Fußball heute: Der 1. FC Nürnberg musste seine komplette Stamm-Viererkette ersetzen – und setzt in der Abwehrzentrale unter anderem auf Fynn Otto. Der spielstarke Innenverteidiger spricht über seine ersten Wochen, eine überstandene Verletzung und den größten Unterschied zu seinen bisherigen Stationen.
1. FC Nürnberg: Otto rechtzeitig in Form
Nach dem Umbruch in der Defensive gilt Otto als einer der Zugänge, die die Lücken schließen sollen – fußballerisch stellt der 24-Jährige nach Einschätzung von Clubfokus sogar eine Aufwertung dar. Ein Dämpfer war zuletzt eine muskuläre Blessur im Oberschenkel, die inzwischen aber ausgestanden ist. „Das ist jetzt aber völlig verheilt und halb so wild. Ich bin schon nah an den 100 Prozent und sehr gut in Form“, betonte der Innenverteidiger mit Blick auf den Saisonstart.
Eine Kostprobe seines Könnens gab er bereits im Testspiel im Trainingslager in Südtirol gegen den italienischen Zweitligisten FC Palermo. Wichtig für sein Spiel sei das Vertrauen in die Mitspieler: „Es macht schon Spaß, wenn du weißt, du hast Mitspieler, denen du immer den Ball geben kannst. Das ist sehr wichtig und gibt dir viel Sicherheit.“
Gutes Zusammenspiel mit Markhiyev
Besonders das Zusammenspiel mit Adam Markhiyev hebt Otto hervor. Kippt der Sechser bei Bedarf in die Abwehrreihe zurück, kann der Innenverteidiger seine Qualitäten im Vorwärtsdribbling umso stärker zur Geltung bringen. „Es ist immer gut, wenn du einen Sechser hast, der sich immer mal fallen lässt und die Innenverteidigung unterstützt“, erklärte er. Markhiyev sei „schon der Dreh- und Angelpunkt bei uns im Mittelfeld“.
Solche Abläufe geben der neu formierten Abwehr Struktur – ein wichtiger Faktor, nachdem der Club seine gesamte Stammverteidigung aus der Vorsaison ersetzen musste. Otto, der zuvor beim SC Verl in der 3. Liga zum Stammspieler gereift war, soll dabei mit seiner Aufbaustärke eine tragende Rolle übernehmen.
Der große Unterschied: die Fans
Auf die Eindrücke aus dem Trainingslager angesprochen, macht der gebürtige Wiesbadener im Vergleich zu seinen früheren Klubs kaum Abweichungen aus. Intensiver sei die Arbeit in Südtirol nicht gewesen, vieles sei „relativ ähnlich“ abgelaufen wie gewohnt. Einen entscheidenden Punkt macht er aber doch aus – wie nordbayern mit Blick auf sein Profil betont, kommt Otto von deutlich kleineren Klubs.
„Der größte Unterschied sind die Fans. Dass so viele mitkommen, kannte ich zuvor noch nicht. Da war alles etwas kleiner“, schwärmte Otto vom Nürnberger Anhang. Entsprechend groß dürfte die Vorfreude sein, erstmals im Max-Morlock-Stadion vor den Club-Fans aufzulaufen – im anstehenden Test gegen Real Oviedo.
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