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Dynamo-Trainer Stamm: „Wir benötigen mehr Optionen“

Dynamo-Dresden-Fans

Fußball heute: Als Tabellenletzter reist Dynamo Dresden am Samstag (13:00 Uhr) zum VfL Osnabrück an die Bremer Brücke und kann mit einem Sieg vorerst das Schlusslicht abgeben. Vor dem Kellerduell nimmt Trainer Thomas Stamm seine Einwechselspieler in die Pflicht, wie Bild berichtet. Laut tag24.de wird die Partie zudem zum Wiedersehen mit drei Ex-Dresdnern.

Dynamo Dresden: Stamm nimmt die Joker in die Pflicht

Der 43-jährige Schweizer erwartet mehr Schwung von der Bank. „Zur Wahrheit gehört auch, dass Spieler, die von draußen kommen, frisch sind“, sagte Stamm laut des Blattes. Von seinen Jokern verlange er, in dieser Phase besonders viel zu laufen. Einen zwingenden taktischen Ansatz gebe es dafür nicht.

Statistisch hat Stamm einen Punkt. Dresdens Einwechselspieler waren in dieser Saison erst an einem einzigen Treffer beteiligt. Zum Vergleich: Energie Cottbus unter Claus-Dieter Wollitz (61) verfügt statistisch über die produktivste Bank der Liga, deren Joker bereits fünf Tore und vier Vorlagen beisteuerten.

SGD-Personal: Rapp rückt wohl in die Innenverteidigung

Im Kader muss Stamm improvisieren. Die Linksverteidiger Alexander Rossipal und Brooklyn Ezeh sind krankheitsbedingt fraglich, Simon Straudi steht als Alternative bereit. Da Thomas Keller mit einer Gehirnerschütterung ausfällt, könnte Nicolai Rapp wie beim 0:2 im Testspiel in Teplice in die Innenverteidigung rücken.

Dynamos Mittelfeld hatte mit Rapp als Sechser noch nicht funktioniert. Stamm verwies darauf, dass alle Sechser eine gewisse Zeit gebraucht hätten, ob Vinko Sapina und Lukas Boeder im ersten Jahr oder Kofi Amoako im zweiten. Für den Coach ist klar: „Wir benötigen mehr Optionen als nur Rappo.“

Thomas Stamm: Sechser-Position bleibt die Baustelle

Wie zentral diese Rolle ist, machte er unmissverständlich deutlich. „Wenn man die ersten Spiele nimmt, ist das eine Schlüsselposition. Mit und gegen den Ball ist es noch nicht so stabil gewesen“, gab Stamm zu. Sein ernüchterndes Fazit: „Wir sehen uns noch nicht dort, wo wir hinmüssen, um Punkte mitzunehmen.“

Bei Großchancen und Torschüssen sind Dynamos Werte ebenfalls besorgniserregend. Stamm mahnte, man müsse das immer in Relation sehen, wichtig sei das Wissen, dass die erste Gelegenheit drin sein könne – das habe Christoph Daferner einmal richtig gut gesagt. Zudem betonte er: „Du musst im Hier und Jetzt Dinge immer wieder neu beweisen.“

Dynamo-Trainer Stamm: Ballsicherheit als Schlüssel

Der hohe Laufaufwand zahlt sich bislang ebenfalls nicht aus. „Grundsätzlich geht es ganz viel um Ballsicherheit nach Rückeroberungen“, erklärte der Trainer. Wer den Ball nach intensiver Jagd sofort wieder verliere, zahle einen hohen Preis, während längere Ballbesitzphasen Kräfte für die entscheidenden Sprints sparten.

Gegen Osnabrück dürfte genau das gefragt sein. Stamm erwartet einen Gegner, der aus einer kompakten Ordnung auf Umschaltmomente lauert und vor seiner Fünferkette Geduld beweist. Seine Warnung an das eigene Team: „Die Aufsteiger sind nicht die Mannschaften, die krass abfallen.“

VfL Osnabrück: Wiedersehen mit drei Ex-Dresdnern

Brisanz verspricht zudem das Personal des Gegners. Mit Robin Meißner (27), Jannik Müller (32) und Konrad Faber (28) stehen gleich drei frühere Dynamo-Profis in Osnabrücker Diensten. Auch Co-Trainer Ferydoon Zandi (47) verbrachte zwei Jahre in Dresden.

Besonders eng ist die Bindung bei Kapitän Müller. Von 2014 bis 2020 bestritt er 136 Spiele für Dynamo, lernte in Dresden seine Frau kennen, und auch seine Tochter kam dort zur Welt. Eines Tages möchte er zurückkehren, am Samstag will er seinen Ex-Klub aber erst einmal schlagen. Seit Januar 2025 spielt er in Osnabrück, zuvor hatte er auch mit Dynamo verhandelt.

Konrad Faber und Robin Meißner: Zwei Ex-Dynamos, zwei Wege

Faber erlebt dagegen eine schwierigere Zeit. Wie schon in seinem Jahr in Dresden startete er als Stammspieler in die Saison, verlor seinen Platz aber schnell und kam nur an den ersten beiden Spieltagen auf mehr als 30 Minuten. Der Bild sagte er: „Ich bringe viel Erfahrung mit. Da hat mir das Jahr in Dresden auch sehr gutgetan.“

Ganz anders die Lage bei Meißner. Zwei Jahre nach seinem Wechsel zu Dynamo ging er im Sommer 2025 per Leihe nach Osnabrück und schoss den Klub mit 13 Toren und zehn Vorlagen zum Aufstieg. Dank einer Kaufoption blieb er, traf in der 2. Bundesliga bereits doppelt und erzielte im DFB-Pokal gegen den FC Bayern die zwischenzeitliche 1:0-Führung.

Meißner-Debatte: Stamm widerspricht der Kritik

Dieser Treffer ist sogar für das Tor des Monats nominiert. Müller ist von seinem Stürmer begeistert und sagte den DNN: „Robin passt super ins Konzept, wie unser Trainer Fußball denkt. Ich bin froh, dass er bei uns ist.“ Manche Spieler funktionierten eben nur bei bestimmten Vereinen, so der Kapitän.

Stamm widerspricht der These, Meißner habe sich in Dresden selten durchgesetzt. „Da habe ich eine andere Meinung, ehrlicherweise“, sagte er laut tag24.de und verwies auf dessen starke Phase im 3-5-2 zu Beginn seiner Amtszeit. Am Samstag will Dynamo verhindern, dass ausgerechnet der Ex-Stürmer den Weg aus dem Keller versperrt.

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