Fußball heute: Mit einem 3:0 gegen Olympique Lyon hat die TSG Hoffenheim im dritten Anlauf die ersten Punkte in der Europa League geholt. Nach dem Coup gegen den Spitzenreiter der Ligue 1 schlug Trainer Christian Ilzer (49) allerdings Alarm – wegen der Belastung der Spieler. Darüber berichten bild.de, transfermarkt.de und ligainsider.de.
TSG Hoffenheim: Erster Europa-League-Sieg gegen Lyon
Verdient war der Erfolg allemal. Über weite Strecken dominierten die Hoffenheimer das Geschehen und erspielten sich Chance um Chance. Selbstverständlich war das nicht, schließlich hatte Lyon die ersten beiden Partien in der Europa League souverän gewonnen und in diesem Wettbewerb zuvor nur zwei der vergangenen 19 Spiele verloren.
Zum Mann des Abends avancierte Andrej Kramarić (35). Kurz vor der Pause behielt er nach einem langen Einwurf und mehreren unkontrollierten Ballberührungen im Strafraum den Überblick und köpfte über den Keeper zu seinem ersten Saisontor ein (45.+4). Danach legte er auch die Treffer von Adam Daghim (49.) und Adam Hlozek (83.) auf.
TSG-Coach Ilzer: Sonderlob für Kramarić und Baumann
„Es hat den Andrej gebraucht, der gezeigt hat, welche Qualität er in spielentscheidenden Situationen hat“, sagte Ilzer laut ligainsider.de. Gerade in einer Phase, in der gute Chancen vergeben worden seien, habe der 35-Jährige zu einem sehr günstigen Zeitpunkt die Ruhe behalten. Zudem lobte er dessen Gespür für den richtigen Pass: „Das sind seine Qualitäten.“
Neben dem Torschützen hob der Coach einen weiteren Erfahrenen hervor. „Es hat heute auch den Oli gebraucht, der mit zwei super Paraden die Null gehalten hat“, so Ilzer über Torhüter Oliver Baumann (36). Auf Einzelne reduzieren wollte er den Sieg dennoch nicht und betonte die Stabilität der gesamten Mannschaft über 90 Minuten.
Christian Ilzer: Scharfe Kritik am Spielplan
Deutlich kritischere Töne schlug Ilzer abseits der Lobeshymnen an. Der Spielplan sei „ein Wahnsinn“, sagte er und verwies laut transfermarkt.de auf die Verletzungen in den Champions-League-Spielen von PSG und dem FC Bayern. In Richtung des europäischen Verbands fügte er an: „Vielleicht machen sie über das auch mal eine Statistik.“
Beim 2:2 zwischen den Münchnern und dem FC Arsenal mussten Bukayo Saka nach zehn Minuten und Luis Díaz 22 Minuten nach seiner Einwechslung mit Muskelverletzungen raus. Beim Sieg von PSG gegen den FC Barcelona erwischte es Dani Olmo, Ousmane Dembélé und Marquinhos, Khvicha Kvaratskhelia riss sich sogar das Kreuzband.
Nations League: Ilzer fordert ein Umdenken
Hoffenheim bestritt gegen Lyon bereits das zehnte Pflichtspiel der Saison, Bayern kommt auf elf, PSG und Barcelona auf jeweils zwölf. Die Vereinstrainer versuchten, die Belastung täglich zu steuern, das sei aber nahezu unmöglich. Gleichzeitig werde man sofort kritisiert, „wenn du irgendwo einen Spitzenspieler raus rotierst“.
Deshalb fordert Ilzer ein grundsätzliches Umdenken beim internationalen Kalender. Der Schwerpunkt der Nationalteams müsse auf Europa- und Weltmeisterschaft liegen, den großen Highlights von Spielern und Verbänden. „Man braucht keine künstliche Nations League“, stellte er klar. „Meiner Meinung nach ist eine Nations League einfach zu viel für das, was der Spielplan verträgt.“
Alexander Prass: Darum liegen der TSG die Top-Teams
Ein bemerkenswertes Muster offenbart der Erfolg gegen Lyon auch sportlich. Gegen starke, ballbesitzorientierte Teams wie die Franzosen oder den VfB Stuttgart überzeugte die TSG, gegen vermeintlich leichtere Gegner wie Paderborn und Köln setzte es Niederlagen. „Es kommt uns durchaus entgegen, wenn ein Gegner vorne voll draufgeht“, erklärte Alexander Prass (25) bei bild.de.
Besonders gelte das, wenn ein Kontrahent oft Mann gegen Mann verteidigt und kurze Pässe spielen möchte. „Dadurch kommen wir einfach besser ins Pressing. Wenn wir griffig und aggressiv sind, kommen wir in die Zweikämpfe und erzielen hohe Balleroberungen“, so der Österreicher. Mit Ball entstünden dann viele freie Räume, wenn man es gut ausspiele.
Bayer Leverkusen: Nächster Härtetest für Hoffenheim
Diese Intensität großer Spiele scheint die Mannschaft zu brauchen – und die nächste Gelegenheit folgt prompt. Schon am Sonntag (15:30 Uhr) wartet Bayer Leverkusen. „Wir denken schnell in Richtung Leverkusen und fokussieren uns, weil wir am Sonntag gegen ein deutsches Top-Team bestehen wollen“, sagte Ilzer, der zunächst die Fitness seiner Profis prüfen will.
Nach den jüngsten Rückschlägen sieht der Coach im Lyon-Spiel ein wichtiges Signal. „Wir bleiben nicht nur in dieser Fehleranalyse drin, sondern wissen, dass wir uns zutrauen, einen sehr guten Fußball zu spielen“, betonte er. Überbewerten will er das Ergebnis aber nicht, denn auch gegen Lyon sieht er noch Luft nach oben.
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Bundesliga: Tipps & Quoten
VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach
23.10.2026, 20:30 Uhr - MHPArena1. FC Köln - FC Schalke 04
24.10.2026, 15:30 Uhr - RheinEnergieStadion1. FSV Mainz 05 - Werder Bremen
24.10.2026, 15:30 Uhr - Mewa ArenaFC Augsburg - Union Berlin
24.10.2026, 15:30 Uhr - WWK ArenaRB Leipzig - SV Elversberg
24.10.2026, 15:30 Uhr - Red Bull ArenaSC Paderborn - Hamburger SV
24.10.2026, 15:30 Uhr - Home Deluxe ArenaBorussia Dortmund - Eintracht Frankfurt
24.10.2026, 18:30 Uhr - Signal Iduna ParkTSG Hoffenheim - Bayer Leverkusen
25.10.2026, 15:30 Uhr - PreZero ArenaSC Freiburg - FC Bayern
25.10.2026, 17:30 Uhr - Europa-Park Stadion

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