Fußball heute: Seit dem 1. Juli ist Julian Brandt ohne Verein – und plötzlich nimmt der Poker um den früheren BVB-Star Fahrt auf. Nach übereinstimmenden Berichten hat Leeds United dem Offensivspieler ein Angebot vorgelegt. Es wäre das erste Auslandsengagement seiner Karriere.
Julian Brandt: Leeds United soll Angebot vorgelegt haben
Wie Transfer-Insider Ben Jacobs am Donnerstagvormittag vermeldete, liegt dem 30-Jährigen eine konkrete Offerte des Premier-League-Klubs vor. Brisantes Detail: Bereits in der Vorwoche soll sich Brandt in Begleitung seines Vaters vor Ort umgesehen und einen Eindruck von der Infrastruktur des Vereins gewonnen haben. Laut Sport1 soll dabei sogar ein Kontrakt bis 2029 im Raum stehen.
Bestätigt ist davon offiziell nichts, doch das Interesse der Engländer besteht bereits seit Wochen. Geschätzt wird dort vor allem Brandts Vielseitigkeit im offensiven Mittelfeld. Ein Pluspunkt für den Yorkshire-Klub: Mit Daniel Farke steht ein deutscher Trainer an der Seitenlinie, der die Bundesliga bestens kennt und in der Vorsaison den Klassenerhalt nach der Rückkehr ins Oberhaus vorzeitig sicherstellte.
Nach sieben Jahren beim BVB: So kam es zur Trennung
Dass Brandt überhaupt ablösefrei zu haben ist, hatte sich früh abgezeichnet. Schon im März machte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken den Abschied publik: „Wir hatten offene Gespräche und waren uns relativ schnell einig, dass der auslaufende Vertrag nicht verlängert wird.“ Damit endete nach sieben Jahren eine Ära in Dortmund.
Die Bilanz kann sich sehen lassen: 307 Pflichtspiele bestritt der Mittelfeldmann für Schwarz-Gelb, dabei gelangen ihm 57 Tore und 70 Vorlagen. Hinzu kommen 48 Länderspiele für die deutsche Auswahl sowie laut Yorkshire Post 85 Einsätze in der Champions League. Ausgebildet wurde Brandt beim VfL Wolfsburg, den Durchbruch schaffte er bei Bayer Leverkusen, ehe er 2019 nach Dortmund wechselte – die Werkself war zuletzt auch die Adresse, bei der er sich gemeinsam mit Kai Havertz fit hielt.
Konkurrenz für Leeds: Diese Klubs wurden ebenfalls gehandelt
Alleine dürfte Leeds im Rennen um den Routinier allerdings nicht sein. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche prominente Namen mit Brandt in Verbindung gebracht, darunter Klubs aus Spanien, Italien und der Türkei. Zuletzt galt vor allem die Serie A als ernsthafte Option, zwischenzeitlich kursierten auch Gerüchte um Vereine aus der Premier League jenseits von Leeds.
Fest steht: Eine Entscheidung lässt weiter auf sich warten. Sollte Brandt tatsächlich nach Yorkshire wechseln, wäre es nach Stationen in Wolfsburg, Leverkusen und Dortmund der erste Schritt über die Landesgrenze hinaus – und für die Engländer ein Transfer mit Signalwirkung, weil Qualität dieses Kalibers selten ohne Ablöse zu bekommen ist.
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