Bayer Leverkusen News beim Fußball heute: Robert Andrich (31) hat bei Bayer Leverkusen eine neue Rolle – vom unumstrittenen Führungsspieler und Kapitän ist er zum Ergänzungsspieler geworden, der um seinen Stellenwert kämpft. Im Interview mit RTL/Sky Sport sprach er offen darüber, wie Sky berichtet. Auch die Welt liefert Aussagen des Mittelfeldspielers.
Robert Andrich: Vom Kapitän zum Ergänzungsspieler
„Ich habe die Situation angenommen und akzeptiert, dass es sportlich erst einmal etwas schwieriger ist. Gleichzeitig habe ich mir gesagt: Es bleibt mir nichts anderes übrig, als Gas zu geben und mich aufzudrängen“, sagte Andrich im Interview mit RTL/Sky Sport. Seine Haltung ist damit klar.
Wer Stammspieler sein wolle, müsse Leistung bringen, wenn dahinter jemand auf seine Chance wartet. Für den Kopf sei es besonders am Saisonanfang nicht einfach gewesen, nachdem er im Vorjahr Kapitän war und fast jedes Spiel machte: „Das ist Teil des Geschäfts, und damit muss man professionell umgehen.“
Bayer Leverkusen: Andrich über Schnelllebigkeit und Champions League
Zur Schnelllebigkeit des Fußballs sagte er: „Die Meistersaison ist jetzt zwei Spielzeiten her – eigentlich noch gar nicht so lange. Aber im Fußball geht es einfach immer weiter, und für das, was vor zwei Jahren war, dankt dir heute keiner mehr.“ Auch in der Kabine habe sich viel verändert.
Das Ziel für die Champions League bleibt trotzdem: „Grundsätzlich ist das Ziel für Bayer Leverkusen immer, die Champions League anzugreifen.“ Es werde aber ein hartes Stück Arbeit, weil Teams wie Mainz oder Freiburg regelmäßig stark spielen. Genau gegen Mainz geht es am Samstag weiter.
Leverkusen-Profi Andrich: Kaderqualität und Wechselunruhe
Die Qualität des Kaders sei noch nicht ausgeschöpft, sagte Andrich: „Wenn wir ehrlich sind, muss man es halt auch auf den Platz bringen. Und das haben wir bis jetzt noch nicht in der Fülle hinbekommen, wie wir uns das gerne vorstellen. Nur vom Reden holen wir auch keine Punkte.“
Zum Saisonstart mit vielen Schlagzeilen über seine Person, auch zu einem Abschied, sagte er: „Da war natürlich eine gewisse Unruhe und hat sich, sagen wir mal, vielleicht zwei, drei Wochen etwas zu lange gezogen.“ Wie er mit Spekulationen umgeht, hatte er zuvor schon erklärt.
Andrich zu Wechselgerüchten: Interesse anderer Klubs und klare Worte
In einem früheren Gespräch mit der Welt sagte Andrich zu den Wechselgerüchten: „Ich war noch nie ein Freund des Weglaufens.“ Direkte Gespräche habe er nicht zugelassen, auch nicht mit Frankfurt. Solange ihn niemand vom Hof jage, werde er einen Wechsel nicht forcieren.
„Sicher ist aber: Ich fühle mich im Verein sehr wohl und meine Familie lebt sehr gerne in dieser Region“, betonte er. Interesse anderer Klubs sei klar, entscheidend sei die Perspektive in Leverkusen. Die sportliche Aussicht ist für ihn also der Maßstab.
Mittelfeld und Nationalelf: Andrichs Hoffnung auf Klopp
Seine Stärken kämen demnach im defensiven Mittelfeld am besten zur Geltung. Mit dem neuen Trainer Carles Martínez habe er schon im Urlaub gesprochen. Sportchef Simon Rolfes habe ihm gesagt, dass es wegen der Systemumstellung auf eine Viererkette statt der Dreierkette eher nach Mittelfeld aussehe. Spieler seines Typs vor der Abwehr gebe es nicht viele.
Auf ein Comeback in der Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp hofft Andrich, den Trainer kennt er von seiner Arbeit für Magenta TV bei der WM. „Wenn ich fit bin, wenn ich agil bin, wenn ich aggressiv bin, dann bringe ich einiges mit, was er in seiner Mannschaft haben möchte und was für ihn interessant sein könnte.“
Familie und Kapitänsbinde: Andrich vor dem Spiel in Mainz
Privat erwartet Andrich mit seiner Frau das dritte Kind. Sohn Matteo kam 2024, im Double-Jahr, zur Welt, wie Sky anmerkt. „Ich hätte nichts dagegen, wenn auch der zweite Sohn in einem Jahr geboren wird, in dem wir einen Titel holen. Klar, das wäre eine schöne Geschichte. Ein Triple würde ich natürlich gerne nehmen. Aber das Wichtigste ist, dass das Kind gesund ist.“
Die Kapitänsbinde der Vorsaison habe ihn nicht belastet, die Interpretation nach dem Platzverweis beim 2:7 gegen Paris in der Champions League sei übertrieben. Er würde sie gern behalten und das Team in einer erfolgreicheren Saison als der Vorsaison (Platz 6) anführen. Am Samstag in Mainz überträgt RTL ab 15 Uhr live in Kooperation mit Sky Sport.
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