2. Bundesliga heute: Comeback im LEAG Energie Stadion! Am 10. Spieltag unterlag der FC Energie Cottbus dem VfL Bochum mit 1:2. Nach Tolcay Ciğercis Foulelfmeter zum 1:0 drehten die Gäste die Begegnung im zweiten Durchgang. Uwe Rösler und Claus-Dieter Wollitz äußerten sich auf der Pressekonferenz, die Bochumer Timo Horn und Philipp Hofmann in der Mixed Zone. Hier findest du die Stimmen zum Duell Cottbus gegen Bochum.
Cottbus vs. Bochum Stimmen – Rösler: „Ein riesiges Kompliment an die ganze Mannschaft“
Wenige Tage nach dem Weiterkommen gegen Mainz 05 im Cup-Wettbewerb legte der VfL nach.
Uwe Rösler (Cheftrainer VfL Bochum) auf der Pressekonferenz: „Sensationell, wie die Mannschaft sich erholt hat, nicht nur physisch, sondern auch mental.“
Für die Phase vor dem Seitenwechsel benannte Rösler mehrere Baustellen: „In der ersten Halbzeit haben wir den Cottbussern viel den Ball gegeben, ohne dass sie sich daraus Chancen kreiert haben. Wir hatten im Spiel ein paar Probleme mit unseren Sechsern. Wir sind nicht unter den Ball gekommen mit beiden Spielern, hatten viele Ballverluste, aus einem fällt das Tor nach Elfmeter.“
Nach dem Wiederanpfiff bekam Bochum mehr Zugriff: „Die Einwechslungen haben uns geholfen, in der zweiten Halbzeit die Kontrolle über das Spiel bekommen und haben nie aufgehört zu attackieren. Dann folgten verrückte acht Minuten mit den nicht gegebenen Toren auf beiden Seiten. Nach den Spielen, die wir jetzt hatten, was wir gegen Mainz investiert haben, dann heute mehr Kilometer als Cottbus zu laufen, die über ihre Physis kommen.“
Ein Sonderlob verteilte der Coach an ein Duo, das trotz Blessuren auflief: „Ich muss Maxi Wittek und Chris Rasmussen hervorheben, die nach dem Pokalspiel angeschlagen waren, und sich bereit erklärt haben, zu spielen. Das symbolisiert den Charakter dieser Mannschaft und unsere Siegermentalität. Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat heute und mit der ganzen Woche. Ein riesiges Kompliment an die ganze Mannschaft.“
Stimmen zum Spiel vom VfL Bochum – Hofmann: „Ich war mir sicher, dass wir das Ding noch drehen“
Nach einem Duell zwischen Timo Horn und Lucas Copado zeigte der Unparteiische vor dem 1:0 auf den Punkt.
Timo Horn (Torwart VfL Bochum) in der Mixed Zone: „Es war ein Auf und Ab der Gefühle. In der ersten Halbzeit haben wir die Räume, die sich uns ergeben haben, nicht gut bespielt. Cottbus hat vor allem von unseren Fehlern gelebt und geht dadurch in Führung.“
Ausführlich ging der Keeper auf die Entstehung des Strafstoßes ein: „Vor dem Elfmeter wollte ich eigentlich direkt durchziehen, bin dann zu abwartend rangegangen, touchiere den Ball noch, aber vielleicht nicht klar genug. Er macht es schlau und fädelt ein. Ich fand aber die Ausführung des Elfmeters fragwürdig, weil wir als Torhüter auf der Linie kleben bleiben müssen und der Schütze kann komplett stehen bleiben, was ich beim Schiedsrichter auch moniert habe.“
Über die Ansprache in der Kabine berichtete er: „In der Pause haben wir gesagt, dass wir unsere Räume und Chancen bekommen werden, das Spiel zu drehen, wenn wir konzentriert und geduldig bleiben. In der zweiten Halbzeit waren wir aber die dominante Mannschaft, haben dazu noch zwei Abseitstore erzielt, und das Spiel auf die 90 Minuten gesehen verdient gedreht.“
Mit Blick auf die vergangenen Tage fügte er hinzu: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und die Woche erfolgreich abschließen. Wir haben uns aus einer schwierigen Lage gekämpft, einen Bundesligisten aus dem Pokal geworfen und jetzt in der Liga endlich wieder die drei Punkte geholt.“
Vor seinem Ausgleich in der 70. Minute waren Philipp Hofmann zwei Treffer aberkannt worden.
Philipp Hofmann (VfL Bochum, Torschütze zum 1:1) in der Mixed Zone: „In der ersten Halbzeit haben wir unsere Schwierigkeiten mit der Intensität von Cottbus gehabt. Da sind wir viel hinterhergelaufen. In der zweiten Halbzeit wollten wir mehr den Ball haben. Dann folgten kuriose Minuten. Erst zählt unser Tor nicht, dann kriegen wir das Gegentor, das auch nicht zählt.“
Den Schlusspunkt setzte Christian Rasmussen in der 88. Minute: „Danach haben wir wieder mehr das Spiel in die Hand genommen, hatten gute Einwechslungen. Wir wissen, dass wenn es mal nicht so gut läuft, dass wir das Spiel dadurch verändern können. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, das hat man gesehen und ich war mir sicher, dass wir das Ding noch drehen. Es war dann ein super Tor von Chris und tolle Leistung von der ganzen Mannschaft.“
Stimmen zum Spiel vom FC Energie Cottbus – Wollitz: „Ich bin weder mit der ersten noch mit der zweiten Halbzeit zufrieden“
Die Lausitzer warten damit seit fünf Partien auf einen Dreier.
Claus-Dieter Wollitz (Cheftrainer FC Energie Cottbus) auf der Pressekonferenz: „Glückwunsch an den VfL, im DFB-Pokal gegen einen Bundesligisten zu gewinnen, und heute zum verdienten Sieg. Ich bin weder mit der ersten noch mit der zweiten Halbzeit zufrieden. Es gab heute zu viele Themen, die dafür gesorgt haben, dass gnadenlos aufgedeckt wurde, warum wir das Spiel verloren haben. Der Ballbesitz in der ersten Halbzeit sagt nicht aus, ob man ein gutes Spiel macht. Wir hatten zu viele Spieler, die heute nicht an ihre Möglichkeiten gekommen sind.“
Deutliche Kritik übte er am Defensivverhalten: „Wenn du das mit dem Ball nicht hinbekommst, dann solltest du besser gegen den Ball arbeiten. Das fing schon vor der Halbzeit an und hat sich dann fortgesetzt.“
Mit sich selbst ging der Cottbuser Trainer ebenfalls hart ins Gericht: „Die acht Minuten mit den zwei Abseits-Gegentoren hätten ein Warnschuss sein müssen. Da habe ich zu spät einfach die falschen Spieler gewechselt, und deswegen bin ich schon sauer und nehme die Niederlage auf meine Kappe.“
