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Werder Bremen: Füllkrug kann „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“

Bremen-Fans

Fußball heute: Nach drei Wochen Länderspielpause kehrt Niclas Füllkrug (33) am Freitagabend (20:30 Uhr, Sky) an seine alte Wirkungsstätte zurück. Mit Werder Bremen gastiert er bei Borussia Dortmund, und Trainer Daniel Thioune baut dort auf seine Erfahrung, wie Bild berichtet. „Ich freue mich auf den Signal Iduna Park und die Gelbe Wand“, sagte Füllkrug gegenüber Transfermarkt.

Werder Bremen: Thioune setzt in Dortmund auf Füllkrugs Erfahrung

Für viele im Kader sei das Stadion in Dortmund Neuland, gab der Coach im Gespräch mit Bild zu – auch für ihn selbst. Umso wichtiger sei jemand wie Füllkrug, der den Jungs die Bedeutung des Spiels aufzeigen könne. Der Angreifer wisse, welche Energie diese Arena entfache. Ein Jahr lang spielte er selbst für den BVB – dieses Wissen soll nun den Bremern zugutekommen.

Gefragt ist der Routinier vor allem als Ruhepol im Mittelfeld. Regeer, Reis und Youngster Chuki laufen erstmals vor mehr als 80.000 Zuschauern in Dortmund auf. „Niclas ist sehr, sehr wichtig. Er kann anzünden, aber auch das Ganze beruhigen. Er gibt uns sehr viel und zieht die Lokomotive“, betonte Thioune. Für das Trio wird der Ex-Borusse damit zur Orientierungshilfe.

Niclas Füllkrug: Gegen den Ex-Klub winken zwei Premieren

Sportlich reist der Angreifer in Topform an. Drei Treffer aus vier Bundesliga-Partien stehen in dieser Saison zu Buche, in den vergangenen drei Spielen traf er jeweils. Viermal in Folge war er noch nie erfolgreich – gegen Dortmund ebenso wenig. „Er kann diesmal zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, sagte der Werder-Coach. Beide Bestmarken hängen damit an einem einzigen Tor.

Getragen wird der Aufschwung von Bremens Zweikampfstärke. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen fußen auf gewonnenen Duellen, kein Bundesligist gewinnt mit 53 Prozent mehr davon. Zweikämpfe könne man persönlich nehmen, erklärte Thioune. Auch am Freitagabend werde es unerlässlich sein, sie zu gewinnen. Gegen den BVB ist genau diese Qualität Werders wichtigstes Faustpfand.

DFB-Team: Mertesacker schließt Füllkrug-Comeback nicht aus

Über den Bremer Alltag hinaus rückt auch die Nationalmannschaft wieder in den Blick. Nach der verpassten WM schien eine Rückkehr für den Stürmer ausgeschlossen, nun wird sie erneut diskutiert. „Ich sage niemals nie zu irgendwelchen Personalien“, zitiert Transfermarkt Per Mertesacker, den designierten Sportgeschäftsführer des DFB. Die Tür bleibt damit zumindest einen Spalt offen.

Rückenwind liefert ausgerechnet die Flaute im DFB-Sturm. Unter Bundestrainer Jürgen Klopp traf in den ersten vier Spielen kein Angreifer, Füllkrug (14 Tore in 24 Länderspielen) sah zu Hause am Fernseher zu. „Wenn Niclas Füllkrug Woche für Woche auf der Anzeigetafel stattfindet, dann wird der Bundestrainer sicherlich auch mal die A1 Richtung Norden hochfahren“, sagte Thioune dem Portal.

SVW-Stürmer Füllkrug: Darum hat sich die Rückkehr schon gelohnt

Bereut hat der 33-Jährige den Schritt zurück keine Sekunde. Nach einem halben Jahr beim AC Mailand kehrte er per Leihe nach Bremen zurück. „Ich habe mich für den emotionalen Weg entschieden, hier zu Werder zurückzugehen. Damit bin ich auch ein gewisses Risiko eingegangen. Das hat sich jetzt schon gelohnt“, sagt er. Seine drei Saisontore liefern dafür den Beleg.

Deutlich kritischer blickt er auf das Kapitel West Ham United, das seine Karriere nach eigener Aussage zurückwarf. „Es war definitiv nicht die erfolgreichste Zeit“, räumte Füllkrug ein. Laut des Portals sank sein Marktwert von 15 Millionen Euro vor knapp zwei Jahren auf aktuell 3,5 Millionen. Umso wertvoller ist für ihn der Neustart bei Werder.

BVB-Rückblick: Füllkrugs erfolgreichstes Jahr als Profi

Ganz anders fällt sein Fazit zur Dortmunder Zeit aus. In 43 Pflichtspielen kam er auf 15 Tore und 10 Vorlagen und erreichte in seiner ersten Champions-League-Saison das Finale. „Dortmund war eine sehr erfolgreiche Zeit. Es war wahrscheinlich das beste und erfolgreichste Jahr meiner Karriere“, sagt der Angreifer. Am Freitag kehrt er an den Ort dieses Höhepunkts zurück.

Für den BVB ging die Rechnung auch finanziell auf. Im August 2023 holte er den Stürmer aus Bremen, laut des Blattes für insgesamt 18 Millionen Euro, das Portal nennt 17,25 Millionen. Nach zwölf Liga-Toren in 29 Partien zog Füllkrug kaum ein Jahr später für 27 Millionen Euro zu West Ham weiter. Nun könnte er erstmals gegen jenen Klub treffen, der an ihm gut verdiente.

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