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NFL News: Trotz 3:2-Start – darum sind die Bengals auf Play-off-Kurs

3:2 nach fünf Spielen – für die Ansprüche der Cincinnati Bengals ist das eher enttäuschend. Trotzdem gehen sie mit guten Aussichten in die Bye Week: ESPNs Football Power Index gibt ihnen eine Play-off-Wahrscheinlichkeit von 76 Prozent, wie Yahoo Sports und Bengals Wire berichten. Für den Titel in der AFC North sind es nur 33 Prozent – und der Weg dorthin hängt an einer alten Schwäche.

NFL: Bengals mit leichtem Restprogramm – und einer Warnung aus dem Vorjahr

Der Restspielplan zählt zu den leichteren der Liga. Aus der AFC North haben die Bengals bislang nur die Steelers gespielt, nach der Pause wartet Baltimore, danach folgen laut Bengals Wire vergleichsweise schwache Gegner: Tennessee (0:5), Washington (1-3-1), New Orleans (1:4), Carolina (2:2) und Indianapolis (2:3). Auf dem Papier ist das ein Programm, das Platz für eine Siegesserie lässt.

Entscheidend sei, solche Spiele diesmal auch zu gewinnen – anders als im Vorjahr bei der Niederlage gegen die schwachen Jets, als Justin Fields wie Patrick Mahomes aussah. Die Pause soll deshalb genutzt werden, um Fehler abzustellen, sonst nütze der einfache Spielplan nichts. Für Cincinnati ist die Lehre aus 2025 klar: Ein leichter Gegner ist nur dann ein Vorteil, wenn man ihn auch wie einen behandelt.

Cincinnati Bengals: Divisionsduelle als Schlüssel zur AFC North

In Pittsburgh verlor Cincinnati in Week 3 nur mit drei Punkten, das Rückspiel und vier weitere Divisionsduelle bieten die Chance auf eine starke Bilanz in der AFC North. Als Voraussetzungen nennt Bengals Wire bessere Leistungen der Linebacker und Safeties, ein funktionierendes Laufspiel und Gesundheit – drei Punkte, die in der Vergangenheit regelmäßig den Unterschied zwischen Play-offs und Enttäuschung ausmachten.

Auffälligste Veränderung ist die Defense. Laut Next Gen Stats setzen die Bengals Quarterbacks bei 40,4 Prozent der Dropbacks unter Druck, der achtbeste Wert der NFL, blitzen aber nur in 18,2 Prozent der Snaps – der Druck kommt also aus der Front. Früher hing die Pass Rush fast allein von Trey Hendrickson ab, nun verteilt sie sich auf mehrere Schultern.

Bengals-Defense: Druck aus der Front statt Hendrickson-Abhängigkeit

Für ein Team, das jahrelang über seine Offense definiert wurde, ist das ein bemerkenswerter Wandel. Eine Front, die ohne Blitz Druck erzeugt, entlastet die Secondary und macht die Defense weniger berechenbar – genau die Stabilität, die Cincinnati in den engen Divisionsspielen gegen Baltimore und Pittsburgh brauchen wird.

Abseits der Statistiken sorgt Receiver Dohnte Meyers mit seiner Geschichte für Aufmerksamkeit. Er zahlte einst für ein Probetraining bei einem CFL-Team und lieferte nebenbei Essen aus, ehe er den Sprung in die NFL schaffte. In einem Kader voller hochdotierter Namen ist er der Beleg dafür, dass der Weg in die Liga auch über Umwege führen kann.

Bye Week in Cincinnati: Vorbereitung statt Erholung

Unter dem Strich stehe das Team trotz des gemischten Starts gut da, sofern es die vermeintlich schwächeren Gegner besiegt. Die Bye Week ist damit weniger Erholung als Vorbereitung. Wer die Fehler der ersten fünf Spiele jetzt nicht abstellt, wird sie gegen Tennessee oder New Orleans genauso wiederholen wie gegen Baltimore.

Nach der Pause gegen die Ravens zu bestehen und anschließend die Pflichtaufgaben zu lösen, würde aus 76 Prozent eine Gewissheit machen. Erneut gegen einen Außenseiter zu stolpern, würde dagegen den einfachsten Spielplan der Liga verspielen – und die Bengals an das Vorjahr erinnern, in dem ein Jets-Quarterback plötzlich wie ein MVP aussah.

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