Fußball heute: Noch nie hat Said El Mala ein Derby gegen Gladbach oder Leverkusen gewonnen. Am Sonntag soll sich das ändern, wenn der 1. FC Köln die Borussia empfängt, wie Bild berichtet. Ohne die beiden Mittelstürmer ruhen die Hoffnungen laut geissblog.de auf El Mala und Mikey Moore, transfermarkt.de liefert die Zahlen zum Duell.
1. FC Köln: El Mala jagt den ersten Derbysieg
Gegen die Borussia (Sonntag, 15:30 Uhr, DAZN) will der 20-Jährige diese Serie beenden. Auch das Team braucht ein Erfolgserlebnis, denn Köln ist seit drei Spielen sieglos. Mit Thijs Dallinga (26, Kreuzbandriss) und Ragnar Ache (28, Muskelverletzung) fallen zudem beide Mittelstürmer aus, sodass ein Großteil der Last auf El Mala liegt.
Ebenfalls im Fokus steht der 19-jährige Engländer Mikey Moore. Beide galten bei den Geißböcken von Beginn an als Schlüsselfiguren, nun sollen sie die Gladbacher Abwehr laut Bild von der ersten Minute an durcheinanderwirbeln. Erstmals laufen sie dabei gemeinsam in einem Heimspiel auf.
Said El Mala: Mit Rückenwind aus der Nationalmannschaft
Selbstvertrauen bringen beide aus der Länderspielpause mit. El Mala feierte unter Bundestrainer Jürgen Klopp (59) beim 2:0 gegen Serbien und beim 0:0 in Griechenland sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. Am Sonntag begrüßen ihn die eigenen Fans damit erstmals als Nationalspieler im Kölner Stadion.
Auch sein Marktwert ist gestiegen. Laut transfermarkt.de liegt er inzwischen bei 50 Millionen Euro und ist der Hauptgrund dafür, dass der Kölner Kader mit 158 Millionen Euro erstmals seit 2011 zu diesem Zeitpunkt der Saison wertvoller ist als der Gladbacher (135 Millionen). Die Borussia rangiert in dieser Wertung nur auf Platz 13.
Mikey Moore: Lob für den Kölner Sturmpartner
Moore wiederum führte Englands U20 als Kapitän an und traf in drei Spielen zweimal. Am Donnerstag am Geißbockheim schwärmte er von seinem Offensivpartner, wie geissblog.de berichtet: „Man sieht, was für ein toller Spieler Said ist. Und er ist ein echt guter Typ.“
Für die nahe Zukunft hat der Youngster klare Hoffnungen: „Hoffentlich macht es in den nächsten Wochen zwischen uns klick und wir können helfen, dass die Mannschaft noch besser spielt. Darauf freue ich mich.“ Gerade ohne gelernten Mittelstürmer ist dieses Zusammenspiel für den FC entscheidend.
FC-Juwel Moore: Derbytor als Dankeschön
Weil die Geißböcke hart um ihn gekämpft hatten, will der 19-Jährige „zurückzahlen, was der FC in mir gesehen hat“. Und zwar möglichst sofort: „Am besten mit einem Tor am Sonntag, damit wir danach alle gemeinsam feiern können.“ Ein Treffer gegen den Rivalen wäre dafür die denkbar beste Gelegenheit.
Am wohlsten fühlt sich Moore als Zehner, er bietet sich aber auch für andere Rollen an: „Ich mag es im Zentrum des Spiels zu sein und den Ball zu bekommen. Ich bin aber flexibel und kann auf allen offensiven Positionen spielen.“ In der Jugend habe er sogar schon als falsche Neun agiert.
René Wagner: Wer ersetzt Kölns verletzte Stürmer?
Ganz vorne wird er dennoch kaum auflaufen, weil seine Rolle als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff als zu wertvoll gilt. Die Besetzung der Offensive ist offen. Marius Bülter könnte direkt in die Sturmspitze rücken, dahinter wären El Mala, Moore und Linton Maina über rechts denkbar.
Trainer René Wagner könnte aber auch überraschen. Schon spät in der vergangenen Saison stellte er nach Aches Verletzung El Mala neben Bülter in den Angriff. Eine solche Variante brächte den 20-Jährigen noch näher ans gegnerische Tor, wo ohne Dallinga und Ache derzeit die gelernten Angreifer fehlen.
El Mala gegen Gladbach: Schmerzhafte Derby-Erinnerungen
Gerade in Rivalenduellen lief es für El Mala bislang selten rund. Bei seinem Derbydebüt im November 2025, einer 1:3-Niederlage in Gladbach, nahm ihn der damalige Trainer Lukas Kwasniok (45) nach einer schwachen ersten Hälfte vom Feld. Öffentlich urteilte er laut des Blattes: „Er war nicht gut.“
Beim 0:2 in Leverkusen rund einen Monat später blieb der Offensivmann ebenfalls blass und musste nach 73 Minuten raus. Den Tiefpunkt erlebte er bei der 1:2-Heimniederlage gegen Leverkusen im April 2026, als er vor leerem Tor nur den Pfosten traf und danach untröstlich war. Sein einziger Lichtblick war der Ausgleich beim 3:3 gegen die Borussia im vergangenen März.
Borussia Mönchengladbach: Als Schlusslicht nach Köln
Diesmal reist Gladbach als Tabellenletzter an, erst zum dritten Mal bei einem Bundesliga-Gastspiel in Köln. Am 13. November 2010 gewann die Borussia in dieser Lage 4:0 und reichte die Rote Laterne an den Rivalen weiter. In der Saison 2015/16 setzte sich dagegen Köln am fünften Spieltag durch ein Tor von Anthony Modeste mit 1:0 durch.
Der neue Gladbach-Coach Alexander Blessin übernimmt ein Team mit null Punkten und 6:16 Toren – dem siebtschlechtesten Start der Ligageschichte. Zu Hause ist Köln gegen die Borussia seit vier Spielen ungeschlagen, in den letzten 15 Duellen im RheinEnergieStadion liegt Gladbach aber mit sechs zu vier Siegen vorne. Für El Mala ist die Chance auf den ersten Derbysieg damit so groß wie selten.
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