Fußball heute: Der FC Schalke 04 hat mit Dejan Ljubicic nicht nur spielerische Qualität, sondern auch eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein verpflichtet. Kaum in Gelsenkirchen angekommen, sorgt der 28-Jährige für eine handfeste Überraschung im Umfeld des Tabellenführers. Entgegen der bisherigen Vereinslinie, das Wort „Aufstieg“ tunlichst zu vermeiden, ging der Neuzugang laut einem Bericht der BILD direkt in die Offensive und erklärte unmissverständlich, dass er mit den Knappen in die Bundesliga zurückkehren will.
Diese offene Kommunikation bricht mit der bisherigen Philosophie von Trainer Miron Muslic, der stets mahnte, nur von Begegnung zu Begegnung zu schauen. Wie BILD berichtet, reagierte der Coach professionell, kündigte jedoch bereits ein klärendes Gespräch mit dem Österreicher an, um die interne Erwartungshaltung wieder zu synchronisieren. Ljubicic selbst, der für rund 750.000 Euro von Dinamo Zagreb kam, begründet seine Ambitionen mit seinen bisherigen Erfahrungen: Er habe bereits einen Aufstieg miterlebt und wolle dieses Gefühl unbedingt wiederholen.
Flucht aus Zagreb: Sehnsucht nach Tempo und Teamgeist
In einer Medienrunde, über die ruhr24 berichtet, gab Ljubicic Einblicke in die Beweggründe seines Wechsels. Der Fußball in Kroatien sei ihm schlichtweg zu langsam gewesen, weshalb er die Rückkehr nach Deutschland forcierte. Dass Schalke ein „riesengroßer Verein“ sei, habe den Ausschlag gegeben, wobei die Anwesenheit von Stürmerstar Edin Dzeko zum Zeitpunkt der ersten Verhandlungen noch gar keine Rolle spielte. Dennoch freue er sich nun enorm darauf, die bosnische Torjäger-Legende mit präzisen Zuspielen zu füttern.
Ein wesentlicher Faktor für den Transfer war laut ruhr24 zudem das Vertrauensverhältnis zu Miron Muslic. Ljubicic kennt den Trainer bereits aus gemeinsamen Zeiten in Österreich und schätzt dessen taktische Handschrift. Er sieht sich selbst als spielintelligenten Akteur, der Räume erkennt und besonders im Gegenpressing seine Stärken ausspielen kann. Diese Qualitäten will er nun nutzen, um sich auch wieder für die österreichische Nationalmannschaft zu empfehlen – mit dem klaren Ziel, im Sommer bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein.
FC Schalke 04: Debüt im Revierderby gegen Bochum?
Die Schalker Fans könnten den neuen Hoffnungsträger bereits am kommenden Samstag im Duell gegen den VfL Bochum erstmals auf dem Rasen erleben. Ob Ljubicic direkt in der Startformation stehen wird, ließ er gegenüber den Medien noch offen. Klar ist jedoch: Der Konkurrenzkampf im Zentrum wird durch seine Vielseitigkeit massiv angeheizt. Der Österreicher betonte, dass er bereit sei, jede Position – ob Sechser, Achter oder Zehner – zu bekleiden, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.
Durch die Verpflichtung von Ljubicic erhoffen sich die Schalker Verantwortlichen neue Impulse für das Offensivspiel, das in dieser Saison oft an mangelnder Präzision in der Endzone krankte. Wenn der Neuzugang seinen Worten nun Taten folgen lässt, könnte sein forscher Auftritt genau der Funke sein, der Schalke endgültig zurück in die Bundesliga trägt.