Deutschland vs. Kroatien live: In einer nervenaufreibenden Anfangsphase des Halbfinal-Showdowns schenken sich beide Nationen keinen Zentimeter Boden. Während die Offensivreihen mit hoher Geschwindigkeit agieren, rücken besonders die Torhüter und die Akteure auf den Außenbahnen in den Mittelpunkt eines Duells, das von der ersten Sekunde an hielt, was es versprach.
Deutschland vs. Kroatien live: DHB-Auswahl trotzt kroatischem Blitzstart
Die Zuschauer in der Arena erlebten einen Start wie aus dem Lehrbuch: Beide Mannschaften drückten von Beginn an das Gaspedal voll durch, was bereits nach nur vier gespielten Minuten zu einem beachtlichen 3:3-Zwischenstand führte. Trotz des hohen Tempos agierte die deutsche Hintermannschaft äußerst diszipliniert. Insbesondere Kapitän Johannes Golla erwies sich als aufmerksamer Posten im Abwehrzentrum und unterband mehrfach die kroatischen Angriffsbemühungen.
Um die Kontrolle über das Spielgeschehen zu behalten, drosselte das Team von Alfred Gislason phasenweise das Tempo. Ein taktischer Kniff, der sich auszahlte: Mit einem sehenswerten Kempa-Trick, eingeleitet von der linken Seite, vollendete Renars Uscins zum 4:4-Ausgleich. Kroatien profitierte kurz darauf von einem glücklichen Abpraller und ging erneut in Front, vergab jedoch im Anschluss einen wichtigen Gegenstoß leichtfertig. Dies nutzte Rechtsaußen Lukas Zerbe eiskalt aus, um den Spielstand wieder zu egalisieren. In dieser Phase wurde deutlich, dass die Außenpositionen auf beiden Seiten eine Schlüsselrolle für den Erfolg einnehmen würden.
Wolff im Fokus: Fußabwehr rettet die Führung
Kroatien suchte in der Folge immer wieder den Weg über das Anspiel an den Kreis, was Deutschland vor Probleme stellte. Torhüter Andreas Wolff zeigte sich sichtlich ungehalten über die vielen freien Abschlüsse aus dem Nahbereich, die seine Vorderleute zuließen. Doch offensiv bleibt die DHB-Auswahl brandgefährlich: Erneut war es Uscins, der die kroatische Führung wettmachte und nach neun Minuten das 6:6 markierte. Das Duell auf Augenhöhe erreichte damit seinen ersten Höhepunkt.
Die Wende zugunsten der deutschen Mannschaft leitete Uscins mit einem wichtigen Ballgewinn ein, den Julian Köster per Tempogegenstoß zur erstmaligen Führung verwandelte. Kurz darauf stand erneut Wolff im Rampenlicht: Mit einer spektakulären Fußabwehr parierte er einen Siebenmeter der Kroaten und bewahrte seinem Team den knappen Vorsprung. Die Intensität auf dem Parkett spiegelt die hohe Qualität des Spiels wider, in dem insgesamt 20 Profis aus der Bundesliga ihr Können unter Beweis stellen.