Fußball heute: Beim FC Bayern zeichnet sich im Fall João Palhinha ein Patt ab: Sportdirektor Christoph Freund hat dem Portugiesen unmissverständlich die Zukunft abgesprochen, doch der Mittelfeldspieler pocht auf einen Verbleib. Zugleich wächst der Kreis der Interessenten – nun soll auch ein finanzstarker Premier-League-Klub eingestiegen sein.
FC Bayern: Freund macht Palhinhas Ausbootung deutlich
Nach seiner Leihrückkehr plant der Rekordmeister nicht mehr mit Palhinha. Das stellte Sportdirektor Freund am Rande des Testspiels in Wiesbaden klar. „Sie wissen Bescheid, sie trainieren jetzt mit, aber sie werden in unseren Planungen keine große Rolle mehr spielen“, sagte er mit Blick auf Palhinha und Sacha Boey – und empfahl beiden, „dass sie ihre nächsten Schritte woanders gehen“.
Der Portugiese selbst sieht das völlig anders. „Der Plan ist, meine Position hier zu behalten“, sagte er der Abendzeitung und widersprach damit offen dem Sportdirektor. Auch in die Vorbereitung war der 31-Jährige zunächst normal gestartet – an der Haltung der Bayern-Bosse dürfte das aber nichts ändern.
Neuer Interessent aus der Premier League
Bewegung kommt derweil vom Transfermarkt. Wie englische Medien berichten (talkSPORT), hat neben Aston Villa nun auch Newcastle United Palhinha ins Visier genommen. Der Grund liegt im Umbruch im Mittelfeld der „Magpies“: Weil Sandro Tonali (zu Tottenham) und Bruno Guimarães (zum Meister Arsenal) den Klub für zusammen rund 204,5 Millionen Euro verließen, sitzt bei Newcastle nun viel Geld locker.
Als Wunschlösung gilt bei den Engländern zwar Pierre-Emile Höjbjerg von Olympique Marseille; scheitert dieser Transfer, rückt laut den Berichten Palhinha als erste Alternative nach. Für Bayern wäre ein weiterer Bieter durchaus willkommen – es erhöht die Aussicht auf einen besseren Verkaufserlös.
Verlustgeschäft trotz Konkurrenz
Ganz aufholen lässt sich der Aufwand aber kaum. Laut Daily Mail hat Bayern seine Preisvorstellung auf rund 30 Millionen Euro festgelegt, in anderen Berichten ist von etwa 25 Millionen die Rede. Für den Wechsel des Defensivspezialisten überwies der Klub 2024 seinerseits mehr als 50 Millionen Euro – und der aktuelle Marktwert liegt nach Angaben der sportschau nur noch bei 15 Millionen. Ein Verkauf wird für den Rekordmeister damit so oder so ein Minusgeschäft.
Sportlich fasste Palhinha in München nie richtig Fuß, auch weil ihn immer wieder Verletzungen bremsten. In der vergangenen Saison rettete er Tottenham als Leihspieler am letzten Spieltag mit einem entscheidenden Tor vor dem Abstieg – die Kaufoption über 30 Millionen zogen die Engländer dennoch nicht. Neben Newcastle und Aston Villa gilt auch Benfica Lissabon als möglicher Abnehmer.
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