2. Bundesliga heute: Dreier für die Arminia! Am 10. Spieltag besiegte der DSC Arminia Bielefeld Eintracht Braunschweig mit 3:1. Nach Treffern von Maximilian Großer (24.) und Joel Grodowski (27.) stand es zum Seitenwechsel 2:0, auf Aaron Opokus Anschluss (55.) antwortete Grodowski in der 68. Minute. Die Aussagen von Ron-Thorben Hoffmann, Florian Flick, Lars Kornetka und Oliver Kirch stammen von eintracht.com. Hier findest du die Stimmen zum Duell Bielefeld gegen Braunschweig.
Bielefeld vs. Braunschweig Stimmen – Hoffmann: „Ich fand die erste Halbzeit desolat“
Den Anfang macht Braunschweigs Schlussmann Ron-Thorben Hoffmann.
Ron-Thorben Hoffmann (Torwart Eintracht Braunschweig) auf eintracht.com: „Ich fand die erste Halbzeit desolat. Das ist sehr bitter, weil wir uns sehr viel vorgenommen haben und gar nichts dabei rumgekommen ist. Aus der Halbzeit sind wir dann zwar mit einem anderen Gesicht rausgekommen und dann killt aber dieses 1:3 das komplette Momentum. Das ist dann ein bisschen bitter, denn du kannst trotz der schlechten ersten Halbzeit hier sogar noch was mitnehmen. Das nötige Quäntchen hat dann aber gefehlt und wenn man ehrlich ist, haben wir uns das heute auch einfach nicht verdient.“
Eine Ursache konnte er nicht benennen: „Eine Erklärung hab ich jetzt direkt nicht. Wir zeigen auswärts einfach ein anderes Gesicht als zuhause. In der Halbzeit wurde es dann auch zu Recht mal lauter, weil wir dieses Gesicht einfach nicht sind. Die Reaktion hat ja dann gepasst, auch wenn das unglückliche 3:1 uns dann den Stecker zieht. Trotzdem müssen wir uns die erste Halbzeit ganz dolle angucken, weil so viel kann eigentlich gar nicht schieflaufen.“
Den Blick richtete er bereits nach vorn: „Es gilt jetzt, die Köpfe zusammenzustecken, weil vor uns ein ganz großes Heimspiel gegen Energie Cottbus steht. Da wollen wir mit einem ganz anderen Gefühl in die Länderspielpause gehen als das, was wir heute angeboten haben. Denn das stößt jedem auf und da wollen wir ein anderes Gesicht zeigen.“
Florian Flick schlug in dieselbe Kerbe.
Florian Flick (Eintracht Braunschweig) auf eintracht.com: „Wir wollten den Schwung mitnehmen. Allerdings haben wir die Attribute, die du brauchst, um hier etwas mitzunehmen, vermissen lassen. Das hat man gerade in der ersten Halbzeit gesehen. Wir werden das analysieren und müssen definitiv den Schalter wieder umlegen. Es geht aber gar nicht so viel um die Inhalte, sondern mehr darum, wie wir uns präsentieren. In der ersten Halbzeit haben wir viel zu viele Räume zugelassen und nie die zweiten Bälle attackiert. Da hatten wir sogar noch Glück, dass es nur 0:2 stand.“
Vor allem in der Fremde hapert es aus seiner Sicht: „Es geht da um die Haltung, wie wir uns präsentieren. Zuhause bekommen wir das hin und auswärts seit Magdeburg wieder nicht. Das müssen wir schleunigst ändern. Wir müssen es hinkriegen, auch auswärts die Attribute auf den Platz zu bekommen. Es ist sehr anstrengend, dass wir immer dieses Auf und Ab haben. Es würde uns auch mal guttun, zwei Siege am Stück einzufahren.“
Trotz allem gewann er dem Abend etwas Zuversicht ab: „Jetzt fangen wir aber wieder von vorne an und gegen Cottbus wollen wir natürlich wieder ein Erfolgserlebnis erleben. In der zweiten Halbzeit gab es schon eine Steigerung, trotzdem müssen wir das Spiel länger offen halten. Die erste Halbzeit war aber unsere schlechteste Saisonleistung. Wir wissen, was heute nicht gut war. Daran können wir arbeiten und dann werden wir das auch gegen Cottbus wieder besser machen. Das stimmt mich positiv.“
Stimmen zum Spiel von Eintracht Braunschweig – Kornetka: „Wir waren überhaupt nicht griffig gegen den Ball“
Auch Lars Kornetka bemängelte den ersten Durchgang.
Lars Kornetka (Cheftrainer Eintracht Braunschweig) auf eintracht.com: „Wir haben die letzten fünf Tage gut genutzt und uns sehr akribisch auf dieses zu erwartende Spiel vorbereitet. Wir kommen dann in eine Halbzeit, die bei uns von Unsicherheit geprägt war. Wir waren überhaupt nicht griffig gegen den Ball und uns ist es gar nicht gelungen, auf die zweiten Bälle zu lauern und unsere Ballgewinne zu nutzen. Natürlich muss man auch sagen, dass Bielefeld ein sehr gutes Pressing gespielt hat. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass wir da häufiger rauskommen.“
Zu den Gegentreffern binnen drei Minuten erklärte er: „Dann kriegen wir zwei Tore in der Box, die wir so eigentlich nicht kriegen wollten. Da war Bielefeld dann immer einen Schritt schneller, das spiegelt die ganze erste Halbzeit wider. Sowohl gedanklich als auch physisch.“
Den weiteren Verlauf schilderte er so: „Das haben wir in der Halbzeit so auch deutlich angesprochen. Dann kommen wir gut raus und konnten das Momentum so ein bisschen auf unsere Seite ziehen. Da hatten wir dann immer mehr Aktionen und mit einem Konter kriegen wir dann das 1:3, was uns dann den Stecker gezogen hat. Wenn man ehrlich ist, war die erste Halbzeit so grausig, dass man so nicht hätte gewinnen können.“
Stimmen zum Spiel von Arminia Bielefeld – Kirch: „Das war sehr stark“
Bielefeld klettert damit vorerst auf Rang sieben.
Oliver Kirch (Cheftrainer DSC Arminia Bielefeld) auf eintracht.com: „Wir haben in der ersten Halbzeit sehr dominant aufgespielt und in erster Linie eine extreme Energie gemeinsam mit dem Stadion entfacht. Das war auch der Plan, um das Spiel direkt auf unsere Seite zu ziehen. Wir hätten mit unseren Offensivaktionen auch noch mehr draus ziehen können und die Räume noch besser nutzen können. Im Laufe der ersten Halbzeit haben wir das immer besser geschafft. Dann sind wir auch verdient in Führung gegangen.“
Besonders hob der DSC-Coach das Verhalten nach Ballverlusten hervor: „Gegen diesen Gegner, der gut kontern kann, musst du auch im Gegenpressing und in der Absicherung voll da sein. Da haben wir in der ersten Halbzeit gar nichts zugelassen, das war sehr stark.“
Nach dem Wiederanpfiff kamen die Gäste besser in die Partie: „In der zweiten Halbzeit gab es dann mehr Momente für Braunschweig und der erste Torschuss ist dann direkt im Netz. Das 3:1 hat uns dann wieder extrem geholfen, um das Spiel nicht kippen zu lassen. In den letzten Minuten haben wir es dann leidenschaftlich verteidigt und das Spiel bis zum Ende souverän gestaltet.“
