Zwei Jahre nach dem zweiten Super-Bowl-Sieg stehen die Philadelphia Eagles vor dem Beginn eines kompletten Neuaufbaus. Nach dem abrupten Rücktritt von Lane Johnson und dem Trade von Pro-Bowl-Center Cam Jurgens nach Baltimore sieht CBS Sports den Klub an einem Wendepunkt – Teams mit Titelambitionen würden im Oktober keine Pro-Bowl-Spieler gegen zukünftige Draft-Picks abgeben.
NFL: Eagles-GM Roseman stellt die Zukunft über die Saison
Genau das hat General Manager Howie Roseman getan. Durch den Jurgens-Deal verfügt Philadelphia im Draft 2028 über je zwei Erst- und Zweitrundenpicks, ein klares Signal, dass die Zukunft über die laufende Saison gestellt wird. Für die Fans ist das ein Eingeständnis, das sich kaum anders lesen lässt: Diese Spielzeit ist bereits abgeschrieben.
Sportlich ist das Team ohnehin ein Schatten der Mannschaft, die vor zwei Jahren die Chiefs im Super Bowl dominierte. Jalen Hurts und Saquon Barkley haben nachgelassen, die Offensive Line liegt in Trümmern, und die umgebaute Receiver-Gruppe kann den Abgang von A.J. Brown nicht kaschieren. Nach Johnson und Jurgens fehlt der Linie nun gleich an zwei Schlüsselstellen das Fundament.
Philadelphia Eagles: Szene gegen Chicago wirft Mentalitätsfrage auf
Infrage gestellt wird aber nicht nur die Qualität, sondern auch die Mentalität. Beim Spiel gegen Chicago in Week 3, mit dem 38-jährigen Case Keenum als Bears-Starter, wurde Hurts von Linebacker D’Marco Jackson mit einem geahndeten Foul niedergestreckt. Außer DeVonta Smith reagierte kaum ein Mitspieler, und statt zurückzuschlagen ließ sich Philadelphia weiter herumschubsen.
Diese fehlende Reaktion wirft Fragen zur Führung auf, allen voran zu Head Coach Nick Sirianni. Wie einst bei Doug Pederson, dessen Botschaft in Philadelphia irgendwann verhallte, fordern Fans laut CBS Sports bereits seine Entlassung. Für einen Trainer, der die Eagles zum Titel führte, ist das ein rasanter Absturz innerhalb von nur zwei Jahren.
Sirianni unter Druck: Der Pederson-Vergleich als Mahnung und Trost
Der Vergleich mit Pederson ist dabei mehr als eine Mahnung. Der frühere Coach war drei Jahre nach dem Titel nach einer 4-11-1-Saison entlassen worden, die mit Tanking-Vorwürfen endete. Nur vier Jahre später holten die Eagles erneut den Titel – Rosemans damaliger Umbau gilt bis heute als Beleg dafür, dass ein radikaler Schnitt in Philadelphia funktionieren kann.
Ausgerechnet dieser Rückblick könnte den Fans nun als Trost dienen, während ihnen in den restlichen 13 Spielen eine düstere Saison droht. Mit zusätzlichen Picks, einem Kader im Umbruch und einem Trainer unter Druck wiederholt sich ein Muster, das die Eagles schon einmal an die Spitze geführt hat. Ob es ein zweites Mal gelingt, entscheidet sich nicht in dieser Saison – sondern im Draft 2028.
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Aktuelle NFL Tipps & Quoten
Jaguars - Eagles
11.10.2026, 15:30 Uhr - Northumberland Development ProjectPackers - Bears
11.10.2026, 19:00 Uhr - Lambeau FieldDolphins - Bengals
11.10.2026, 19:00 Uhr - Hard Rock StadiumPatriots - Raiders
11.10.2026, 19:00 Uhr - Gillette StadiumSaints - Vikings
11.10.2026, 19:00 Uhr - Caesars SuperdomeJets - Browns
11.10.2026, 19:00 Uhr - MetLife StadiumSteelers - Colts
11.10.2026, 19:00 Uhr - Acrisure StadiumTitans - Texans
11.10.2026, 19:00 Uhr - Nissan StadiumCommanders - Giants
11.10.2026, 19:00 Uhr - Northwest StadiumChargers - Broncos
11.10.2026, 22:05 Uhr - SoFi Stadium