit Güler: Verlängerung bis 2032?

Eigentlich könnte die Bilanz sogar noch besser aussehen. Sein Freistoß gegen Elche wurde wegen einer leichten Berührung offiziell als Eigentor von Torhüter Matías Dituro gewertet. Auch im Verein hat man den Wert des Spielmachers längst erkannt: Real soll bereits einen Plan entworfen haben, der eine vorzeitige Verlängerung von 2029 bis 2032 vorsieht.

Mit seinem Auftritt in Rom hat Güler ein klares Signal an Mourinho gesendet. Wer von der Bank aus ein Spiel derart verändert, meldet zwangsläufig Ansprüche auf mehr Einsatzzeit an. Einen Stammplatz garantiert ihm das zwar nicht, die Argumente liegen aber auf seiner Seite. Gut möglich also, dass der 21-Jährige künftig häufiger von Beginn an ran darf.

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