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Werder Bremen: Thioune macht bei Rückkehrer eine Einschränkung

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Fußball heute: Nach dem schmerzhaften Pokal-Aus gegen den BVB wartet auf Werder Bremen direkt die nächste schwere Aufgabe. Am Samstag (15:30 Uhr, Sky und DAZN-Konferenz) ist die TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. Trainer Daniel Thioune hat großen Respekt vor der Offensive des Gegners, kann personell aber immerhin wieder auf Justin Njinmah zurückgreifen.

Werder Bremen: Thioune warnt vor der TSG-Offensive

„Die Qualität bei der TSG ist sehr hoch“, stellte der Coach auf der Pressekonferenz klar. Neben dem FC Bayern hätten die Hoffenheimer die meisten Torabschlüsse, sie seien sehr torgefährlich und hätten gezeigt, warum sie sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert hätten. Auf die zuletzt anfällige Bremer Abwehr wartet damit ein echter Härtetest.

Unangenehm ist zudem die Bilanz gegen Gäste-Trainer Ilzer, der alle drei bisherigen Duelle mit Werder gewonnen hat. Man arbeite daran, diese Statistik künftig zu beeinflussen, betonte Thioune. Komme sein Team in die positiven Momente, sei es in der Lage, den Trend zu drehen und den Dreier in Bremen zu behalten. Ein Heimsieg wäre zugleich die passende Antwort auf das Ausscheiden im Pokal.

TSG Hoffenheim: Bremen hat einen Tag mehr Pause

„Wir haben einen Tag mehr Regeneration, das ist sicherlich ein Vorteil“, sagte der Werder-Coach mit Blick auf den Terminkalender. Die Hoffenheimer seien gegen Kiel viel gelaufen und hätten viel Energie gelassen. Gerade gegen einen so laufstarken Kontrahenten könnte der zusätzliche Erholungstag am Samstag den Ausschlag geben.

Unterschätzen will Thioune die Gäste deshalb aber keineswegs. Der Kader der TSG sei für Englische Wochen konzipiert, von einer international spielenden Mannschaft könne man erwarten, dass sie trotz der Belastung am Wochenende voll da sei. Hoffenheim sei wieder im Flow, Liga und Pokal seien aber ein Unterschied. Der Schwung aus dem Pokal muss für Werder also kein schlechtes Omen sein.

SVW News: Njinmah kehrt zurück, Thioune fordert mehr Stabilität

Personell hellt sich die Lage auf, denn Njinmah steht wieder im Kader, beginnt aber auf der Bank. „Er wird nicht starten, eine halbe Stunde kann er sicherlich spielen“, erklärte Thioune. Wo der Rückkehrer körperlich stehe, wisse man nicht, er sei aber kontinuierlich aufgebaut worden. Im Konterspiel und zur Entlastung soll er dem Team wieder helfen.

Sorgen bereitet dagegen die Defensive. Das Problem betreffe nicht nur Werder, viele Teams müssten Treffer hinnehmen, zudem seien die Gegner sehr effizient, relativierte der Coach. „Wir müssen die Reihen geschlossen halten und mal wieder zu null spielen“, forderte er. Solange seine Elf aber einmal mehr treffe als der Gegner, könne er auch mit zwei Gegentreffern pro Woche leben.

Niclas Füllkrug: Thioune lobt den Einsatz gegen den Ball

Als Führungsspieler an der Seite des Kapitäns sieht Thioune vor allem Niclas Füllkrug. „Neben seiner offensichtlichen Qualität ist Füllkrug unser erster Verteidiger“, lobte der Trainer. Bei der Arbeit gegen den Ball habe er einen Riesenentwicklungsschritt gemacht, zudem sei er sehr kommunikativ. Genau solche Spieler, die Verantwortung mittragen, brauche ein Trainer.

Ludovit Reis überrascht den Coach mit seiner starken Form dagegen nicht. „Er war für mich einer der besten Mittelfeldspieler, die es in der zweiten Liga gab“, sagte Thioune. Nach einer kleinen Delle habe sich Reis Woche für Woche gesteigert und agiere mit Regeer und Chuki sehr ausgewogen. Gegen die schussfreudigen Hoffenheimer ist seine Zweikampfstärke im Zentrum besonders gefragt.

Axel Zehle: Thioune schwärmt vom Mentalcoach

Großes Lob gab es auch für Mentalcoach Axel Zehle. „Axel bietet den Jungs viele Werkzeuge an, um stressresistent zu sein“, sagte Thioune. Mit wem er spreche, wisse er nicht, Zehle sei aber allgegenwärtig. Die Spieler nutzten das Angebot vor dem Training, danach und in Spielen. Damit ist der Mentalcoach fest im Bremer Alltag verankert.

Auch der Staff und Thioune selbst greifen auf die Unterstützung zurück, die laut dem Trainer sehr nachgefragt ist. Zehle habe sicherlich einen großen Einfluss auf die Mannschaft. Nach dem bitteren Aus gegen Dortmund dürfte genau diese mentale Stärke am Samstag wichtig werden. Gegen Hoffenheim will Werder zeigen, dass der Rückschlag verarbeitet ist.

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