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Werder Bremen: Trainer Thioune über Füllkrug – „Gewehr bei Fuß“

Werder-Bremen-Fans

Fußball heute: Trainer Daniel Thioune hat sich deutlich für eine Rückkehr von Niclas Füllkrug (33) in die Nationalmannschaft ausgesprochen. Der Coach von Werder Bremen reagierte am Donnerstag auf Aussagen von Bundestrainer Jürgen Klopp. Laut dpa äußerte er sich zudem zu einer kuriosen Statistik vor dem Spiel in Mainz.

Werder Bremen: Thioune wirbt für ein Füllkrug-Comeback

„Ich empfand die Aussagen des Bundestrainers als richtig und gut“, stellte Thioune auf der Pressekonferenz klar. „Wir wissen alle, dass Niclas Gewehr bei Fuß steht.“ Er würde sich nicht ärgern, wenn sein Angreifer in welcher Rolle auch immer noch einmal seinen Platz in der Nationalmannschaft fände. Rückendeckung vom eigenen Trainer ist ihm damit sicher.

Für den 52-Jährigen zählt vor allem die aktuelle Form. „Ich mache es gerne, denn er gehört aktuell zu den besten deutschen Stürmern. Dann spielt das Alter aus meiner Sicht auch keine Rolle“, betonte Thioune. Die Zahlen geben ihm recht. Mit sechs Treffern aus sechs Spielen führt Füllkrug die Torjägerliste der Bundesliga an.

Jürgen Klopp: Rückkehr in die Nationalmannschaft nicht ausgeschlossen

Ausgelöst hatte die Debatte Klopp selbst. Am Mittwochabend äußerte sich der Bundestrainer gegenüber DAZN erstmals öffentlich zu einem möglichen Comeback. „Niclas Füllkrug schießt in der Bundesliga ein Tor nach dem anderen – aber er ist 33. Das ist nicht meine Schuld“, sagte er mit einem Lächeln. Eine Rückkehr schloss Klopp damit nicht aus.

Klopp unterschied vielmehr zwischen Gegenwart, mittel- und langfristiger Zukunft. In der Gegenwart könne das natürlich funktionieren, mittelfristig unter Umständen auch, langfristig müsse man sehen. Zudem verwies er auf Lionel Messi, der gezeigt habe, dass eine WM mit fast 40 Jahren möglich ist. Thioune plädierte dafür, dem Bundestrainer bei dieser Entscheidung zu vertrauen.

Niclas Füllkrug: Topform und neue Gelassenheit

Körperlich sieht Thioune seinen Stürmer auf einem Höhepunkt. „In seinem jetzigen körperlichen Zustand ist er vielleicht die beste Version von sich selbst“, so der Coach. Gelobt wurde Füllkrug auch für den gelassenen Umgang mit dem Rummel um seine Person. „Niclas lebt vom Team und er lebt auch für das Team.“ Für das Bremer Gefüge ist er damit weit mehr als nur ein Torjäger.

Füllkrug selbst will sich öffentlich nicht mehr zum Thema äußern, intern wirkt er laut DeichStube aber entspannt. Jede Woche suchen Trainer und Spieler das Gespräch. „Ich merke, dass er sich nicht mehr treiben lässt. Er hat viele Dinge in seiner Karriere erreicht und ist einfach glücklich, jetzt hier zu sein“, berichtete Thioune über seine Eindrücke.

SVW News: Bremer Tore fallen fast nur nach der Pause

Sportlich beschäftigt den Coach eine andere Auffälligkeit. Wie dpa berichtet, traf Werder in sechs Ligaspielen erst einmal vor der Pause, als Eren Dinkci gegen RB Leipzig nach vier Minuten erfolgreich war. Stattdessen holte das Team oft spät Punkte, etwa beim 3:2 gegen Augsburg sowie beim 2:2 in Dortmund und gegen Paderborn.

Erklären kann Thioune das nicht, große Sorgen macht er sich aber auch nicht. „Ich weiß gar nicht, ob ich es ändern muss“, sagte er. Mit Humor ergänzte er, dass späte Tore ein Stadion mitreißen könnten, die Fans müssten den Gang zur Bratwurst allerdings gut planen. Eine frühe Führung würde der Trainer dennoch gern wieder einmal sehen.

Mainz 05 gegen Werder: Stark fällt aus, Lynen kehrt zurück

Personell muss Thioune in Mainz auf Niklas Stark verzichten. Der Innenverteidiger brach am Dienstag das Training mit Gesäßproblemen ab und bestand die Fitnesstests nicht. „Macht keinen Sinn aktuell“, erklärte der Coach. Damit wartet Stark weiter auf seinen ersten Liga-Einsatz der Saison, dafür steht Mittelfeldspieler Senne Lynen wieder im Kader.

Werder ist seit fünf Ligaspielen ungeschlagen und mit neun Punkten Achter. Die Mainzer von Urs Fischer sind mit zehn Zählern Fünfter, mit einem Sieg am Samstag (15:30 Uhr) würden die Bremer vorbeiziehen. Ob Füllkrug Klopp überzeugt, zeigt sich spätestens vor der Länderspielpause ab dem 9. November, Tore in Mainz würden sicher nicht schaden.

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