Fußball heute: Als erster Vertreter des FC Bayern hat sich Präsident Herbert Hainer zur bevorstehenden Verpflichtung von Jürgen Klopp als Bundestrainer geäußert – und lässt keinen Zweifel an seiner Begeisterung. Für den 72-Jährigen ist der Ex-Coach von Dortmund und Liverpool exakt der Mann, den die kriselnde Nationalmannschaft jetzt braucht.
FC Bayern und Klopp: Hainer nennt den designierten Bundestrainer „absolut der Richtige“
Am Rande eines Termins der Bayern-Basketballer in München fand Hainer klare Worte. „Es braucht jetzt Motivation, Aufbruch, Stimmung. Wir haben ja gute Fußballer und das muss alles geordnet werden. Und ich glaube, dass Jürgen Klopp absolut der Richtige ist“, sagte der Bayern-Präsident laut Sport1. Die anstehende Lösung bezeichnete er rundum als gelungen.
Besonders die menschliche Komponente hob der Aufsichtsratsvorsitzende hervor. Klopp sei „ein Menschenfänger auf allen Ebenen: Spieler, Betreuer, Fans. Er kann das“, betonte Hainer. „Er kann Menschen für seine Ideen gewinnen. Er kann sie und die Mannschaft so begeistern, dass sie mit mehr als 100 Prozent auf den Platz geht.“
„Mehltau“ über dem DFB: Was sich Hainer von Klopp erhofft
Nach drei enttäuschenden WM-Turnieren in Serie habe sich, so Hainer, eine bleierne Schwere über die Auswahl gelegt. Genau hier sieht er die größte Stärke des gebürtigen Stuttgarters. „Wenn er eins kann, der Jürgen Klopp, dann ist es, eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen – das hat er bei allen seinen Klubs bewiesen“, sagte Hainer dem Nordkurier zufolge und verwies auf Klopps erfolgreiche Stationen in Mainz, Dortmund und Liverpool.
Als Fußballfan bekannte der Bayern-Boss, wie sehr ihn die jüngsten Rückschläge schmerzten. „Es tut mir in der Seele leid, wenn Deutschland im Sechzehntelfinale oder wie bei den Weltmeisterschaften davor in der Gruppenphase ausscheidet“, so Hainer. Als weltgrößter Verband mit vielen Titeln und großen Spielen wünsche man sich solche Momente zurück – am liebsten unter Klopp.
Vorstellung rückt näher: Der Stand rund um Klopps DFB-Wechsel
Die Personalie steuert derweil auf ihren Abschluss zu. Klopp soll auf Julian Nagelsmann folgen, der nach dem bitteren WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay zurückgetreten war. Bei Magenta TV bestätigte Klopp zuletzt Fortschritte: „Ich habe eine Einigung mit RB gefunden, eine großzügige Regelung“, sagte er – gab aber zu bedenken, dass mit dem DFB noch nicht alles final geklärt sei.
Zuvor hatten sich DFB-Präsident Bernd Neuendorf und dessen Stellvertreter Hans-Joachim Watzke in New York mit dem Wunschkandidaten getroffen und laut sportschau.de eine grundsätzliche Einigung erzielt – vorbehaltlich letzter Vertrags- und Sponsorenfragen. Bislang war Klopp als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull bis 2029 gebunden; beim DFB soll er einen Vertrag bis zur WM 2030 unterschreiben. Die offizielle Präsentation könnte noch in dieser Woche über die Bühne gehen.
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