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Hütter-Effekt bei Eintracht Frankfurt – und die eine Sache, die noch fehlt!

Eintracht-Frankfurt-Fans

Fußball heute: Bei Eintracht Frankfurt herrscht wenige Wochen nach der Rückkehr von Adi Hütter Aufbruchstimmung. Der Trainer begeistert Fans und Mannschaft, sein Effekt schlägt schnell durch. Doch damit die Wende gelingt, fehlt dem Kader aus Sicht des Trainers noch ein entscheidendes Element: laute Anführer auf dem Platz.

Eintracht Frankfurt: Warum der Hütter-Effekt so schnell wirkt

Sportvorstand Markus Krösche liefert in der Bild gleich mehrere Erklärungen für die rasche Wirkung des Rückkehrers. Zum einen sei da die Erfahrung: „Adi ist natürlich ein sehr erfahrener Trainer. Aufgrund der Erfahrung weiß er einfach, was er wie machen muss.“ Zum anderen kenne Hütter Klub und Umfeld bereits aus seiner ersten Amtszeit – ein klarer Vorteil.

Vor allem inhaltlich erkennt Krösche schon jetzt eine Handschrift. „Da siehst du schon ganz klar, die ganzen Strukturen gegen den Ball, das hat Hand und Fuß“, schwärmte er und verwies auf klare, unkomplizierte Prinzipien. Sichtbar wurde das beim überzeugenden 3:0 gegen Trabzonspor, als die Eintracht kompakter, aggressiver im Pressing und deutlich strukturierter auftrat als zuletzt. Dazu komme Hütters positive Energie und offene Art, die im Umfeld bestens ankomme.

Was noch fehlt: laute Führungsspieler

Bei aller Euphorie sieht Hütter aber eine Baustelle. Nach Bild-Informationen fahndet der Trainer gezielt nach Persönlichkeiten, die auf dem Platz vorangehen und ihre Meinung lautstark einbringen – so, wie es in seiner ersten Amtszeit etwa Gelson Fernandes tat. Genau daran mangelt es der aktuellen Mannschaft, die zu leise auftritt.

Auch der Wunschzugang fürs zentrale Mittelfeld ändert daran wenig: Raphael Onyedika gilt als eher stiller Charakter. Sportlich kann der Nigerianer sofort helfen – schließlich setzte er Hütters früherem Klub AS Monaco vor knapp einem Jahr mit dem FC Brügge beim 4:1 schwer zu und markierte dabei selbst einen Treffer. Als lautstarker Anführer ist er aber nicht der Typ. In diese Rolle hätte Robert Andrich gepasst, doch mit der Entscheidung für Onyedika zerschlug sich dessen Verpflichtung.

Krösches klare Forderung an die Führungsspieler

Beim Blick auf den vorhandenen Kader fällt die Bilanz gemischt aus. Voll überzeugt in dieser Hinsicht bislang nur Stürmer Jonathan Burkardt, der Verantwortung übernimmt und an Präsenz zugelegt hat. Der zurückhaltende Mario Götze bringt zwar Erfahrung mit, dürfte aber kaum alle Spiele bestreiten, während Torwart Kaua Santos an Präsenz gewinnt – allein reicht das aber nicht.

Entsprechend deutlich wird Krösche. „Wir haben genug Spieler, die auch Verantwortung übernehmen können“, sagte er, verband das aber mit einer Erwartung: „Sie haben den Anspruch, Führungsspieler zu sein, dem müssen sie dann halt gerecht werden. Diese Aufgabe stellen wir auch an sie. Aber wir schauen natürlich auch, wie wir uns noch verstärken können.“ Zum Onyedika-Transfer selbst blieb er vorsichtig: Laut hessenschau sind sich beide Seiten zwar mündlich einig, ein Durchbruch bei der Ablöse steht aber noch aus.

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