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Hannover 96: Beben um Boldt – und Wagners Jobgarantie wackelt

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Fußball heute: Seit dem 1. Juni ist Jonas Boldt Geschäftsführer bei Hannover 96, nun steht der 44-Jährige offenbar schon wieder vor dem Aus. Wie 90min unter Berufung auf die Neue Presse berichtet, will sich der Klub aus der 2. Bundesliga „zeitnah“ von ihm trennen. Parallel hat Hannover sein Saisonziel laut Bild bereits zum zweiten Mal nach unten korrigiert.

Hannover 96: Trennung von Boldt offenbar beschlossen

Demnach ist die Entscheidung intern bereits gefallen. Auch Sportdirektor Ralf Becker soll den Verein verlassen, anschließend will Hannover beide Posten in einer Person bündeln. Gleich zwei Schlüsselpositionen würden damit mitten in der Saison neu besetzt. Der geplante Umbau zeigt, wie groß der Druck auf die Verantwortlichen inzwischen ist.

Klubpatron Martin Kind (82) soll sich mittlerweile gegen Boldt gestellt haben, wie 90min schreibt. Damit wäre der Plan, mit dem früheren HSV-Sportdirektor ein langfristiges Projekt aufzubauen, nach wenigen Monaten gescheitert. Spekulationen um seine Person gab es schon länger. Für einen Funktionär, der erst im Sommer kam, ist das ein bemerkenswert schneller Absturz.

H96 News: Wagners Jobgarantie hat einen Haken

Brisant wird die Personalie durch eine Aussage nach dem Pokal-Aus. Boldt sprach Trainer Sandro Wagner (38) eine Jobgarantie aus, allerdings mit einer vielsagenden Einschränkung. „Solange ich da bin auf jeden Fall“, sagte der Geschäftsführer der ARD. Ob Wagner nach einem Abschied seines Vorgesetzten weiter das Vertrauen des Klubs genießt, ist völlig offen.

Seit Wagner Christian Titz (55) beerbte, wartet er in vier Partien auf einen Sieg, drei Niederlagen und ein Remis stehen zu Buche. Die 2:0-Pleite im Derby bei Eintracht Braunschweig ließ Hannover auf Rang 16 zurück, ehe das 0:2 im eigenen Stadion gegen Ligakonkurrent Kaiserslautern das Pokal-Aus besiegelte. Sportlich liefert der Coach damit bislang kaum Argumente.

2. Bundesliga: Hannover steckt mitten im Abstiegskampf

Tabellarisch ist die Lage ernst. Nur dank der um zwei Treffer besseren Tordifferenz steht Hannover über den direkten Abstiegsplätzen, der Klub kämpft ums Überleben in der Liga. Statt der Rückkehr ins Oberhaus hat inzwischen offenbar der Klassenerhalt in der zweithöchsten Spielklasse Priorität. Ein Szenario, das vor wenigen Monaten kaum jemand für möglich gehalten hätte.

Acht Jahre nach dem Abstieg wollte Hannover in dieser Saison eigentlich in die Bundesliga zurückkehren. Mitte September musste Titz jedoch gehen, die Ambitionen wurden erstmals gedämpft. Angepeilt war damals noch das obere Drittel der Tabelle. Auch dieses Ziel wirkt mit Blick auf Platz 16 inzwischen unrealistisch.

Martin Kind: Saisonziel zweimal nach unten korrigiert

Schon damals hatte der Klubpatron die Erwartungen zurückgeschraubt. „Die Ziele müssen jetzt erst einmal vernünftig und zurückhaltend sein. Wir müssen jetzt erst einmal da unten rauskommen, das ist das Wichtigste“, zitierte ihn Bild. Gefruchtet hat der Appell nicht. Aus der Gefahrenzone hat sich Hannover bis heute nicht befreit.

Die nächste Kurskorrektur folgte nach dem Pokal-Aus. Wagner erklärte bei Sky, er habe mit Boldt einen sehr guten Austausch und mit Kind von Anfang an gesprochen. Der Klubboss habe ihm gesagt, in diesem Jahr gehe es schlicht darum, nichts mit unten zu tun zu haben, sich zu finden, zudem brauche man Ruhe. Von Aufstiegsträumen spricht in Hannover niemand mehr.

Sandro Wagner: Gegen Dresden und Heidenheim geht es um viel

Am Sonntag (13:30 Uhr, Sky) empfängt Hannover mit Dynamo Dresden einen Gegner, der in der Tabelle direkt gleichauf liegt. Eine weitere Niederlage könnte laut des Blattes das Ende von Boldts Zeit beim Klub bedeuten. Das Duell wird so zum Schicksalsspiel für die Führungsetage. Gewinnt Hannover, würde es sich zugleich von einem direkten Konkurrenten absetzen.

Wartet Wagner bis dahin weiter auf seinen ersten Sieg, könnte das letzte Spiel vor der Länderspielpause seine Zukunft entscheiden. Am 8. November gastiert Hannover in Heidenheim. Für den Trainer dürfte es dann um alles gehen. Bis zur Pause muss sich zeigen, ob der Umbruch in der Führung auch die Bank erfasst.

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