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Hannover 96: Klare Strukturen, Kaderabbau – und ein heikler Einzelfall

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Fußball heute: Sandro Wagner krempelt bei Hannover 96 die Kaderstruktur um – und zwar zügig. Spätestens nach dem Spiel in Magdeburg soll der aktuell 27 Feldspieler und drei Torhüter umfassende Kader verkleinert werden. Zielgröße laut 96-Boss Jonas Boldt: 20 Feldspieler, drei Torhüter plus Nachwuchsergänzungen, wie Bild berichtet.

Hannover 96: Wagner forciert Nachwuchs-Integration – Siewert vor Zweitliga-Debüt

Das von Vorgänger Christian Titz eingeführte Perspektivtraining bleibt erhalten, wird aber umstrukturiert. Die Talente sollen künftig auf den Plätzen neben der 96-Arena trainieren, sich in der Profikabine umziehen und regelmäßig zu einzelnen Profi-Einheiten stoßen. Wagner formuliert den Anspruch klar: „Jetzt möchten wir die Zusammenarbeit weiter forcieren und die Arbeit der Akademie bestmöglich unterstützen.“ Jasper Reinhold soll dabei dauerhaft im Profikader bleiben, Abwehrjuwel Joshua Siewert (17) könnte unter Wagner sogar bald sein Zweitliga-Debüt feiern – bemerkenswert für einen 17-Jährigen in einer Phase, in der der neue Trainer eigentlich den Kader verschlankt.

Auf der anderen Seite stehen mehrere Youngster unter erheblichem Druck. Kurt, Husser, Vogel, Ünal und Hobrecht spielten zuletzt mit der U23 – Wagner verzichtete trotz Personalnot auf sie. Das ist ein deutliches Signal des neuen Trainers, der offensichtlich klar zwischen Perspektivspielern mit Zukunft und jenen ohne Rolle im Profikader unterscheidet. Ein besonders heikler Fall ist Mwisho Mhango (19): Wagner hat ihn noch nicht kennengelernt, eine negative erste Bewertung könnte sein Aus im Profikader bedeuten. Eine Rückkehr zur U23 wäre dabei keine Option – in der 4. Liga ist Mhango nicht spielberechtigt. Für den 19-Jährigen steht damit in den kommenden Wochen sehr viel auf dem Spiel.

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