Fußball heute: Der Transferpoker um Said El Mala erreicht seine heiße Phase. Borussia Dortmund hat sein Angebot noch einmal deutlich erhöht und nähert sich der Kölner Forderung an. Doch der 1. FC Köln gibt sich betont entspannt – und ein Knackpunkt bremst die Einigung weiter aus.
Borussia Dortmund: Das Angebot wächst
Wie der Express berichtet, geht der BVB im Werben um den 19-Jährigen inzwischen all-in. Demnach bieten die Schwarz-Gelben rund 48 Millionen Euro fixe Ablöse plus Bonuszahlungen – womit die kolportierte Kölner Schmerzgrenze von 50 Millionen grundsätzlich in Reichweite läge. Ein solcher Wechsel wäre für beide Klubs ein Vereinsrekord. Andere Medien wie Sky widersprechen den genauen Zahlen allerdings und sehen den Gesamtwert niedriger.
BVB-Geschäftsführer Lars Ricken erklärte, warum sich die Gespräche ziehen: „Ich glaube, dass wir wirklich um jeden Euro kämpfen.“ Man habe sich schon im April erstmals getroffen und den Deal um Konstantinos Karetsas erst kürzlich abgeschlossen, weil wirtschaftlich vernünftiges Arbeiten wichtig sei.
Finanzieller Spielraum – und Alternativen in der Schublade
Am Geld dürfte ein Transfer nicht scheitern. Durch die Abgänge von Niklas Süle (Karriereende), Julian Brandt (Ajax Amsterdam), Karim Adeyemi (FC Barcelona) und Salih Özcan (Besiktas) reduziert der BVB seine Gehaltslast nach eigenen Angaben um mehr als 40 Millionen Euro, hinzu kommen etwa 35 Millionen aus Spielerverkäufen. Das verschaffe Handlungsfähigkeit, betonte Ricken – man wolle „sportlich und wirtschaftlich die richtige Entscheidung treffen“.
Sollte der Deal platzen, hat Dortmund nach Rickens Worten aber vorgesorgt: „Wir haben ganz viele Ideen noch.“ In vielen Märkten beginne der Transfermarkt gerade erst – am Ende werde man sehen, was die beste Lösung sei.
1. FC Köln: Kessler demonstriert Gelassenheit
Beim 2:1-Erfolg im Test gegen Real Sociedad stand die Personalie über allem, während El Mala gut eine Stunde auf dem Platz stand. Sportchef Thomas Kessler gab sich bei MagentaSport aber betont ruhig: „Wir haben einen langfristigen Vertrag mit ihm und keinen Grund, den Spieler abzugeben.“ Zugleich stellte er klar: „Wenn etwas kommt in einer Größenordnung für den 1. FC Köln, dass wir uns unterhalten wollen, dann würden wir das auch tun.“ Ein festes Preisschild wies er zurück – es gebe lediglich einen Bereich, über den man reden würde.
Wie RevierSport berichtet, soll dieser Bereich im mittleren zweistelligen Millionenbereich liegen. Zum Stolperstein wird derzeit vor allem eine mögliche Weiterverkaufsklausel, über die sich beide Seiten noch nicht einig sind – dazu die exakte Höhe der Ablöse. Auch El Malas Ex-Trainer Olaf Janßen meldete sich zu Wort: Er wünsche sich einen Verbleib, glaube aber, dass der BVB Kölns Schmerzgrenze am Ende akzeptieren werde. Rund drei Wochen bleiben noch, ehe das Transferfenster schließt.
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