141 Spiele in Folge mit mindestens 20 Punkten – beim Heimauftakt der Oklahoma City Thunder gegen Denver ist die Rekordserie von Shai Gilgeous-Alexander gerissen. Der MVP blieb in der ersten Hälfte ohne Feldkorb und kam am Ende auf 17 Punkte, wie NBC Sports berichtet. Bemerkenswert ist weniger das Ende der Serie als die Art, wie der Kanadier damit umging.
NBA: SGA-Serie endet nach 141 Spielen – mit 2 von 13 nach drei Vierteln
Die Zahlen des Abends waren ungewohnt. Bis zum Ende des dritten Viertels traf Gilgeous-Alexander nur 2 von 13 Würfen, erst im Schlussviertel lief es mit 4 von 6 besser. Für die Serie reichte das nicht – sie hatte am 1. November 2024 begonnen, im Vorjahr hatte SGA damit Wilt Chamberlains Bestmarke von 127 Spielen überboten.
Coach Mark Daigneault hätte seinen Star für den Rekord auf dem Feld gelassen. Doch 1:43 Minuten vor Schluss bat der Spieler selbst um seine Auswechslung. Laut Daily-Thunder-Reporter Brandon Rahbar lobte Daigneault die Klasse und Perspektive dieser Entscheidung – von allem, was er an ihm bewundere, stehe das ganz oben. Für einen Trainer, der mit SGA bereits einen Titel gewann, ist das eine bemerkenswerte Einordnung.
Thunder-Star Gilgeous-Alexander: „You always treat the game with respect“
Gilgeous-Alexander selbst erklärte, er habe gesehen, dass Denver seine tiefe Bank gebracht hatte, und fand, man müsse ebenfalls wechseln. „You always treat the game with respect“, sagte er gegenüber NBC Sports. Ein Rekord, der durch Garbage-Time-Minuten gerettet wird, hätte für ihn offenbar weniger Wert gehabt als die Geste gegenüber dem Gegner.
Trotz des Wurfpechs war SGA mit +21 der beste Plus-Minus-Wert seines Teams und traf den entscheidenden Dreier zum 96:84-Sieg. Jalen Williams war mit 21 Punkten Topscorer – ein Hinweis darauf, dass die Thunder auch an schwachen Abenden ihres Anführers Lösungen finden. Genau diese Tiefe hatte sie im Vorjahr zum Titel getragen.
Oklahoma City Thunder gegen Denver: Zwei MVPs ohne Form, ein Sieger
Denver hatte die ersten drei Viertel meist geführt, nie aber zweistellig. Nikola Jokic erwischte mit 13 Punkten bei 5 von 19 Würfen, sieben Rebounds und fünf Assists ebenfalls einen schwachen Abend. Ein Duell zweier MVPs, in dem beide ihre Form suchten – und das am Ende das Team mit der besseren Bank gewann.
Für Oklahoma City bleibt der Sieg zum Heimauftakt die wichtigste Nachricht. Für Gilgeous-Alexander endet eine Serie, die ihn in die Geschichtsbücher gebracht hat, mit einer Entscheidung, die seinen Status in der Kabine eher stärkt als schwächt. Wer den eigenen Rekord dem Respekt vor dem Spiel unterordnet, muss sich um seinen Ruf keine Sorgen machen.
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