In einer historischen Entscheidung hat Matthew Stafford von den Los Angeles Rams die begehrte NFL MVP-Auszeichnung 2025 erhalten – und das mit dem denkbar knappsten Vorsprung seit über zwei Jahrzehnten. Der Quarterback setzte sich mit lediglich fünf Punkten gegen Drake Maye von den New England Patriots durch (366 zu 361 Punkte).
Mit 37 Jahren schreibt Stafford Geschichte als ältester Spieler, der erstmals zum wertvollsten Spieler der Liga gekürt wird. Bei der emotionalen Preisverleihung verkündete der Veteran zudem seine Rückkehr für die kommende Saison 2026.
NFL MVP 2025: Knappste MVP-Wahl seit 2003
Die Abstimmung entwickelte sich zu einer der umstrittensten der jüngeren NFL-Geschichte. Von insgesamt 50 stimmberechtigten Medienmitgliedern votierten 24 für Stafford als Erstplatzierung, während Maye 23 Erststimmen erhielt. Doch die wahre Brisanz liegt in den restlichen drei Stimmen: Josh Allen von den Buffalo Bills bekam zwei Erststimmen, während Justin Herbert von den Los Angeles Chargers eine einzige erhielt – ausgerechnet von Sam Monson, einem Analysten von Pro Football Focus.
Diese eine Stimme für Herbert, der nicht einmal unter den offiziellen Finalisten war, wurde zum Zünglein an der Waage. Hätte Monson stattdessen für Maye gestimmt, wäre der junge Patriots-Quarterback zum MVP gekürt worden. Stafford dominierte die Regular Season mit ligaweit führenden 4.707 Passing Yards und beeindruckenden 46 Touchdowns, während Maye sein Team zu einer 14-3-Bilanz und dem AFC East-Titel führte. Die Rams beendeten die Saison mit 12 Siegen und 5 Niederlagen.
Monson verteidigte seine kontroverse Entscheidung öffentlich: „Ich war derjenige, der für Justin Herbert gestimmt hat. Der Typ hatte die schlechteste Offensive Line der gesamten NFL während der ganzen Saison und trotzdem vollbrachte er in fast jedem einzelnen Spiel Wunder. Staffords O-Line wurde für fünf Minuten zu zwei Fünfteln so schlecht wie Herberts und er verwandelte sich in eine Turnover-Haubitze. Herbert verkörperte ‚Wert‘.“
Beste Statistiken vs. größter Wert: Die MVP-Diskussion
Die Kontroverse wirft fundamentale Fragen über die Bewertungskriterien der prestigeträchtigen Auszeichnung auf. Monson argumentierte, dass seine Wahl die subjektive Natur des „Value“-Konzepts widerspiegele. Herbert habe unter katastrophalen Bedingungen – insbesondere hinter der schwächsten Offensive Line der Liga – außergewöhnliche Leistungen erbracht, was den Kern der „Wertigkeit“ treffe.
Die NFL hatte erstmals 2024 offizielle Richtlinien für Abstimmende eingeführt, die den MVP-Award klar als Auszeichnung für die „wertvollste“ Saison definieren – im Gegensatz zum All-Pro-Status, der primär statistische Exzellenz honoriert. Diese Unterscheidung macht die Bewertung jedoch nicht einfacher, wie Monson betonte: „MVP ist die einzige Auszeichnung, die am schwersten ‚korrekt‘ zu bestimmen ist, weil der Fokus auf ‚Wert‘ liegt, was im Grunde unmöglich objektiv zu bewerten ist bei so vielen Abhängigkeiten.“
Die diesjährige Abstimmung erinnert an die letzte vergleichbar knappe Entscheidung aus dem Jahr 2003, als Peyton Manning und Steve McNair zu Co-Gewinnern erklärt wurden. Die Debatte um unterschiedliche MVP-Philosophien ist nicht neu, gewann aber durch Monsons unkonventionelle Stimme neue Brisanz.
Stafford kündigt Rückkehr für 2026 an
Bei der Preisverleihung sorgte Stafford für einen emotionalen Moment, als er seine Töchter auf die Bühne holte. Der 37-Jährige nutzte die Gelegenheit, um seine Zukunftspläne zu verkünden: „Ihr seid unglaubliche Cheerleader für mich… Ich kann es kaum erwarten, dass ihr mich nächstes Jahr anfeuert.“
Mit Blick auf die kommende Saison fügte er hinzu: „Wir sehen uns nächstes Jahr… Hoffentlich bin ich nicht bei dieser Veranstaltung und wir bereiten uns auf ein weiteres Spiel im SoFi vor.“ Die Aussage deutet auf Staffords Ambitionen hin, die Rams in den Super Bowl 2027 zu führen.
Für Drake Maye bleibt trotz der knappen Niederlage die Hoffnung auf zukünftige Auszeichnungen – möglicherweise eine Super Bowl MVP-Trophäe. Die Patriots konnten sich bei anderen Awards der Saison durchsetzen, was die erfolgreiche Entwicklung des jungen Quarterbacks unterstreicht. Die historische Abstimmung von 2025 wird jedoch als eine der kontroversesten in die NFL-Geschichte eingehen.
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