Was für ein Abend in Bergamo. Der FC Bayern München hat im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League Atalanta Bergamo mit 6:1 regelrecht auseinandergenommen – und damit ein Statement gesetzt, das ganz Europa aufhorchen lassen dürfte. Stanisic, Olise (zweimal), Gnabry, Jackson und Musiala trugen sich in die Torschützenliste ein. Zur Erinnerung: Dieselbe Atalanta hatte Borussia Dortmund in den Playoffs im Rückspiel noch mit 4:1 aus dem Wettbewerb geworfen. Die Münchner interessierte das herzlich wenig.
Bayern-Trainer Kompany: „Hätten noch ein oder zwei Tore mehr schießen können“
Von Beginn an zeigten die Bayern, dass sie diese Partie ernst nehmen – und nach einer kurzen Anlaufphase überrollten sie den italienischen Gegner schier nach Belieben. Trainer Vincent Kompany fand danach klare Worte (via fcbayern.com): „Das war die Leistung, die wir uns gewünscht haben. Ich würde sagen, wir hätten vielleicht sogar noch ein oder zwei Tore mehr schießen können. Ich glaube, wir waren das ganze Spiel offensiv sehr gefährlich. Es war eine gute Mischung: mal den Ball einfach in die Füße bekommen, aber auch mal in die Tiefe laufen. Das hat heute wehgetan. Wir haben Talent und Qualität in der Mannschaft.“
Serge Gnabry, einer der Torschützen des Abends, strahlte am Mikrofon von Prime Video (via fcbayern.com): „Also wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden, auswärts so ein Statement gesetzt zu haben. Ich denke, bis auf die ein, zwei Verletzungen, die natürlich dazugekommen sind, war es ein perfekter Abend. Dass wir am Ende sechs Tore schießen, hätten wir vielleicht davor auch nicht gedacht bei so einem Gegner. Aber wie gesagt, es war ein sehr gutes Spiel von uns.“ Ein Wermutstropfen also: Verletzungssorgen trübten den Glanz des Abends ein wenig.
Furioser Bayern-Sieg in Bergamo – Stimmen: „Ein Top-Ergebnis und ein Top-Spiel“
Aleksandar Pavlović brachte die Gefühlslage der Mannschaft auf den Punkt (via fcbayern.com): „Besser geht’s fast nicht. Wir hätten am liebsten die Null hinten gehabt, aber es ist ein Top-Ergebnis und ein Top-Spiel. Wir waren einfach von Anfang an da. Wir wussten, was uns erwartet und haben das Spiel überragend angenommen.“
Joshua Kimmich analysierte den Auftritt mit gewohnter Sachlichkeit – und ließ dabei auch den Kader-Tiefe der Bayern gebührend Erwähnung finden (via fcbayern.com): „Wir haben so fünf Minuten gebraucht, bis wir drin waren. Danach hatten wir dann eine große Chance nach der anderen. Das war ein sehr starker Auftritt heute. Die Art und Weise war schon stark. Wir wussten, dass wir ihnen richtig wehtun können. Wir wechseln dann Spieler ein, die hungrig sind, die Tore machen wollen, die Tore vorbereiten wollen. Das ist das, was wir jetzt in dieser Phase der Saison brauchen.“
Das Rückspiel in München wird damit zur Formalie – und der FC Bayern darf mit breiter Brust in das Viertelfinale der Champions League blicken. Bergamo jedenfalls wird diesen Abend so schnell nicht vergessen.