Fußball heute: Bei Borussia Mönchengladbach dürfen sich gleich sechs Talente bei den Profis beweisen – und einer sticht dabei besonders hervor. Iaia Manco Danfa hat in der Vorbereitung derart überzeugt, dass ihm zum Saisonauftakt eine größere Rolle winken könnte. Begünstigt wird das ausgerechnet durch die Situation eines Nationalspielers.
Borussia Mönchengladbach: Sechs Talente im Casting bei Polanski
Seit rund zehn Tagen läuft die Vorbereitung, und Cheftrainer Eugen Polanski nimmt dabei genau hin, was der eigene Nachwuchs zu bieten hat. Fritz Fleck (19), Mathieu Nguefack (18), Niko Horvat (17), Danfa (19) und Dillon Berko (20) aus der U23 sowie U19-Spieler Edin Biber (17) erhalten die Gelegenheit, sich bis zum Ligastart zu empfehlen. Die Botschaft des 40-Jährigen ist eindeutig: Wer überzeugt, dem winkt ein dauerhafter Arbeitsplatz bei den Profis.
Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung der Vereinsführung. Nach dem Durchbruch von Wael Mohya (17) will Borussia noch konsequenter auf Eigengewächse bauen – und zumindest einer der sechs scheint seine Chance beim Schopf zu packen.
Fallrückzieher und Tor: Danfa überzeugt beim 6:0 in Wuppertal
Zwei Wochen im Profi-Training haben gereicht, damit sich der Angreifer aus Guinea-Bissau nach vorn spielt. Sein Weg an den Niederrhein hatte ihn 2025 vom Berliner AK nach Mönchengladbach geführt. Beim 6:0-Erfolg im Test in Wuppertal setzte er am Samstag gleich mehrere Ausrufezeichen: Zunächst verfehlte er mit einem akrobatischen Fallrückzieher das Ziel nur um Haaresbreite, später besorgte er nach Vorarbeit von Philipp Sander und Franck Honorat den Endstand und holte zusätzlich einen Strafstoß heraus.
Sein Trainer war entsprechend angetan. „Iaia ist ein brutal spannender Spieler, das muss man schon sagen. Er kann seine Chance gerade nutzen, das hat man auch in Wuppertal gesehen. Auch, weil Tim Kleindienst jetzt gerade noch nicht bei 100 Prozent ist“, sagte Polanski der Bild.
Kleindienst-Rückstand als Chance: Wird Danfa zur Auftakt-Überraschung?
Genau dieser Punkt könnte für den Youngster zum Türöffner werden. Kleindienst fehlte beim Wuppertal-Test und absolvierte stattdessen eine Individualeinheit im Borussia-Park, um nach seiner langen Zwangspause behutsam herangeführt zu werden. „Er hatte eine gute Einheit“, erklärte Polanski gegenüber der Rheinischen Post. „Er hat sich für das Training entschieden, er wird dann das erste Spiel in Essen spielen.“
Die Vorgeschichte erklärt die Vorsicht: In der Bundesliga stand der Angreifer zuletzt vor mehr als 14 Monaten in einer Startelf – beim 0:2 gegen Bayern München. Ein Knieproblem aus jener Partie warf ihn weit zurück, zweimal musste er operiert werden und fiel monatelang aus. Die Fitness-Werte stimmen inzwischen zwar, doch etwas Anlaufzeit dürfte der Nationalspieler dennoch benötigen.
Sollte es beim Auftakt am 29. August in Leipzig tatsächlich noch nicht für den etatmäßigen Stammstürmer reichen, könnte Danfas Stunde schlagen. Für den 19-Jährigen wäre es der ganz große Sprung – und für Borussia der nächste Beleg, dass sich der Blick in den eigenen Nachwuchs auszahlt.
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