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Monaco vs. Freiburg – Stimmen: „Wofür solche Niederlagen noch gut sind“

Freiburg-Fans

Fußball heute: Erste Niederlage im Europapokal für den SC Freiburg. Bei der AS Monaco unterlagen die Breisgauer mit 0:3, wobei der frühere Dortmunder Brunner kurz vor der Pause die Führung erzielte und Camara (83.) sowie Ansu Fati (90.+2) in der Schlussphase nachlegten. Julian Schuster, Vincenzo Grifo, Matthias Ginter, Igor Matanovic und Niklas Beste äußerten sich nach dem Abpfiff. Hier findest du die Stimmen zum Duell Monaco gegen Freiburg.

Monaco vs. Freiburg Stimmen – Schuster: „So deutlich war es nicht“

Julian Schuster (Cheftrainer SC Freiburg) auf bundesliga.com: „Die Niederlage ist ärgerlich, wir gehen hier mit 0:3 von der Platte, so deutlich war es nicht.“

Die Ursachen verortete der Coach gegenüber scfreiburg.de vor allem im ersten Durchgang: Seine Elf habe nicht in die Zweikämpfe gefunden, wodurch die Energie für das eigene Anlaufen fehlte. Dass die Gastgeber im direkten Duell Mann gegen Mann regelmäßig die Oberhand behielten, bezeichnete er als ausschlaggebend für den Verlauf.

Nach dem Seitenwechsel sah er ein anderes Bild, dem allerdings der Ertrag fehlte: „Die Reaktion, ich glaube, das hat man gesehen, in der zweiten Halbzeit war von Anfang an eine andere Energie.“ Eine frühe Gelegenheit durch Kübler wertete er als möglichen Wendepunkt, der ungenutzt blieb.

Je mehr seine Mannschaft auf den Ausgleich drängte, desto größer wurden die Räume für Gegenstöße – genau daraus entstanden die beiden späten Treffer. Resignation ließ der Trainer dennoch nicht erkennen: „Aber wer weiß, wofür solche Niederlagen noch gut sind.“ Vergleichbare Rückschläge habe der Klub in der Vergangenheit angenommen, das werde auch diesmal helfen.

Dass der Einzug in die nächste Runde weiter das erklärte Ziel bleibt, bestätigte er. Schon bei der Auslosung sei klar gewesen, dass die beiden Reisen zu den stärksten Gegnern keine Selbstläufer würden.

Stimmen zum Spiel vom SC Freiburg – Grifo: „Am Ende hört sich 3:0 natürlich nicht gut an“

Ähnlich fiel das Urteil auf dem Platz aus.

Vincenzo Grifo (SC Freiburg) auf scfreiburg.de: „Die erste Halbzeit ging natürlich klar an Monaco. War nicht gut. Ja, wir sind viel hinterhergelaufen.“

Der Offensivspieler hob hervor, wie die Gastgeber mit ständigen Positionswechseln für Unordnung sorgten. Nach der Pause drehte sich das Bild, Freiburg erarbeitete sich Eckbälle und eine Reihe von Abschlüssen, scheiterte aber zweimal an Rettungsaktionen auf der Linie.

Einen Zeitraum machte er dabei als entscheidend aus: Zwischen Wiederanpfiff und der guten Stunde hätte der Anschluss fallen müssen, um die Partie zu drehen. Sein Fazit zum Ergebnis: „Am Ende hört sich 3:0 natürlich nicht gut an.“

Niklas Beste (SC Freiburg) auf bundesliga.com: „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir uns nochmal viel vorgenommen. Bis zum Tor fand ich es ganz gut, wir hatten nach der Halbzeit eine Phase, wo wir ganz gut am Drücker waren und es verpasst haben, ein Tor zu machen.“

Matthias Ginter (SC Freiburg) auf scfreiburg.de: „Hatten kaum Ballbesitzphasen, haben uns zum Teil auch hinten reindrängen lassen, weil sie einfach auch gut gespielt haben.“

Der Innenverteidiger beschrieb einen Kreislauf, aus dem sein Team zunächst nicht herausfand: Schnelle Ballverluste zwangen zu langen Wegen, wodurch in den Duellen die Kraft fehlte. Die Umstellung zur Pause habe sichtbar geholfen.

Zu den Standardsituationen nach dem Seitenwechsel merkte er an: „Wenn wir da ein Tor machen, dann wird es ein anderes Spiel. Das wissen wir alle.“ Mit Blick auf die Tabelle gab er sich gelassen – die Ausgangslage liege weiterhin in eigener Hand.

Stimmen zum Spiel von Igor Matanovic – „Ist mein Fehler“

Bemerkenswert offen ging der Angreifer mit seinem Anteil am zweiten Gegentreffer um.

Igor Matanovic (SC Freiburg) auf scfreiburg.de: „Ist mein Fehler.“

Eine Beschönigung lehnte er ausdrücklich ab. Er sei gut ins Dribbling gegangen und habe verlagern wollen, der Ball sei schlicht zu kurz geraten. Dass daraus unmittelbar ein Gegentor entstand, bezeichnete er als besonders bitter.

Den Gegner ordnete er hoch ein und sah den Knackpunkt im Zeitpunkt des ersten Gegentreffers: Mit einem 0:0 wäre seine Mannschaft im Spiel geblieben. Das Resultat passte aus seiner Sicht ohnehin nicht zum Gesehenen, wie er gegenüber bundesliga.com erklärte: „Ich fand das Ergebnis definitiv zu hoch. Vor allem in der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, dass wir die dominantere Mannschaft waren.“

Woran der Ertrag fehlte, benannte er klar: Aus der Überlegenheit seien Eckbälle und Hereingaben entstanden, nicht aber zwingende Abschlüsse. Vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern am Sonntag blickt er trotzdem nach vorn – dieser Termin komme womöglich genau zur rechten Zeit.

Monaco vs. Freiburg: Die Tore und Besonderheiten

Tore:

  • 1:0 Brunner (45.+2)
  • 2:0 Camara (83.)
  • 3:0 Ansu Fati (90.+2)

Besonderheiten:

  • Erste Niederlage des SC Freiburg in dieser Europapokal-Spielzeit
  • Engelhardt musste nach einem Zusammenprall früh ausgewechselt werden
  • Freiburg erarbeitete sich nach der Pause eine hohe Zahl an Standardsituationen, zweimal klärten die Gastgeber auf der Linie
  • Bei Monaco standen mit Torhüter Hradecky und Brunner zwei frühere Bundesliga-Profis in der Startelf

Für den Sportclub geht es am Sonntag gegen den FC Bayern weiter, im Europapokal steht anschließend das Auswärtsspiel bei Trabzonspor an.

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