Vor dem ersten Heimspiel der Saison erreicht Borussia Mönchengladbach eine schmerzhafte Nachricht. Enzo Leopold fällt längere Zeit aus, wie der Klub auf borussia.de mitteilt – Trainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder reagierten sichtlich getroffen. Am Samstag gegen die SV Elversberg muss die Borussia zudem auf weitere Profis verzichten.
Borussia Mönchengladbach: Leopold-Ausfall ist für Schröder ein „Schock“
Polanski bezeichnete die Verletzung gegenüber borussia.de als „sehr bitter“, Schröder sprach gar von einem „Schock“. Der Sportchef verwies zugleich auf die Breite des Kaders und sieht darin womöglich die Gelegenheit für einen anderen Spieler, sich zu zeigen. Für Gladbach heißt das, dass der Konkurrenzkampf im Kader nun früher als geplant eine Entscheidung verlangt.
Ebenfalls nicht dabei ist Daiki Hashioka, der nach seiner Kopfverletzung noch nicht einsatzfähig ist. Die Blessur ging laut Polanski glimpflich aus, der Japaner soll bald zurückkehren. Zento Uno und Fabio Chiarodia trainierten in dieser Woche wieder mit, wobei Uno wegen muskulärer Probleme noch geschont wird. Yukhym Konoplia arbeitet individuell, bei Jens Castrop dauert es noch.
Polanski zieht gemischte Bilanz nach dem Auftakt in Leipzig
Neben der Personallage beschäftigt Polanski der Auftakt in Leipzig, aus dem er eine gemischte Bilanz zieht. Die erste Hälfte habe brauchbare Ansätze gezeigt, die zweite sei schlecht gewesen, sagte der Coach. Vor allem bei den Gegentoren habe die Präsenz in den Zweikämpfen gefehlt – genau daran wolle man arbeiten, ehe der Aufsteiger im eigenen Stadion zu Gast ist.
Unterschätzen will Polanski den Gegner dabei keinesfalls. Elversberg spiele mutig, sei in einem ruhigen Umfeld klar strukturiert und habe sich mit drei Aufstiegen in fünf Jahren kontinuierlich entwickelt, warnte der Trainer. Für Gladbach ist das eine Aufgabe, die genau jene Zweikampfhärte verlangt, die in der zweiten Hälfte von Leipzig gefehlt hat.
Nicolas Kühn als Glücksfall – Čvančara in die Heimat verliehen
Mehr Optionen hat Polanski inzwischen in der Offensive. Die späte Leihe von Nicolas Kühn bezeichnete er als Glücksfall, denn der Kader habe früh gestanden, sodass lange gemeinsam trainiert werden konnte. Kühn bringe nun ein Profil mit, das der Mannschaft so bislang gefehlt habe – dadurch sei jede Offensivposition mindestens doppelt besetzt.
Ein anderer Angreifer verlässt die Borussia dagegen vorerst. Tomáš Čvančara wurde nach frühzeitigen Gesprächen über eine veränderte Planung auf eigenen Wunsch in seine tschechische Heimat zum FC Hradec Kralove verliehen. Dort soll der Stürmer laut Schröder ohne Druck sein Potenzial abrufen, während Gladbach mit Kühn die frei gewordene Rolle bereits neu besetzt hat.
SV Elversberg zu Gast: Anpfiff am Samstag um 15.30 Uhr
Trotz aller Ausfälle formuliert Polanski ein klares Ziel für Samstag. Gladbach wolle das eigene Spiel durchsetzen und den ersten Heimauftritt der Saison gewinnen, betonte der Coach. Nach dem durchwachsenen Auftakt in Leipzig wäre ein Erfolg gegen den Aufsteiger der erste Schritt, um die Diskussion um die Zweikampfpräsenz wieder in den Hintergrund zu rücken.
Angepfiffen wird das Heimspiel gegen die SV Elversberg am Samstag um 15.30 Uhr. Für die Fohlen ist es die erste Gelegenheit, den holprigen Start vergessen zu machen. Wer die Lücke von Leopold füllt und ob Kühn sein neues Profil direkt einbringt, wird dabei zur spannendsten Frage des Nachmittags.
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