Fußball heute: Trotz des 1:4 bei Real Madrid versucht RB Leipzig, das Positive mitzunehmen. Für das Heimspiel gegen die SV Elversberg am Samstag (15:30 Uhr) hat Trainer Martín Demichelis (45) bereits personelle Wechsel angekündigt. Das berichten bild.de und ligainsider.de, die auch die Schwachstellen des Teams beleuchten.
RB Leipzig: Klare Steigerung trotz 1:4 bei Real Madrid
Nur vier Tage nach dem desolaten 1:6 beim FC Bayern zeigte die Mannschaft in Madrid eine klare Steigerung und hätte zur Pause sogar führen müssen. Am Ende stand dennoch die fünfte Auswärtsniederlage in Serie. „Ich kann nicht sagen, dass ich zufrieden bin, denn wir haben verloren“, sagte Demichelis laut bild.de.
Gute Gelegenheiten ließen Rômulo (28.) und Christopher Nkunku (41.) liegen. „Wir hatten es nicht verdient, mit 0:1 in die Pause zu gehen“, haderte der Argentinier. Gleichzeitig räumte er ein: „Wir haben nicht so viele Chancen kreiert.“ Bei nur einem eigenen Treffer zeigt sich, wie teuer diese Fahrlässigkeit war.
Maarten Vandevoordt: Keeper verhindert noch Schlimmeres
Noch schwerer wiegen die Probleme in der Defensive. Zehn Gegentore kassierte Leipzig in den Duellen mit Bayern und Real, ohne den starken Maarten Vandevoordt (24) wären es noch deutlich mehr gewesen. Dass RB zu Hause bislang ohne Gegentreffer ist, liegt demnach vor allem am belgischen Schlussmann.
Bei den ersten beiden Treffern von Real rückten die Verteidiger zu langsam heraus und hoben das Abseits auf – beim 1:0 war es Raum, beim 2:0 Orban. Solche Abstimmungsfehler wiegen gegen Gegner dieser Qualität doppelt schwer. Gerade die Abwehrreihe muss sich vor den kommenden Aufgaben also deutlich stabilisieren.
Christoph Baumgartner vermisst „diese letzte Entschlossenheit“
Auch an der Identität hapert es. Klopps Motto „Intensity is our Identity“ prangt in Leipzig an fast jeder Wand, vom aggressiven Pressing, das Demichelis fordert, war in Madrid aber kaum etwas zu sehen. „Auch diesmal hat uns, diese letzte Entschlossenheit gefehlt“, monierte Rückkehrer Christoph Baumgartner (27).
Sein Comeback könnte gleich doppelt helfen. Rekordtransfer Nkunku hat in Auswärtsspielen bislang nicht überzeugt, durch den Top-Torjäger wächst nun der Konkurrenzkampf. Genau das könnte den Franzosen endgültig in Form bringen – und Demichelis mehr Optionen für die kommenden Wochen verschaffen.
Leipzig gegen Elversberg: Demichelis kündigt Wechsel an
Gegen Elversberg will Demichelis personell reagieren. „Selbstverständlich können wir nicht elf Spieler rotieren, aber wahrscheinlich werden wir auf verschiedenen Positionen auch rotieren“, kündigte er laut ligainsider.de an. Das Ziel formulierte der Coach ebenso unmissverständlich: „Drei Punkte müssen zu Hause bleiben.“
Tidiam Gomis, der gegen Real nach seiner Einwechslung für Antonio Nusa (73.) den Leipziger Treffer erzielte, könnte im Sturm für Rômulo Cardoso beginnen, der 90 Minuten durchspielte. Im zentralen Mittelfeld ist Ezechiel Banzuzi (21), der in Madrid nur auf der Bank saß, eine frische Option, in der Innenverteidigung Maxime Estève. Entschieden ist demnach aber noch nichts.
RB-Trainer Demichelis: Wichtige Tage gegen Elversberg, Essen und Schalke
Dass bereits am Samstag das nächste Spiel ansteht, begrüßt Demichelis ausdrücklich. „Wenn du verlierst, musst du so schnell wie möglich wieder spielen, um schnell von diesem schlechten Gefühl wegzukommen“, erklärte er. Trotz des engen Terminkalenders erwartet er von seiner Mannschaft eine Reaktion.
Viel Zeit bleibt ohnehin nicht, denn die kommenden Tage gelten als richtungsweisend. Nach dem Heimspiel gegen Elversberg folgt am Mittwoch das Pokalspiel in Essen, ehe es am 31. Oktober in der Bundesliga zu Schalke geht. Für Demichelis zählen in allen drei Partien nur Siege – die Steigerung von Madrid muss sich nun endlich in Punkten auszahlen.
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24.10.2026, 15:30 Uhr - WWK ArenaRB Leipzig - SV Elversberg
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