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Eintracht Frankfurt: : Wie Hütter nach dem 0:7 die Sorgen zerstreuen will

Eintracht-Frankfurt-Fans

Fußball heute: Für Eintracht Frankfurt beginnt am Freitag mit dem DFB-Pokal beim Oberligisten SC St. Tönis die Pflichtspielsaison. Trainer Adi Hütter gibt sich vor der Partie betont zuversichtlich – doch der Kader der Hessen bleibt unfertig, und die Zeit bis zum Ende des Transferfensters drängt.

Eintracht Frankfurt: Pflichtspielauftakt in Krefeld

An der altehrwürdigen Grotenburg in Krefeld trifft der Favorit aus Hessen am Freitag (18 Uhr) auf den Underdog aus der fünften Liga. Nach dem 0:7-Debakel im Test beim FC Brentford erwartet Hütter von seiner Mannschaft eine seriöse Leistung. „Wir wollen eine Runde weiterkommen“, betonte der Österreicher laut hessenschau auf der Pressekonferenz. Die deutliche Testspielpleite wertete er dabei fast als heilsamen Weckruf – als „Schuss vor den Bug zur rechten Zeit“.

Gewarnt sein dürfte Hütter aus seiner ersten Amtszeit, als er 2018 mit der Eintracht ausgerechnet beim damaligen Viertligisten Ulm ausschied. Entsprechend ernst nehme man die Aufgabe: Weil die Frankfurter in dieser Saison nicht international vertreten sind, hat der Pokal für sie einen besonders hohen Stellenwert. Ein Weiterkommen gilt trotz aller Baustellen als Pflicht.

Der Kader gleicht einer Großbaustelle

Abseits des Platzes bereitet die Personallage Sorgen. In der Defensive fehlt ein erfahrener Innenverteidiger: Neben Nnamdi Collins und Robin Koch steht faktisch kaum Personal zur Verfügung, zumal Arthur Theate den Klub noch verlassen soll. Collins fällt mit einer Rückenentzündung länger aus. Immerhin ist Kapitän Koch, der gegen Brentford mit einer Gehirnerschütterung ausgewechselt worden war, wieder einsatzbereit und trainierte normal.

Doch damit nicht genug: Auch auf der Außenverteidigung und im Sturm braucht die Eintracht Zugänge, während zugleich mehrere Profis den Verein verlassen sollen – und das keine zwei Wochen vor dem Transferschluss am 1. September. Hütter versuchte, die Nervosität zu dämpfen. „Ich verstehe eure Fragen, vielleicht auch eure Bedenken, aber ich bin zuversichtlich“, sagte er. Der Markt sei noch offen: „Im Hintergrund arbeiten wir daran, das Bestmögliche für uns zu tun.“

Neue Baustelle im Tor

Mit der Torhüterfrage tat sich zuletzt das nächste Problemfeld auf. Nach dem Brentford-Debakel, bei dem Kaua Santos erneut patzte, kamen die Verantwortlichen offenbar zu dem Schluss, auch auf dieser Position nachlegen zu müssen. Wie kicker berichtet, würde die Eintracht gerne Freiburgs Noah Atubolu verpflichten; als weiterer Kandidat gilt laut SID der frühere Frankfurter Lukas Hradecky von der AS Monaco. Ein Abgang von Santos, eigentlich als Nummer eins vorgesehen, sowie von Michael Zetterer steht im Raum.

Am Freitag setzt Hütter dennoch zunächst weiter auf den Brasilianer. „Wir werden am Freitag mit Kaua Santos ins Spiel gehen und dann werden wir sehen, was in Zukunft noch passiert“, sagte der Coach knapp. Klar ist: Sollte St. Tönis so diszipliniert verteidigen, wie sich Hütter bei den Transferfragen bedeckt hielt, wird der Pokalauftakt kein Selbstläufer. Eine Woche später steht für die Eintracht bereits der Bundesliga-Start bei Union Berlin (29. August) an.

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